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FED: Zinssenkungszyklus dürfte auf höherem Leitzinsniveau enden
13.11.24 14:35
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Mehr Inflation bei engem Arbeitsmarkt sind im dualen FED-Mandat zinserhöhend, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Im aktuellen Setting würden die Analysten die FED 2024 und 2025 erstmal weiter mit Zinssenkungen von 25 BP pro Sitzung sehen. Trumps politische Ausrichtung und die einhergehenden Inflationsrisiken würden ihrer Meinung nach jedoch 2025 dazu führen, dass der Zinssenkungszyklus auf einem höheren Leitzinsniveau ende. Vom heutigen Niveau aus würden sie "nur" Zinssenkungen von 100BP (zuvor 175 BP) und eine finale FED Funds Rate Bandbreite von 3,5-3,75% im Q2'25 erwarten.
Die Analysten würden keine Zinserhöhungen, aber ein finales Leitzinsniveau erwarten, das vor Monaten noch als restriktiv bzw. inflationsdämpfend angesehen worden sei. Der Zinsmarkt preise aktuell eine hawkishere FED mit nur 70 BP an Zinssenkungen (Sicht 12 Monate) ein. Trete ihre FED-Meinung ein, sollten die Treasury-Renditen mit kurzer Laufzeit in den nächsten Monaten sinken. Sie würden die 2-jährige UST-Rendite in den nächsten Monaten nahe 4% sehen (Jahresende 2025 bei 3,8%).
Am langen Ende der Zinskurve und v.a. im H1/25, wenn viele Politik-Vorschläge diskutiert würden und Newsflow-Risiken bestünden (Haushalt, Ratingagenturen), würden sie Anstiege bei Durations-Risikoprämien erwarten, was zu höheren 10-jährigen Renditen führen werde. Es gelte indes zu berücksichtigen: Durations-Risikoprämien seien bereits in Antizipation eines Trump-Erfolgs im Oktober gestiegen. Sie würden erwarten, dass die ersten Trump-Maßnahmen v.a. im H1 2025 in Erlasse oder Gesetze gegossen würden. Am Finanzmarkt könnte dies erst zu höherer (H1 2025) und dann geringerer Unsicherheit / Volatilität und leicht sinkenden Renditen in H2 2025 führen. Sie würden die 10-jährige UST-Rendite Jahresende 2025 bei 4,3% sehen. Vergleiche man 2- und 10-jährige Renditen, würden ihre Prognosen eine deutlich steilere Zinsstrukturkurve unterstellen.
Folgende Trumponomics-Faktoren sprächen für höhere Inflations- und Durations-Risikoprämien: Inflationsrisiken (Zölle, Steuern), Haushaltsdefizite, Angebotsdruck am UST-Markt, erratische Kommunikation und politische Maßnahmen, verbale Angriffe auf die FED-(Hoch-)Zinspolitik und erhöhte Zinsmarktvolatilität. Ein dämpfender Faktor bleibe das "Sichere-Hafen-Attribut" des UST-Marktes, welches bei steigenden geopolitischen Risiken nicht an Bedeutung verlieren würde. Die Nachfrage nach "safe assets" könnte sich indes auf kürzere Laufzeiten konzentrieren.
Die Einflussnahme der Trump-Administration auf die FED werde ein entscheidender Faktor für die Zinsmärkte sein. FED-Präsident Powell habe betont, er werde seinen Vorsitz nicht aufgeben, sein Mandat ende im Mai 2026. Danach würden sie keinen FED-Präsidenten erwarten, der einen verlängerten Arm von Trump darstelle, jedoch einen, der taubenhaft (konjunkturunterstützend) agiere. Für den UST-Markt impliziere dies höhere Inflationsrisikoprämien, und das Vertrauen in das Inflationsziel der FED nehme ab. Für die US-Leitzinsen bedeute dies jedoch: Ab H2'26 könnten moderate Zinssenkungen möglich sein. Eine Kombination aus sinkendem Leitzins und höheren Inflationsrisikoprämien bedeute steilere Zinskurven. Gegeben ihrer Einschätzung zu Renditetreibern und Zinsmarktrisiken würden sie kürzere UST-Laufzeiten als attraktivere Wahl erachten. Berücksichtige man die erwartete EUR/USD-Entwicklung, könne sich die erwartete Performance für EUR-Investoren sehen lassen. (13.11.2024/alc/a/a)
Im aktuellen Setting würden die Analysten die FED 2024 und 2025 erstmal weiter mit Zinssenkungen von 25 BP pro Sitzung sehen. Trumps politische Ausrichtung und die einhergehenden Inflationsrisiken würden ihrer Meinung nach jedoch 2025 dazu führen, dass der Zinssenkungszyklus auf einem höheren Leitzinsniveau ende. Vom heutigen Niveau aus würden sie "nur" Zinssenkungen von 100BP (zuvor 175 BP) und eine finale FED Funds Rate Bandbreite von 3,5-3,75% im Q2'25 erwarten.
Am langen Ende der Zinskurve und v.a. im H1/25, wenn viele Politik-Vorschläge diskutiert würden und Newsflow-Risiken bestünden (Haushalt, Ratingagenturen), würden sie Anstiege bei Durations-Risikoprämien erwarten, was zu höheren 10-jährigen Renditen führen werde. Es gelte indes zu berücksichtigen: Durations-Risikoprämien seien bereits in Antizipation eines Trump-Erfolgs im Oktober gestiegen. Sie würden erwarten, dass die ersten Trump-Maßnahmen v.a. im H1 2025 in Erlasse oder Gesetze gegossen würden. Am Finanzmarkt könnte dies erst zu höherer (H1 2025) und dann geringerer Unsicherheit / Volatilität und leicht sinkenden Renditen in H2 2025 führen. Sie würden die 10-jährige UST-Rendite Jahresende 2025 bei 4,3% sehen. Vergleiche man 2- und 10-jährige Renditen, würden ihre Prognosen eine deutlich steilere Zinsstrukturkurve unterstellen.
Folgende Trumponomics-Faktoren sprächen für höhere Inflations- und Durations-Risikoprämien: Inflationsrisiken (Zölle, Steuern), Haushaltsdefizite, Angebotsdruck am UST-Markt, erratische Kommunikation und politische Maßnahmen, verbale Angriffe auf die FED-(Hoch-)Zinspolitik und erhöhte Zinsmarktvolatilität. Ein dämpfender Faktor bleibe das "Sichere-Hafen-Attribut" des UST-Marktes, welches bei steigenden geopolitischen Risiken nicht an Bedeutung verlieren würde. Die Nachfrage nach "safe assets" könnte sich indes auf kürzere Laufzeiten konzentrieren.
Die Einflussnahme der Trump-Administration auf die FED werde ein entscheidender Faktor für die Zinsmärkte sein. FED-Präsident Powell habe betont, er werde seinen Vorsitz nicht aufgeben, sein Mandat ende im Mai 2026. Danach würden sie keinen FED-Präsidenten erwarten, der einen verlängerten Arm von Trump darstelle, jedoch einen, der taubenhaft (konjunkturunterstützend) agiere. Für den UST-Markt impliziere dies höhere Inflationsrisikoprämien, und das Vertrauen in das Inflationsziel der FED nehme ab. Für die US-Leitzinsen bedeute dies jedoch: Ab H2'26 könnten moderate Zinssenkungen möglich sein. Eine Kombination aus sinkendem Leitzins und höheren Inflationsrisikoprämien bedeute steilere Zinskurven. Gegeben ihrer Einschätzung zu Renditetreibern und Zinsmarktrisiken würden sie kürzere UST-Laufzeiten als attraktivere Wahl erachten. Berücksichtige man die erwartete EUR/USD-Entwicklung, könne sich die erwartete Performance für EUR-Investoren sehen lassen. (13.11.2024/alc/a/a)
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| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


