Fresenius-Anleihe: durchaus kaufenswert


15.11.12 09:41
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst Sven Krupp von Anleihencheck Research hält die Unternehmensanleihe (ISIN XS0240919372 / WKN A0GMAY) des Gesundheitsdienstleisters Fresenius SE (ISIN DE0005785604 / WKN 578560) nach wie vor für ein sehr interessantes Investment für den europäischen Corporate Bonds-Sektor.

Die Unternehmensanleihe von Fresenius SE sei mit einem Kupon von 5,50% p.a. ausgestattet, was bei einem aktuellen Kurs von 107,95% einer jährlichen Anleiherendite von 2,97% entspreche. Die Anleihe laufe noch bis zum 31.01.2016 und die Stückelung betrage 1.000 Euro. Das Emittenten-Rating durch Moody's sei "Ba1", was Investment-Grade-Status entspreche.

Fresenius sei als Gesundheitskonzern weltweit tätig. Dabei biete das Unternehmen Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten an. Der Konzern sei in die vier weltweit eigenverantwortlich wirtschaftenden Unternehmensbereiche Fresenius Medical Care (FMC) (ISIN DE0005785802 / WKN 578580), Fresenius Helios, Fresenius Kabi und Fresenius Vamed unterteilt.

Der Gesundheitskonzern habe Ende Oktober seine Zahlen für das dritte Quartal 2012 veröffentlicht. Aufgrund eines rekordhohen Ergebnisses in Q3'2012 hätten Umsatz und Ergebnis nach den ersten neun Monaten deutlich zulegen können.

So sei es nach neun Monaten zu einem Umsatzanstieg um 18% auf 14,10 Mrd. Euro gekommen. Das organische Wachstum habe bei 5% gelegen. Das bereinigte EBITDA habe sich um 19% auf 2,79 Mrd. Euro erhöht, das EBIT ebenfalls um 19% auf 2,22 Mrd. Euro und die EBIT-Marge habe sich entsprechend um 20 Basispunkte auf 15,8% verbessert. Das bereinigte Konzernergebnis habe sich um 21% auf 682 Mio. Euro erhöht.

Für das laufende Geschäftsjahr habe Fresenius den im Juni 2012 erhöhten Konzernausblick bekräftigt und erwarte einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes zwischen 12% und 14%. Das Konzernergebnis solle währungsbereinigt um 14% bis 16% steigen.

Nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research hat der Gesundheitskonzern wieder mit seinen Zahlen überzeugen können und auch die Bestätigung des Ausblick sei vor dem Hintergrund des wirtschaftlich aktuell schwierigen Umfelds positiv zu werten. Künftig sei weiterhin aufgrund der sehr guten Diversifizierung und der Mischung aus organischem und akquisitorischem Wachstum weiter mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten zu rechnen. Fresenius sei gut diversifiziert, um an den Wachstumstrends im Gesundheitssektor zu partizipieren. Zudem ermögliche dies auch in konjunkturell schwierigen Zeiten, ein anhaltend profitables Wachstum.

Das Unternehmen sei regelmäßig am Kapitalmarkt aktiv, um das langfristige Wachstum zu sichern. Nach Unternehmensangaben solle der Verschuldungsgrad des Konzerns im Jahr 2012, gemessen als Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum EBITDA, unter der Marke von 3,0 bleiben. Dies läge noch im Rahmen und eine Abstufungsgefahr sehe man aktuell nicht. Denn aufgrund der hohen Cashflow-Generierung könne Fresenius eine recht aggressive Akquisitionsstrategie fahren, ohne dabei die Kreditkennzahlen überzustrapazieren.

Fresenius bleibe ein sehr attraktives Langfristinvestment. Für Anleger, denen das Aktienrisiko aber zu hoch ist, bietet sich nach Meinung Analysten von Anleihencheck Research die oben genannten Anleihe von Fresenius SE an. Sie sei mit einer jährlichen Rendite von knapp 3% eine interessante Alternative zu Staatsanleihen, Festgeld und Aktien. (Analyse vom 15.11.2012) (15.11.2012/alc/a/a)


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