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Global Market Outlook 2021: Quantitative Lockerung und Aussicht auf Inflation
08.12.20 14:00
State Street Global Advisors
Boston (www.anleihencheck.de) - State Street Global Advisors, die Vermögensverwaltungssparte der State Street Corporation, hat heute ihren Global Market Outlook 2021 veröffentlicht, so die Experten von State Street Global Advisors.
Der Outlook prognostiziere, dass die Widerstandsfähigkeit der Märkte auch in Zukunft getestet werden dürfte. Denn die Welt stehe vor möglichen weiteren Turbulenzen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und vor fiskalischer, wirtschaftlicher und politischer Volatilität.
Trotz den Herausforderungen gebe es aber einige Lichtblicke. So könnte das Wirtschaftswachstum Ende 2020 zurückkehren, ein skalierbarer Impfstoff eingesetzt und Volkswirtschaften wieder geöffnet werden. Die bevorstehende Verfügbarkeit eines Impfstoffs stimme zwar zuversichtlich. Aber die Märkte stünden vor der Herausforderung, dass auf einen kurzfristigen Wachstumsschub einige Unsicherheiten folgen könnten, da die politischen Entscheidungsträger versuchen würden, die Volkswirtschaften von den monetären und fiskalischen Stimuli zu entwöhnen, welche die Märkte bisher gestützt hätten.
Inmitten dieses Umfeldes bevorzuge State Street Global Advisors Wachstums- und Qualitätsanlagen, insbesondere in den USA und China, die für Anleger ein gewisses Aufwärtsrisiko bieten würden.
"Während wir mit einer starken wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2021 rechnen, richten wir unseren Blick zunehmend auf alles, was nach diesem Aufschwung kommt", sage Rick Lacaille, Global Chief Investment Officer bei State Street Global Advisors. "Eine Kombination aus Wachsamkeit und Agilität wird sich für die Anleger wohl am ehesten auszahlen. Denn die Rezession dürfte einem kräftigen, aber vorübergehenden Aufschwung weichen, dem ein noch unbekanntes Basiswachstum folgen dürfte".
Der im August 2020 veröffentlichte Halbjahres-GMO von State Street Global Advisors habe die COVID-19-Pandemie mit einem Staffellauf mit mehreren sich überschneidenden Phasen verglichen. Die Volkswirtschaften seien nun von einer erfolgreichen ersten Phase (die Injektion von monetären und fiskalischen Anreizen) zur zweiten Phase übergegangen - einer Wiedereröffnung der Wirtschaft. Den in der ersten Phase lancierten Konjunkturpaketen habe es unter den gegebenen Umständen an Zielgenauigkeit gemangelt. Doch sie seien umfangreich ausgelegt, schnell implementiert gewesen und hätten ihr Hauptziel - die Märkte zu stützen - erreicht.
Jetzt in der zweiten Phase hätten die Regierungen weitgehend weniger belastende Restriktionen eingeführt als im Frühjahr. Dadurch hätten die Volkswirtschaften auf einem vergleichsweise höheren Niveau laufen können. Quantitative Lockerung (QE) sei einer der Schlüsselfaktoren, welche die Aktienmärkte im Jahr 2020 beflügelt hätten, auch wenn die Jahreszahlen der Unternehmen noch ausstünden. Darüber hinaus und im Gegensatz zu dem, was man in der Vergangenheit habe beobachten können, scheine die quantitative Lockerung die Anleiherenditen trotz steigender Inflationserwartungen zu begrenzen.
Da die Aussichten für einen Impfstoff zunehmend positiv seien und erste Impfungen bald bevorstünden, erscheine ein Ende der zweiten Phase immer wahrscheinlicher. Während eine kurzfristige Marktbelebung wahrscheinlich sei, nachdem sich die Volkswirtschaften vollständig öffnen würden und die Bewegungsbeschränkungen aufgehoben würden, seien die längerfristigen Aussichten weniger sicher.
Lori Heinel, Deputy Global Chief Investment Officer von State Street Global Advisors, kommentiere: "Irgendwann müssen die Volkswirtschaften unabhängig von monetären und fiskalischen Anreizen wieder zu eigenständigem Wachstum zurückfinden. Es bleibt abzuwarten, wie perfekt oder wie unvollkommen ein Ersatzwachstum für die Stimulierung sein wird. Es wird sicherlich eine komplexe Anpassung sein, die über die Zeit hinweg einige Marktturbulenzen auslösen könnte. Kurz gesagt: 2021 ist ein Jahr, in dem die Widerstandsfähigkeit von Regierungen, Volkswirtschaften und Unternehmen erneut auf die Probe gestellt werden wird".
Trotz dieser Herausforderungen würden sich den Investoren im nächsten Jahr Chancen auf den Märkten bieten, höchstwahrscheinlich in den Vereinigten Staaten und in China. China war die erste Nation, in der COVID-Fälle auftraten, aber die strengen und weitreichenden Maßnahmen scheinen zur Eindämmung des Virus beigetragen zu haben, so die Experten von State Street Global Advisors. So habe sich der Erholungsprozess bisher weitgehend ununterbrochen fortsetzen und erneute Shutdowns vermieden werden können.
"China wird die einzige große Volkswirtschaft sein, die im Jahr 2020 ein positives Wirtschaftswachstum, wahrscheinlich um 2,5 Prozent, verzeichnen wird. Allerdings sollten diese positiven Aussichten angesichts der hohen Verschuldung, der sich verschlechternden demografischen Situation und der anhaltenden geopolitischen Spannungen mit Vorsicht betrachtet werden", sage Kevin Anderson, Head of Investments Asia Pacific bei State Street Global Advisors. "Wir erwarten, dass das Gewinnwachstum in China besonders widerstandsfähig sein wird. Die chinesischen Wachstums- und Konsumaktien sind die attraktivsten. Wir glauben weiter, dass chinesische festverzinsliche Anlagen und der Renminbi, angesichts des Renditeanstiegs und weil wir Raum für eine weitere Währungsaufwertung sehen, sehr attraktiv sind".
Unterdessen werde für die USA mit -3,7 Prozent ein weniger ausgeprägter BIP-Rückgang prognostiziert als für viele andere entwickelte Volkswirtschaften, etwa -9 Prozent in Großbritannien und -7 Prozent in der Eurozone. Der Wahlsieg von Joe Biden habe neue Spekulationen über Umfang, Zeitpunkt und Ausgestaltung weiterer Konjunkturpakete entfacht. Die Experten von State Street Global Advisors würden davon ausgehen, dass ein kleineres, aber baldiges Unterstützungspaket am wahrscheinlichsten sei. Dessen Umfang werde irgendwo zwischen den 0,5 Billionen Dollar, die der Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, vorgeschlagen habe, und den 2,2 Billionen Dollar der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, liegen. Ein größer als erwartetes Paket könnte Bedenken auslösen, dass die Inflation zunehmen werde.
Jenseits der USA und Chinas sei das globale Gesamtbild uneinheitlich. Das Vereinigte Königreich scheine ein bemerkenswerter Underperformer zu sein - es habe in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 einen Rückgang des BIP um -11 Prozent im Jahresvergleich hinnehmen müssen, verglichen mit einem Rückgang von -5,9 Prozent für die deutsche Wirtschaft im gleichen Zeitraum. Mit einer vergleichsweise glanzlosen Reaktion auf den COVID-19-Ausbruch und der heranrückenden Frist zum Brexit, über den noch keine Einigung erzielt worden sei, sehe sich das Vereinigte Königreich für die kurzfristige Wirtschaftsleistung eher ungünstigen Umständen gegenüber.
Obwohl die Eurozone derzeit mit verstärkten COVID-19-Einschränkungen konfrontiert sei, habe sie eine kohärente und unterstützende makroökonomische Reaktion auf die Pandemie entwickelt. Ein Rückgang der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal scheine jedoch für die Region wahrscheinlich. Die Experten von State Street Global Advisors würden weiterhin hoffen, dass eine ausreichend antizyklische Fiskalpolitik dazu beitragen könne, interne Friktionen und problematische institutionelle Beschränkungen des Wachstums im Jahr 2021 zu bekämpfen.
Schwellenländer seien mit einer Vielzahl unterschiedlicher Entwicklungen konfrontiert. Ein Impfstoff könne für diese Volkswirtschaften große Erleichterung bedeuten - angesichts der starken Abhängigkeit der Schwellenländer von Exporten, insbesondere von Rohstoffen. Anleger sollten diese positiven Aussichten gegen makroökonomische und institutionelle Fundamentaldaten der einzelnen Volkswirtschaften abwägen, um die besten Kandidaten zu finden.
Die Experten von State Street Global Advisors würden die Anleger ermahnen, die Aussichten bis Ende 2020 und darüber hinaus im Auge zu behalten, da sich die Märkte von den in diesem Jahr aufgelegten Konjunkturpaketen entwöhnen würden. Nichtdestotrotz bleibe die Geldpolitik weltweit noch eine Weile unterstützend. Die Verabschiedung eines durchschnittlichen Inflationsziels (Average Inflation Targeting Framework, AIT) durch die US-Notenbank habe sich als einflussreich erwiesen und zu einer weiteren Lockerung der Geldpolitik in den USA und auf der ganzen Welt geführt, darunter in Kanada, Australien und Großbritannien. Die Experten von State Street Global Advisors hätten ihre Inflationsprognosen sowohl für dieses als auch für das nächste Jahr angehoben, wenn auch nur geringfügig. Die Kombination von mehr QE und niedrigen Zinssätzen dürfte wirksam sein, um zu verhindern, dass die Anleiherenditen zu stark ansteigen würden. Aber eine der schwierigsten Fragen während dieser Pandemie sei, ob sich COVID-19 mittelfristig als inflationärer oder deflationärer Schock erweisen werde.
"Auf dem Weg ins Jahr 2021 herrschen an verschiedenen Fronten weiterhin Unsicherheiten", sage Lori Heinel. "Wir haben viele offene Fragen, aber wenige klare Antworten. Inwieweit werden als Reaktion auf die steigenden Infektionsraten wieder Beschränkungen eingeführt? Wird zusätzliche quantitative Lockerung zu Inflation führen? Wie wird sich die politische Landschaft nach der Stichwahl für den US-Senat verändern? Gelingt es Großbritannien, ein Brexit-Abkommen abzuschließen, und wenn nicht, wie wird es den Übergang bewältigen? Und natürlich besteht die Frage, wie und wann auf breiter Front geimpft wird. Während die Welt auf eine medizinische Antwort auf COVID-19 wartet und sich die Volkswirtschaften für die bevorstehenden Herausforderungen wappnen, glauben wir weiterhin, dass sich die USA und China am widerstandsfähigsten erweisen werden". (08.12.2020/alc/a/a)
Der Outlook prognostiziere, dass die Widerstandsfähigkeit der Märkte auch in Zukunft getestet werden dürfte. Denn die Welt stehe vor möglichen weiteren Turbulenzen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und vor fiskalischer, wirtschaftlicher und politischer Volatilität.
Trotz den Herausforderungen gebe es aber einige Lichtblicke. So könnte das Wirtschaftswachstum Ende 2020 zurückkehren, ein skalierbarer Impfstoff eingesetzt und Volkswirtschaften wieder geöffnet werden. Die bevorstehende Verfügbarkeit eines Impfstoffs stimme zwar zuversichtlich. Aber die Märkte stünden vor der Herausforderung, dass auf einen kurzfristigen Wachstumsschub einige Unsicherheiten folgen könnten, da die politischen Entscheidungsträger versuchen würden, die Volkswirtschaften von den monetären und fiskalischen Stimuli zu entwöhnen, welche die Märkte bisher gestützt hätten.
Inmitten dieses Umfeldes bevorzuge State Street Global Advisors Wachstums- und Qualitätsanlagen, insbesondere in den USA und China, die für Anleger ein gewisses Aufwärtsrisiko bieten würden.
"Während wir mit einer starken wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2021 rechnen, richten wir unseren Blick zunehmend auf alles, was nach diesem Aufschwung kommt", sage Rick Lacaille, Global Chief Investment Officer bei State Street Global Advisors. "Eine Kombination aus Wachsamkeit und Agilität wird sich für die Anleger wohl am ehesten auszahlen. Denn die Rezession dürfte einem kräftigen, aber vorübergehenden Aufschwung weichen, dem ein noch unbekanntes Basiswachstum folgen dürfte".
Der im August 2020 veröffentlichte Halbjahres-GMO von State Street Global Advisors habe die COVID-19-Pandemie mit einem Staffellauf mit mehreren sich überschneidenden Phasen verglichen. Die Volkswirtschaften seien nun von einer erfolgreichen ersten Phase (die Injektion von monetären und fiskalischen Anreizen) zur zweiten Phase übergegangen - einer Wiedereröffnung der Wirtschaft. Den in der ersten Phase lancierten Konjunkturpaketen habe es unter den gegebenen Umständen an Zielgenauigkeit gemangelt. Doch sie seien umfangreich ausgelegt, schnell implementiert gewesen und hätten ihr Hauptziel - die Märkte zu stützen - erreicht.
Jetzt in der zweiten Phase hätten die Regierungen weitgehend weniger belastende Restriktionen eingeführt als im Frühjahr. Dadurch hätten die Volkswirtschaften auf einem vergleichsweise höheren Niveau laufen können. Quantitative Lockerung (QE) sei einer der Schlüsselfaktoren, welche die Aktienmärkte im Jahr 2020 beflügelt hätten, auch wenn die Jahreszahlen der Unternehmen noch ausstünden. Darüber hinaus und im Gegensatz zu dem, was man in der Vergangenheit habe beobachten können, scheine die quantitative Lockerung die Anleiherenditen trotz steigender Inflationserwartungen zu begrenzen.
Da die Aussichten für einen Impfstoff zunehmend positiv seien und erste Impfungen bald bevorstünden, erscheine ein Ende der zweiten Phase immer wahrscheinlicher. Während eine kurzfristige Marktbelebung wahrscheinlich sei, nachdem sich die Volkswirtschaften vollständig öffnen würden und die Bewegungsbeschränkungen aufgehoben würden, seien die längerfristigen Aussichten weniger sicher.
Trotz dieser Herausforderungen würden sich den Investoren im nächsten Jahr Chancen auf den Märkten bieten, höchstwahrscheinlich in den Vereinigten Staaten und in China. China war die erste Nation, in der COVID-Fälle auftraten, aber die strengen und weitreichenden Maßnahmen scheinen zur Eindämmung des Virus beigetragen zu haben, so die Experten von State Street Global Advisors. So habe sich der Erholungsprozess bisher weitgehend ununterbrochen fortsetzen und erneute Shutdowns vermieden werden können.
"China wird die einzige große Volkswirtschaft sein, die im Jahr 2020 ein positives Wirtschaftswachstum, wahrscheinlich um 2,5 Prozent, verzeichnen wird. Allerdings sollten diese positiven Aussichten angesichts der hohen Verschuldung, der sich verschlechternden demografischen Situation und der anhaltenden geopolitischen Spannungen mit Vorsicht betrachtet werden", sage Kevin Anderson, Head of Investments Asia Pacific bei State Street Global Advisors. "Wir erwarten, dass das Gewinnwachstum in China besonders widerstandsfähig sein wird. Die chinesischen Wachstums- und Konsumaktien sind die attraktivsten. Wir glauben weiter, dass chinesische festverzinsliche Anlagen und der Renminbi, angesichts des Renditeanstiegs und weil wir Raum für eine weitere Währungsaufwertung sehen, sehr attraktiv sind".
Unterdessen werde für die USA mit -3,7 Prozent ein weniger ausgeprägter BIP-Rückgang prognostiziert als für viele andere entwickelte Volkswirtschaften, etwa -9 Prozent in Großbritannien und -7 Prozent in der Eurozone. Der Wahlsieg von Joe Biden habe neue Spekulationen über Umfang, Zeitpunkt und Ausgestaltung weiterer Konjunkturpakete entfacht. Die Experten von State Street Global Advisors würden davon ausgehen, dass ein kleineres, aber baldiges Unterstützungspaket am wahrscheinlichsten sei. Dessen Umfang werde irgendwo zwischen den 0,5 Billionen Dollar, die der Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, vorgeschlagen habe, und den 2,2 Billionen Dollar der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, liegen. Ein größer als erwartetes Paket könnte Bedenken auslösen, dass die Inflation zunehmen werde.
Jenseits der USA und Chinas sei das globale Gesamtbild uneinheitlich. Das Vereinigte Königreich scheine ein bemerkenswerter Underperformer zu sein - es habe in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 einen Rückgang des BIP um -11 Prozent im Jahresvergleich hinnehmen müssen, verglichen mit einem Rückgang von -5,9 Prozent für die deutsche Wirtschaft im gleichen Zeitraum. Mit einer vergleichsweise glanzlosen Reaktion auf den COVID-19-Ausbruch und der heranrückenden Frist zum Brexit, über den noch keine Einigung erzielt worden sei, sehe sich das Vereinigte Königreich für die kurzfristige Wirtschaftsleistung eher ungünstigen Umständen gegenüber.
Obwohl die Eurozone derzeit mit verstärkten COVID-19-Einschränkungen konfrontiert sei, habe sie eine kohärente und unterstützende makroökonomische Reaktion auf die Pandemie entwickelt. Ein Rückgang der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal scheine jedoch für die Region wahrscheinlich. Die Experten von State Street Global Advisors würden weiterhin hoffen, dass eine ausreichend antizyklische Fiskalpolitik dazu beitragen könne, interne Friktionen und problematische institutionelle Beschränkungen des Wachstums im Jahr 2021 zu bekämpfen.
Schwellenländer seien mit einer Vielzahl unterschiedlicher Entwicklungen konfrontiert. Ein Impfstoff könne für diese Volkswirtschaften große Erleichterung bedeuten - angesichts der starken Abhängigkeit der Schwellenländer von Exporten, insbesondere von Rohstoffen. Anleger sollten diese positiven Aussichten gegen makroökonomische und institutionelle Fundamentaldaten der einzelnen Volkswirtschaften abwägen, um die besten Kandidaten zu finden.
Die Experten von State Street Global Advisors würden die Anleger ermahnen, die Aussichten bis Ende 2020 und darüber hinaus im Auge zu behalten, da sich die Märkte von den in diesem Jahr aufgelegten Konjunkturpaketen entwöhnen würden. Nichtdestotrotz bleibe die Geldpolitik weltweit noch eine Weile unterstützend. Die Verabschiedung eines durchschnittlichen Inflationsziels (Average Inflation Targeting Framework, AIT) durch die US-Notenbank habe sich als einflussreich erwiesen und zu einer weiteren Lockerung der Geldpolitik in den USA und auf der ganzen Welt geführt, darunter in Kanada, Australien und Großbritannien. Die Experten von State Street Global Advisors hätten ihre Inflationsprognosen sowohl für dieses als auch für das nächste Jahr angehoben, wenn auch nur geringfügig. Die Kombination von mehr QE und niedrigen Zinssätzen dürfte wirksam sein, um zu verhindern, dass die Anleiherenditen zu stark ansteigen würden. Aber eine der schwierigsten Fragen während dieser Pandemie sei, ob sich COVID-19 mittelfristig als inflationärer oder deflationärer Schock erweisen werde.
"Auf dem Weg ins Jahr 2021 herrschen an verschiedenen Fronten weiterhin Unsicherheiten", sage Lori Heinel. "Wir haben viele offene Fragen, aber wenige klare Antworten. Inwieweit werden als Reaktion auf die steigenden Infektionsraten wieder Beschränkungen eingeführt? Wird zusätzliche quantitative Lockerung zu Inflation führen? Wie wird sich die politische Landschaft nach der Stichwahl für den US-Senat verändern? Gelingt es Großbritannien, ein Brexit-Abkommen abzuschließen, und wenn nicht, wie wird es den Übergang bewältigen? Und natürlich besteht die Frage, wie und wann auf breiter Front geimpft wird. Während die Welt auf eine medizinische Antwort auf COVID-19 wartet und sich die Volkswirtschaften für die bevorstehenden Herausforderungen wappnen, glauben wir weiterhin, dass sich die USA und China am widerstandsfähigsten erweisen werden". (08.12.2020/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


