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Griechenland-Staatsanleihe nur für Zocker
13.02.12 11:15
Anleihencheck Research
Westerburg (anleihencheck.de) - Die Analysten von Anleihencheck Research halten die Euro Staatsanleihe (ISIN GR0128002590 / WKN 276701) von Griechenland für ein sehr spekulatives Investment, welches allenfalls für Zocker geeignet ist.
Die Anleihe sei mit einem Kupon von 6,5% ausgestattet, laufe noch bis zum 11.01.2014 und biete bei einem aktuellen Kurs von 27,99 EUR eine jährliche Rendite von ca. 138%. Nächster Zinstermin sei der 11.01.2013. Von Moody's werde die Anleihe mit "Ca" bewertet, was einem "Spekulative Grade" entspreche. Damit liege sie im Nicht-Investmentbereich der Ratingagentur. Zudem werde darauf hingewiesen, dass sich der Schuldner bereits in Zahlungsverzug befinde.
Das Umfeld an den Finanzmärkten bleibe von einer extremen Unsicherheit geprägt. Auch wenn sich seit Jahresbeginn die Lage ein wenig entspannt habe, sei eine finale Lösung bezüglich der Euro-Schuldenkrise weiterhin nicht in Sicht. So werde in Griechenland weiter um ein neues Hilfspaket gefeilscht und auch Portugal gerate an den Märkten zunehmend unter Druck.
Begleitet von heftigen Krawallen habe das griechische Parlament gestern über das von der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank geforderte Sparpaket abgestimmt. Demnach seien die umstrittenen Sparauflagen erwartungsgemäß akzeptiert worden. Von den insgesamt 278 anwesenden Abgeordneten hätten 199 für das Sparprogramm votiert, während 74 Parlamentarier dagegen gestimmt und 5 sich ihrer Stimme enthalten hätten.
Nun seien die Blicke auf den kommenden Mittwoch gerichtet. Dann würden die Euro-Finanzminister zusammenkommen, um erneut über das 130 Mrd. Euro schwere Hilfspaket für Griechenland zu beraten. Für eine Freigabe der weiteren Milliardenhilfen sei das Abstimmungsergebnis eine wichtige Voraussetzung gewesen.
Mit der Einigung habe Griechenland eine der Voraussetzungen für weitere internationale Finanzhilfen erfüllt, was die Analysten positiv beurteilen würden. Damit habe das Land eine wichtige Hürde genommen, einer bereits Mitte März drohenden Staatspleite zu entgehen. Trotz der erzielten Einigung sei eine endgültige Lösung für Griechenland aber weiterhin nicht absehbar. Ein finanzielles Engagement bleibe vor diesem Hintergrund mit erheblichen Risiken behaftet.
Daher raten die Analysten von Anleihencheck Research konservativen Anlegern von einem Investment in griechischen Staatsanleihen ab. Lediglich sehr mutige Investoren mit starken Nerven könnten eine Zocker-Position, bspw. in der oben genannten Staatsanleihe wagen. (Analyse vom 13.02.2012) (13.02.2012/alc/a/a)
Die Anleihe sei mit einem Kupon von 6,5% ausgestattet, laufe noch bis zum 11.01.2014 und biete bei einem aktuellen Kurs von 27,99 EUR eine jährliche Rendite von ca. 138%. Nächster Zinstermin sei der 11.01.2013. Von Moody's werde die Anleihe mit "Ca" bewertet, was einem "Spekulative Grade" entspreche. Damit liege sie im Nicht-Investmentbereich der Ratingagentur. Zudem werde darauf hingewiesen, dass sich der Schuldner bereits in Zahlungsverzug befinde.
Das Umfeld an den Finanzmärkten bleibe von einer extremen Unsicherheit geprägt. Auch wenn sich seit Jahresbeginn die Lage ein wenig entspannt habe, sei eine finale Lösung bezüglich der Euro-Schuldenkrise weiterhin nicht in Sicht. So werde in Griechenland weiter um ein neues Hilfspaket gefeilscht und auch Portugal gerate an den Märkten zunehmend unter Druck.
Nun seien die Blicke auf den kommenden Mittwoch gerichtet. Dann würden die Euro-Finanzminister zusammenkommen, um erneut über das 130 Mrd. Euro schwere Hilfspaket für Griechenland zu beraten. Für eine Freigabe der weiteren Milliardenhilfen sei das Abstimmungsergebnis eine wichtige Voraussetzung gewesen.
Mit der Einigung habe Griechenland eine der Voraussetzungen für weitere internationale Finanzhilfen erfüllt, was die Analysten positiv beurteilen würden. Damit habe das Land eine wichtige Hürde genommen, einer bereits Mitte März drohenden Staatspleite zu entgehen. Trotz der erzielten Einigung sei eine endgültige Lösung für Griechenland aber weiterhin nicht absehbar. Ein finanzielles Engagement bleibe vor diesem Hintergrund mit erheblichen Risiken behaftet.
Daher raten die Analysten von Anleihencheck Research konservativen Anlegern von einem Investment in griechischen Staatsanleihen ab. Lediglich sehr mutige Investoren mit starken Nerven könnten eine Zocker-Position, bspw. in der oben genannten Staatsanleihe wagen. (Analyse vom 13.02.2012) (13.02.2012/alc/a/a)


