HeidelbergCement-Anleihe: Gute Alternative zu "Betongold"


23.04.12 11:34
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0478803355 / WKN A1C90N) von HeidelbergCement für eine interessante Alternative für den Corporate Bonds-Sektor.

Die Anleihe, offizieller Emittent sei die hundertprozentige Tochtergesellschaft des Unternehmens, die HeidelbergCement Finance B.V., werde durch die HeidelbergCement AG gesamtschuldnerisch garantiert. Die Unternehmensanleihe sei mit einem attraktiven Kupon von 7,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 03.04.2020 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 104,92 Euro biete das Papier eine jährliche Rendite von 6,77%. Die Anleihe werde durch die Ratingagentur Moody's mit "Ba2" bewertet, was im oberen Nicht-Investment-Grade-Bereich liege.

HeidelbergCement zähle zu den weltweit führenden Baustoffproduzenten. Dabei vertreibe der Konzern vor allem Zement sowie Zuschlagsstoffe wie Sand und Kies.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 habe HeidelbergCement Umsatz und Ergebnis weiter steigern können. Der Konzern habe in 2011 von der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Zement, Zuschlagsstoffen und Transportbeton profitiert. Dabei habe sich das milde Winterwetter in Europa und Nordamerika positiv ausgewirkt.

Für das laufende Geschäftsjahr 2012 strebe die Konzernleitung eine weitere Steigerung beim Umsatz und beim operativen Ergebnis an. Dabei möchte man den weiter steigenden Rohstoff- und Personalkosten mit Effizienzsteigerungen und Preiserhöhungen begegnen. Gleichzeitig sei das Einsparziel im Rahmen der Effizienzsteigerungsinitiative "FOX 2013" von zuvor 600 Mio. Euro auf nunmehr 850 Mio. Euro erhöht worden.

Grundsätzlich halten die Analysten von Anleihencheck Research HeidelbergCement weiterhin für hervorragend am Markt positioniert. Vor allem in den wachstumsstarken Schwellenländern wie China, Indonesien, Indien und Afrika würden die Analysten starkes Wachstum erwarten. Aber auch etablierte Märkte wie Deutschland oder Nordamerika böten gute Perspektiven, nachdem für diese Regionen zuletzt sehr gute Konjunkturdaten veröffentlicht worden seien. Zwar dürfte sich das Marktumfeld für das Unternehmen im Zuge der zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Eintrübung im laufenden Jahr etwas verschlechtern, allerdings gehe man davon aus, dass der Konzern trotzdem in der Lage sein wird, für 2012 solide Gewinne auszuweisen. Ein Manko des Konzerns sei jedoch die mit knapp 7,8 Mrd. Euro nach wie vor hohe Nettoverschuldung. Diese wolle die Unternehmensführung aber in den nächsten Jahren sukzessive abbauen. Mit einem weiterhin hohen operativen Cashflow, in 2011 habe dieser bei rund 1,3 Mrd. Euro gelegen, dürfte dies der Unternehmensführung auch gelingen.

Insgesamt stellt nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von HeidelbergCement eine interessante Alternative zu "Betongold" dar. Aufgrund der relativ hohen Verschuldung des Konzerns habe ein Investment aber spekulativen Charakter. Vor dem Hintergrund der weiter positiv zu erwartenden Geschäftsentwicklung könnte das Rating für den des HeidelbergCement-Konzern mittelfristig durchaus wieder Investment-Grade-Status erreichen, womit die Renditen weiter zurückgehen dürften. (Analyse vom 23.04.2012)


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(23.04.2012/alc/a/a)