Inflationsdruck in den USA im Oktober wieder leicht zugenommen


14.11.24 11:42
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Im Oktober hat der Inflationsdruck in den USA wieder leicht zugenommen, da die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 2,6% gestiegen sind, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Die sogenannte Kernrate, bei der die schwankungsanfälligen Kosten für Energie und Lebensmittel ausgeklammert würden, habe im Oktober unverändert bei 3,3% verharrt. Beide Werte hätten den Erwartungen entsprochen, wenngleich der zugrundeliegende Inflationstrend sowie die vermutlich inflationstreibenden Auswirkungen der zukünftigen Trump-Regierung den US-Währungshütern zunehmend Sorgen bereiten dürften. Man gehe jedoch weiterhin davon aus, dass die US-Notenbank am 18. Dezember die Zinsen um 25 Basispunkte senken werde.

Während in den USA die Inflationsentwicklung im Fokus stehe, richte sich der Blick heute im Euroraum auf eine Reihe wichtiger Veröffentlichungen. Zum einen erwarte man die Schnellschätzungen zum BIP-Wachstum, bei denen keine Veränderung prognostiziert werde. Zum anderen würden die Schnellschätzungen zur Beschäftigungslage veröffentlicht, welche alle Arbeitnehmer und Selbstständige umfasse, die in gebietsansässigen Produktionseinheiten arbeiten. Abschließend erwarte man die Industrieproduktionszahlen, für die ein Rückgang in Höhe von 2,0% prognostiziert werde.

Die Konjunktursorgen hätten sich am Mittwochabend weiterhin an den europäischen Börsen widergespiegelt, die überwiegend mit leichten Verlusten geschlossen hätten. Der Euro STOXX 50 sei zeitweise auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten abgerutscht, habe jedoch gegen Ende des Handelstags einen Teil der Verluste eindämmen können und letztlich mit einem Minus von -0,09% geschlossen. Ähnlich habe sich der DAX entwickelt, der nach dem schwachen Vortag erneut nachgegeben habe und den gestrigen Handelstag mit einem Verlust von -0,16% beendet habe.

Auch die Märkte in Übersee hätten gestern keine einheitliche Richtung gefunden und nur geringe Bewegungen verzeichnet. Der Dow Jones sei um bescheidene +0,11% gestiegen, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,16% nachgegeben habe. Der S&P 500 habe sich hingegen nahezu unverändert gezeigt und auf seinem Niveau verharrt.

Bei den Ölpreisen habe es gestern wenig Bewegung gegeben, wobei ein Barrel der Nordseesorte Brent aktuell bei rund USD 72 gehandelt werde. Auch der Goldpreis habe am Mittwoch den vierten Verlusttag in Folge verzeichnet, beeinflusst durch den stärkeren Dollar und steigende Anleiherenditen. Der Preis für eine Feinunze liege aktuell bei rund USD 2.555. Der Bitcoin notiere aktuell bei knapp USD 89.500.

Am Mittwoch hätten sich die asiatischen Börsen überwiegend schwächer gezeigt. Während der japanische Topix ein leichtes Minus verzeichnet habe, habe der Hang Seng in Hongkong deutliche Verluste hinnehmen müssen. In Europa deuteten die vorbörslichen Indikationen auf eine Eröffnung in der Nähe der gestrigen Schlusskurse hin. (14.11.2024/alc/a/a)