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Renten: Rege Aktivitäten am EUR-Primärmarkt halten an
21.10.15 12:18
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Im Rahmen der Genehmigung der Wiederaufstockung von Garantien der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für die HSH Nordbank hat die EU-Kommission festgelegt, dass die Landesbank zu verkaufen oder abzuwickeln sei, so die Analysten der Nord LB.
Für den Verkaufsprozess gewähre die Kommission insgesamt 24 Monate Zeit. Die HSH solle Berichten zufolge dabei durch eine Übertragung eines Teiles ihrer Altlasten unterstützt werden: Insgesamt EUR 6,2 Mrd. an Krediten würden die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein durch eine Holdinggesellschaft zu Marktpreisen übernehmen. Ob dieser Zug vollständig refinanziert erfolge oder die Holding als Abwicklungsanstalt am Kapitalmarkt aktiv werde, sei nach dem Kenntnisstand der Analysten indes noch unklar.
Zum Ende der vergangenen Woche habe der österreichische Nationalrat die rechtliche Grundlage für einen Rückkauf von Heta-Anleihen geschaffen, die durch das Land Kärnten durch eine Ausfallbürgschaft garantiert seien. Eine Zweckgesellschaft werde dabei Investoren ein Angebot zu einem Abschlag machen, bei dessen Annahme Investoren auf die Inanspruchnahme der Ausfallbürgschaft Kärntens verzichten würden. Würden mindestens zwei Drittel der Investoren das Angebot annehmen, werde der daraus resultierende Discount auf sämtliche Investoren von Bonds mit ähnlichem Rechtsstatus angewendet.
Vergangene Woche seien die Reverse Auctions im SSA-Segment gestartet: Die Banque de France habe das Verfahren erstmals für vier Anleihen der EFSF in den Laufzeitbereichen 2017, 2019, 2020 und 2012 durchgeführt, während die De Nederlandsche Bank maximal EUR 50 Mio. in fünf Bonds der BNG mit Laufzeit bis 2017, 2018 und 2019 erworben habe.
Gestern habe die französische Notenbank angekündigt, am Freitag vier weitere EFSF-Bonds durch Reverse Auctions aufzukaufen, wobei längeren Laufzeiten im Fokus seien. So werde für Angebote in den Laufzeiten 2018, 2019, 2021 und 2023 (ISIN EU000A1G0BB2 / WKN A1G0BB; ISIN EU000A1G0BM9 / WKN A1G0BM; ISIN EU000A1G0AB4 / WKN A1G0AB; ISIN EU000A1G0BC0 / WKN A1G0BC) aufgerufen. Bisher würden die Analysten keinen signifikanten Einfluss der ISIN-Ankündigung am Sekundärmarkt beobachten, was nach Erachten der Analysten angesichts des nicht veröffentlichten Zielvolumens der Banque de France bzw. des geringen Zielvolumens in den Niederlanden jedoch nicht überraschend sein dürfte.
Die regen Primärmarktaktivitäten im EUR-Segment würden weiter anhalten: Neben dem Land Thüringen, das am vergangenen Mittwoch EUR 0,5 Mrd. für eine Laufzeit von fünf Jahren zu ms -10bp aufgenommen habe, habe die Unédic einen staatsgarantierten Bond im Volumen von EUR 1,25 Mrd. platziert. Die Anleihe sei am langen Ende des für die Unédic möglichen Spektrums (12y) bei einem Aufschlag von 20 BP gegenüber der OAT-Kurve emittiert worden.
Gleichzeitig sei die NWB aus dem Primärmarkt gedrängt worden: Die Niederländer hätten einen Tap ihrer 15-jährigen EUR-Benchmark zu ms +9 BP angekündigt - jedoch habe die BNG parallel eine EUR-Benchmark bei gleicher Laufzeit zu ms +15 BP emittiert. Aufgrund zu geringer Nachfrage habe die NWB daraufhin den Deal zurückgezogen. Mit der SNCF Réseau sei in der vergangenen Woche ein relativ seltener Name mit einer für den Emittenten ungewöhnlichen Laufzeit aktiv gewesen: EUR 0,5 Mrd. seien für drei Jahre zu ms -3 BP (OAT +19 BP) aufgenommen worden, wobei die Wahl des Laufzeitsegments nach Erachten der Analysten eine Notenbankfokussierung auf der Investorenseite impliziere.
In dieser Woche habe die NWB nach der erfolglosen Vorwoche eine siebenjährige EUR-Benchmark im Volumen von EUR 2,0 Mrd. zu ms flat emittiert, womit die niederländische Agency die höchste Neuemissionsprämie im SSA-Segment seit einem Monat geboten habe. Parallel dazu habe die CEB EUR 0,5 Mrd. für sieben Jahre zu ms -17bp eingeworben, während die KfW einen Green Bond mit einer Laufzeit von fünf Jahren im Volumen von EUR 1,5 Mrd. emittiert habe. Weiterhin in der Pipeline befinde sich ein Green Bond der NRW.Bank.
Zudem habe die kanadische Provinz Quebec Banken für eine EUR-Benchmark mandatiert, die nach dem zurückgezogenen Deal von Ontario als Test für den Marktzugang im EUR-Segment dienen werde. Ebenfalls interessant dürfte die Emission einer sechsjährigen Anleihe des Saarlandes im Volumen von EUR 250 Mio. werden: Erstmals seit 2010 werde ein Bond des Saarlandes wieder über ein Rating verfügen (Fitch: AAA). Das Land NRW vermarkte ferner einen fünfjährigen Floater mit einem Volumen von EUR 0,5 Mrd.
Im Ländersegment habe sich das Sentiment deutlich verbessert. Laufzeitübergreifend hätten die Analysten Käufe bei Bundesländern gesehen. Shorteindeckungen seien mittlerweile mangels Offerten schwierig. Stücke würden lediglich auf der vollen Briefseite offeriert. Bei den kanadischen Regionen gebe es nach wie vor einen Angebotsüberhang bei nur vereinzelten Geldkursen. Dementsprechend hätten sich in diesem Marktsegment die Spreads weiter ausgeweitet. (21.10.2015/alc/a/a)
Für den Verkaufsprozess gewähre die Kommission insgesamt 24 Monate Zeit. Die HSH solle Berichten zufolge dabei durch eine Übertragung eines Teiles ihrer Altlasten unterstützt werden: Insgesamt EUR 6,2 Mrd. an Krediten würden die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein durch eine Holdinggesellschaft zu Marktpreisen übernehmen. Ob dieser Zug vollständig refinanziert erfolge oder die Holding als Abwicklungsanstalt am Kapitalmarkt aktiv werde, sei nach dem Kenntnisstand der Analysten indes noch unklar.
Zum Ende der vergangenen Woche habe der österreichische Nationalrat die rechtliche Grundlage für einen Rückkauf von Heta-Anleihen geschaffen, die durch das Land Kärnten durch eine Ausfallbürgschaft garantiert seien. Eine Zweckgesellschaft werde dabei Investoren ein Angebot zu einem Abschlag machen, bei dessen Annahme Investoren auf die Inanspruchnahme der Ausfallbürgschaft Kärntens verzichten würden. Würden mindestens zwei Drittel der Investoren das Angebot annehmen, werde der daraus resultierende Discount auf sämtliche Investoren von Bonds mit ähnlichem Rechtsstatus angewendet.
Vergangene Woche seien die Reverse Auctions im SSA-Segment gestartet: Die Banque de France habe das Verfahren erstmals für vier Anleihen der EFSF in den Laufzeitbereichen 2017, 2019, 2020 und 2012 durchgeführt, während die De Nederlandsche Bank maximal EUR 50 Mio. in fünf Bonds der BNG mit Laufzeit bis 2017, 2018 und 2019 erworben habe.
Die regen Primärmarktaktivitäten im EUR-Segment würden weiter anhalten: Neben dem Land Thüringen, das am vergangenen Mittwoch EUR 0,5 Mrd. für eine Laufzeit von fünf Jahren zu ms -10bp aufgenommen habe, habe die Unédic einen staatsgarantierten Bond im Volumen von EUR 1,25 Mrd. platziert. Die Anleihe sei am langen Ende des für die Unédic möglichen Spektrums (12y) bei einem Aufschlag von 20 BP gegenüber der OAT-Kurve emittiert worden.
Gleichzeitig sei die NWB aus dem Primärmarkt gedrängt worden: Die Niederländer hätten einen Tap ihrer 15-jährigen EUR-Benchmark zu ms +9 BP angekündigt - jedoch habe die BNG parallel eine EUR-Benchmark bei gleicher Laufzeit zu ms +15 BP emittiert. Aufgrund zu geringer Nachfrage habe die NWB daraufhin den Deal zurückgezogen. Mit der SNCF Réseau sei in der vergangenen Woche ein relativ seltener Name mit einer für den Emittenten ungewöhnlichen Laufzeit aktiv gewesen: EUR 0,5 Mrd. seien für drei Jahre zu ms -3 BP (OAT +19 BP) aufgenommen worden, wobei die Wahl des Laufzeitsegments nach Erachten der Analysten eine Notenbankfokussierung auf der Investorenseite impliziere.
In dieser Woche habe die NWB nach der erfolglosen Vorwoche eine siebenjährige EUR-Benchmark im Volumen von EUR 2,0 Mrd. zu ms flat emittiert, womit die niederländische Agency die höchste Neuemissionsprämie im SSA-Segment seit einem Monat geboten habe. Parallel dazu habe die CEB EUR 0,5 Mrd. für sieben Jahre zu ms -17bp eingeworben, während die KfW einen Green Bond mit einer Laufzeit von fünf Jahren im Volumen von EUR 1,5 Mrd. emittiert habe. Weiterhin in der Pipeline befinde sich ein Green Bond der NRW.Bank.
Zudem habe die kanadische Provinz Quebec Banken für eine EUR-Benchmark mandatiert, die nach dem zurückgezogenen Deal von Ontario als Test für den Marktzugang im EUR-Segment dienen werde. Ebenfalls interessant dürfte die Emission einer sechsjährigen Anleihe des Saarlandes im Volumen von EUR 250 Mio. werden: Erstmals seit 2010 werde ein Bond des Saarlandes wieder über ein Rating verfügen (Fitch: AAA). Das Land NRW vermarkte ferner einen fünfjährigen Floater mit einem Volumen von EUR 0,5 Mrd.
Im Ländersegment habe sich das Sentiment deutlich verbessert. Laufzeitübergreifend hätten die Analysten Käufe bei Bundesländern gesehen. Shorteindeckungen seien mittlerweile mangels Offerten schwierig. Stücke würden lediglich auf der vollen Briefseite offeriert. Bei den kanadischen Regionen gebe es nach wie vor einen Angebotsüberhang bei nur vereinzelten Geldkursen. Dementsprechend hätten sich in diesem Marktsegment die Spreads weiter ausgeweitet. (21.10.2015/alc/a/a)
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