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Rufen die Höhenflüge von Tesla und Bitcoin die FED auf den Plan?
15.01.21 11:23
LYNX Broker
Berlin (www.anleihencheck.de) - Die US-Zentralbank hat drei große Ziele: Die Beschäftigung maximieren, Preisstabilität und Finanzstabilität, so die Experten von LYNX Broker.
Besonders Letzteres scheine jedoch mittlerweile dem einen oder anderen Verantwortlichen Kopfzerbrechen zu bereiten. Auslöser hierfür könnten die exorbitanten Kurssteigerungen der Tesla-Aktie und des Bitcoin in den letzten Wochen sein, denen realistisch betrachtet kein entsprechender Wert gegenüberstehe. Auch auf einer Checkliste der Bank of America würden immer mehr Signale, die historisch gesehen einem Bärenmarkt vorangehen würden, ein Häkchen erhalten.
"Bei der FED würde man vermutlich niemals zugeben, dass man sich Sorgen über die Höhenflüge von Tesla und Bitcoin macht, schon allein, weil man den immer wieder geäußerten Befürchtungen, dass wir uns in einer großen Blase befinden, kein weiteres Futter geben möchte. Aber natürlich wird man diese Entwicklungen ganz genau im Auge behalten und sich bereits jetzt auf den Fall der Fälle vorbereiten", meine Sascha Sadowski, Marktexperte beim Online-Broker LYNX. "Anders lässt es sich schwer erklären, warum FED-Offizielle gerade jetzt mitten in der Rezession darüber sprechen, das Programm zum Kauf von Vermögenswerten zu reduzieren - obwohl der US-Arbeitsmarkt allein im Dezember 140.000 Jobs verloren hat und die Inflation mit 1,4 Prozent weit entfernt vom Zwei-Prozent-Ziel liegt."
Für den Experten sei klar, dass die FED mittlerweile mit Hochdruck an einem Ausstiegsprogramm für die ultralockere Geldpolitik arbeite. Überraschend hingegen finde er den Zeitpunkt, zu dem eine Reduzierung des Ankaufsprogramms überhaupt ins Spiel gebracht werde. "Ich glaube nicht, dass die FED bereits in diesem Jahr Ernst macht und das Ankaufprogramm einstampft. Aber dass vier regionale FED-Oberhäupter überhaupt einen solchen Schritt in absehbarer Zeit in Erwägung ziehen ist ein klares Zeichen dafür, dass man sich Sorgen über eine mögliche Blasenbildung macht."
Ein weiterer Faktor seien 10-jährige US-Schatzpapiere. Diese seien in der vergangenen Woche um mehr als 20 Basispunkte erst auf 1,12 Prozent gestiegen, dann sogar auf 1,15 Prozent, bevor sie wieder nachgegeben hätten. "Sollte die 10-jährigen US-Staatsanleihen ihren Stand von vor der Pandemie bei 1,32 erreichen, könnte das ein interessanter Test für die Aktienmärkte sein, denn dann liegt man nicht mehr allzu weit von der Dividendenrendite im S&P 500 entfernt. Unter Anleihenhändlern herrscht aktuell noch die Überzeugung, dass die FED einschreiten würde, wenn das der Fall sein sollte. Diese Hoffnung scheint angesichts der letzten Statements allerdings etwas verfrüht, auch wenn immer wieder betont wurde, dass eine Reduzierung des Programms von der Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Erholung abhängen würde."
In diesem Faktor sehe Sadowski auch den Knackpunkt, von dem abhänge, ob man eher früher, gegen Ende dieses Jahres, oder eher später mit einem Kurswechsel bei der FED rechnen sollte. "Es sind so viele Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, wann und mit welchem Tempo sich die Wirtschaft erholt. Da wären zum einen die Unberechenbarkeit des Virus und der Erfolg der Impfkampagne. Dann kommt es auch auf die Erholung der Weltwirtschaft an und natürlich darauf, welche Stimuli in welcher Höhe die US-Regierung auf den Weg bringt. Trotzdem: Sogar die Andeutung eines Kurswechsels der FED könnte die derzeitige Rallye an den Aktienmärkten ins Wanken bringen." (15.01.2021/alc/a/a)
Besonders Letzteres scheine jedoch mittlerweile dem einen oder anderen Verantwortlichen Kopfzerbrechen zu bereiten. Auslöser hierfür könnten die exorbitanten Kurssteigerungen der Tesla-Aktie und des Bitcoin in den letzten Wochen sein, denen realistisch betrachtet kein entsprechender Wert gegenüberstehe. Auch auf einer Checkliste der Bank of America würden immer mehr Signale, die historisch gesehen einem Bärenmarkt vorangehen würden, ein Häkchen erhalten.
Für den Experten sei klar, dass die FED mittlerweile mit Hochdruck an einem Ausstiegsprogramm für die ultralockere Geldpolitik arbeite. Überraschend hingegen finde er den Zeitpunkt, zu dem eine Reduzierung des Ankaufsprogramms überhaupt ins Spiel gebracht werde. "Ich glaube nicht, dass die FED bereits in diesem Jahr Ernst macht und das Ankaufprogramm einstampft. Aber dass vier regionale FED-Oberhäupter überhaupt einen solchen Schritt in absehbarer Zeit in Erwägung ziehen ist ein klares Zeichen dafür, dass man sich Sorgen über eine mögliche Blasenbildung macht."
Ein weiterer Faktor seien 10-jährige US-Schatzpapiere. Diese seien in der vergangenen Woche um mehr als 20 Basispunkte erst auf 1,12 Prozent gestiegen, dann sogar auf 1,15 Prozent, bevor sie wieder nachgegeben hätten. "Sollte die 10-jährigen US-Staatsanleihen ihren Stand von vor der Pandemie bei 1,32 erreichen, könnte das ein interessanter Test für die Aktienmärkte sein, denn dann liegt man nicht mehr allzu weit von der Dividendenrendite im S&P 500 entfernt. Unter Anleihenhändlern herrscht aktuell noch die Überzeugung, dass die FED einschreiten würde, wenn das der Fall sein sollte. Diese Hoffnung scheint angesichts der letzten Statements allerdings etwas verfrüht, auch wenn immer wieder betont wurde, dass eine Reduzierung des Programms von der Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Erholung abhängen würde."
In diesem Faktor sehe Sadowski auch den Knackpunkt, von dem abhänge, ob man eher früher, gegen Ende dieses Jahres, oder eher später mit einem Kurswechsel bei der FED rechnen sollte. "Es sind so viele Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, wann und mit welchem Tempo sich die Wirtschaft erholt. Da wären zum einen die Unberechenbarkeit des Virus und der Erfolg der Impfkampagne. Dann kommt es auch auf die Erholung der Weltwirtschaft an und natürlich darauf, welche Stimuli in welcher Höhe die US-Regierung auf den Weg bringt. Trotzdem: Sogar die Andeutung eines Kurswechsels der FED könnte die derzeitige Rallye an den Aktienmärkten ins Wanken bringen." (15.01.2021/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 77.350,3 | 74.905,25 | 2.445,05 | +3,26% | 17.04./22:50 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XC000A2YY636 | A2YY63 | 126.258 | 60.141 | |
Werte im Artikel



