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US-Erwerbsquote: Schlüssel zur Zinspolitik der FED


03.02.17 12:03
IKB Deutsche Industriebank

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Zu Beginn der letzten Zinserhöhungsphasen der FED 2004/2006 lag die US-Arbeitslosenquote bei über 5%, und die FED reagierte seinerzeit zügig mit Zinsschritten, so die Analysten der IKB Deutsche Industriebank AG.

Damals sei die Erwerbsquote allerdings relativ hoch gewesen, und es habe Vollbeschäftigung in den USA geherrscht, was eine geldpolitische Verschärfung sinnvoll gemacht habe. Aktuell liege die Erwerbsquote auf dem niedrigsten Niveau seit Ende der 70er Jahre. Deshalb sei momentan trotz einer Arbeitslosenquote von 4,7% nicht von Vollbeschäftigung in den USA auszugehen, zumal die Erwerbsquote - anders als bei Vollbeschäftigung - auf steigende Löhne reagiere. Dies dämpfe den inflationären Druck und die Ausweitung des US-Leistungsbilanzdefizits in Folge einer erfolgreichen konjunkturellen Stimulierung. Dennoch sei die FED gefordert, ihre Normalisierungspolitik stetig voranzutreiben, vor allem, wenn sie weiterhin eher moderate Zinserhöhungen vornehmen möchte. Die IKB erwarte in diesem Jahr weiterhin zwei Zinsanhebungen der FED um jeweils 25 Basispunkte. (03.02.2017/alc/a/a)