Aktien Europa

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eröffnet am: 26.01.26 19:22 von: Highländer49 Anzahl Beiträge: 86
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10.03.26 14:16 #51 Aktien Europa
Nach den Abgaben zu Wochenbeginn haben die europäischen Börsen am Dienstag zu einer Erholung angesetzt. Sie reagierten damit auf Entspannungssignale im Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump hatte ein schnelles Ende des Kriegs in Aussicht gestellt. Daraufhin hatte der Ölpreis merklich nachgegeben.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 zog am späten Vormittag um 2,6 Prozent auf 5.834,29 Punkte an. Außerhalb der Eurozone stieg der britische Leitindex FTSE 100 um 1,67 Prozent auf 10.420,80 Punkte. Der Schweizer SMI lag 1,12 Prozent höher bei 13.145,37 Zählern.

Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets führte die Gewinne auf Short-Eindeckungen und selektive Käufe zurück. Von einer Wende könne aber noch keine Rede sein. "Es bleibt Vorsicht geboten, da sich die Nachrichtenlage im Nahen Osten jederzeit wieder ändern kann", so Lipkow.

Die Erholung erstreckte sich über fast alle Sektoren. Lediglich Ölwerte gaben wegen des sinkenden Ölpreises nach. Auch die defensive Nahrungsmittelbranche kam nicht mit. Hier standen Lindt & Sprüngli unter Druck. Der Premiumschokoladen-Hersteller hatte im vergangenen Jahr dank saftiger Preisaufschlägen zwar mehr Gewinn gemacht. Aufgrund geopolitischer Unsicherheiten schaut der Konzern allerdings vorsichtig auf das laufende Jahr. Die Aktie fiel um 7,5 Prozent.

Gefragt waren dagegen Bankaktien. Sie waren wegen Konjunktursorgen durch die Ölpreisentwicklung unter Druck gekommen. Auch Tourismus- und Rohstofftitel, die ebenfalls Federn gelassen hatten, erholten sich nun deutlich. Zu den Profiteuren gehörte auch der konjunktursensible Luxussektor. Aktien wie LVMH , Kering (Kering Aktie) und Richemont gewannen zwischen 2,5 und über drei Prozent.
Der Pharmasektor, der ebenfalls zulegte, wurde dagegen von dem Schwergewicht Novartis gebremst. Der vermeintliche Verlust von 1,8 Prozent beruht allerdings darauf, dass die Aktie ex-Dividende gehandelt wurde. Der Schweizer Pharmakonzern schüttet 3,70 Franken je Aktie aus.

Quelle: dpa-AFX  
10.03.26 19:32 #52 Aktien Europa
Nach den Abgaben zu Wochenbeginn haben sich die europäischen Börsen am Dienstag erholt. Sie reagierten damit auf Entspannungssignale im Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump hatte ein schnelles Ende des Kriegs in Aussicht gestellt. Daraufhin hatte der Ölpreis merklich nachgegeben.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog um 2,67 Prozent auf 5.837,17 Punkte an. Außerhalb der Eurozone stieg der britische Leitindex FTSE 100 um 1,59 Prozent auf 10.412,24 Punkte. Der Schweizer SMI lag 0,50 Prozent höher bei 13.065,19 Zählern.

Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets führte die Gewinne auf selektive Käufe und auf Short-Eindeckungen zurück. Bei letzteren schlossen Anleger, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt hatten, nun ihre Positionen, um Verluste zu begrenzen. Von einer Wende könne aber noch keine Rede sein. "Es bleibt Vorsicht geboten, da sich die Nachrichtenlage im Nahen Osten jederzeit wieder ändern kann", schrieb Lipkow.

Die Erholung erstreckte sich über fast alle Sektoren. Lediglich die defensive Nahrungsmittelbranche kam nicht mit. Hier standen Lindt & Sprüngli unter Druck. Der Premiumschokoladen-Hersteller hatte im vergangenen Jahr dank saftiger Preisaufschlägen zwar mehr Gewinn gemacht. Wegen geopolitischer Unsicherheiten schaut der Konzern allerdings vorsichtig auf das laufende Jahr. Die Aktien sackten um rund zehn Prozent ab.

Gefragt waren dagegen unter anderem Bankaktien . Sie waren wegen Konjunktursorgen durch die Ölpreisentwicklung unter Druck gekommen. Auch Tourismus- und Rohstofftitel , die ebenfalls Federn gelassen hatten, erholten sich jetzt deutlich. Zu den Profiteuren gehörte ebenfalls der konjunktursensible Luxussektor. Kering (Kering Aktie) und Richemont gewannen jeweils mehr als drei Prozent.
An der EuroStoxx-Spitze schnellten die Anteilsscheine von Prosus um 9,6 Prozent in die Höhe: Zuvor waren in Hongkong die Aktien der Beteiligung Tencent um gut sieben Prozent gestiegen, nachdem das chinesische Internetunternehmen ein neues KI-Tool auf den Markt gebracht hatte, das zur Automatisierung von Arbeitsabläufen beitragen kann.

Quelle: dpa-AFX  
11.03.26 13:57 #53 Aktien Europa
Die europäischen Börsen haben am Mittwoch nach der Erholung am Vortag wieder geschwächelt. "Die Situation im Nahen Osten führt über die Energiepreise zu massiven Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft", warnte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Das größte Problem ist und bleibt weiterhin die Unsicherheit, und dadurch verpuffen Hilfsmaßnahmen wie eine potenzielle Auflösung von Ölreserven der Länder schnell."
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank am späten Vormittag um 0,56 Prozent auf 5.804,72 Punkte. Außerhalb der Eurozone gab der britische Leitindex FTSE 100 um 0,82 Prozent auf 10.327,11 Punkte nach. Der Schweizer SMI büßte 0,67 Prozent auf 12.977,46 Zähler ein.

Die Skepsis des Marktes spiegelte sich nicht zuletzt in den Gewinnen der Ölwerte wider. Die Ölpreise haben wegen der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Straße von Hormus am Persischen Golf nun wieder zugelegt. Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, war damit vorerst zu Ende.

Vergleichsweise gut hielten sich auch Einzelhandelstitel. Gewinne des Schwergewichts Inditex (Inditex Aktie) stabilisierten den Sektor. Der spanische Textilhändler hatte im vergangenen Geschäftsjahr 2025/26 etwas mehr verdient als gedacht. Die Analysten der Deutschen Bank verwiesen zudem darauf, dass sich das laufende Geschäft im Februar und Anfang März besser als erwartet entwickelt habe. Die Aktie sei günstig bewertet und biete derzeit eine interessante Einstiegsgelegenheit. Inditex stiegen um knapp zwei Prozent.

Auf der Verliererseite standen dagegen diejenigen Sektoren, die unter dem Ölpreisanstieg und dessen Folgen am stärksten leiden. "Am einfachsten lässt sich dies derzeit bei den Fluggesellschaften erkennen, die unter erheblich gestiegenen Kerosinpreisen leiden", so Lipkow. "Diese Kausalität zieht sich durch weitere Sektoren, von der Logistik bis hin zur Chemiebranche." Deutlich im Minus standen auch die zinssensiblen Immobilienwerten, die unter den Inflationssorgen und den damit verbunden Zinsängsten litten.

Quelle: dpa-AFX  
11.03.26 20:28 #54 Aktien Europa
Nach der Vortageserholung haben die europäischen Börsen am Mittwoch unter dem Eindruck des Iran-Krieges wieder nachgegeben. "Die Situation im Nahen Osten führt über die Energiepreise zu massiven Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft", warnte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets. "Das größte Problem ist und bleibt weiterhin die Unsicherheit." Dadurch verpufften Hilfsmaßnahmen wie die Auflösung von Ölreserven der Länder schnell.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,73 Prozent auf 5.794,68 Punkte. Außerhalb der Eurozone gab der britische Leitindex FTSE 100 ("Footsie") um 0,56 Prozent auf 10.353,77 Punkte nach. Der Schweizer SMI büßte 0,82 Prozent auf 12.958,59 Zähler ein.

Die Skepsis des Marktes spiegelte sich nicht zuletzt in den Gewinnen der Ölwerte wider. Die Ölpreise legten wegen der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Straße von Hormus am Persischen Golf wieder zu. Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, endete damit vorerst.

Vergleichsweise gut hielten sich auch Einzelhandelstitel . Gewinne des Schwergewichts Inditex (Inditex Aktie) in Höhe von rund einem halben Prozent stabilisierten den Sektor. Der spanische Textilhändler hatte im vergangenen Geschäftsjahr 2025/26 etwas mehr verdient als gedacht. Die Analysten der Deutschen Bank verwiesen zudem darauf, dass sich das laufende Geschäft im Februar und Anfang März besser als erwartet entwickelt habe. Die Aktien seien günstig bewertet und böten derzeit eine interessante Einstiegsgelegenheit.

In London sackten die Papiere von Legal & General als Schlusslicht im "Footsie" um fast sieben Prozent ab. Die sogenannte Solvabilitätsquote des Versicherers und Vermögensverwalters, ein Indikator für die Finanzkraft, fiel geringer aus als erwartet.

Quelle: dpa-AFX  
12.03.26 19:35 #55 Aktien Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag ihre jüngsten Verluste ausgeweitet und damit auf den erneut gestiegenen Ölpreis reagiert. Anleger scheuten insofern weiter Risiken. Die Nachrichtenlage mahnte einmal mehr zur Vorsicht, denn zum einen wurden in irakischem Gewässer zwei Öltanker angegriffen, und zum anderen verunsicherten Aussagen von Irans neuem Religionsführer und Staatsoberhaupt. Modschtaba Chamenei forderte Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel. Auch müsse "weiterhin der Hebel der Blockierung der Straße von Hormus genutzt werden". Sie ist ein Nadelöhr der globalen Energieversorgung.
Vor diesem Hintergrund kostete ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent zuletzt wieder knapp unter 100 US-Dollar. Dies schürte Inflationssorgen, und aktuell ist wegen der Preisrisiken ungewiss, ob die US-Notenbank Fed überhaupt - wie eigentlich von den Anlegern erhofft - in diesem Jahr die Leitzinsen senken kann.

Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,79 Prozent auf 5.748,89 Punkte. Außerhalb der Eurozone gab der britische Leitindex FTSE 100 um 0,47 Prozent auf 10.305,15 Punkte nach. Der Schweizer SMI büßte 0,90 Prozent auf 12.842,16 Zähler ein.

Europaweit schwächster Sektor waren die Bankaktien . Sie reagierten damit auf die sich eintrübenden Konjunkturaussichten. "Am Markt wird zusehends das Risiko eingepreist, dass die Hoffnung auf kurzfristige Preisspitzen trügt und sich hohe Ölpreisnotierungen verfestigen, was ernsthafte Flurschäden für die Weltwirtschaft verursachen könnte", schrieb Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets, verwies zudem auf die "hohen Mittelabflüsse im Private-Equity-Sektor", was zu Liquiditätsengpässen führe.

Unter dem Ölpreisanstieg, der Kerosin verteuert, litten insbesondere Aktien der Fluggesellschaften. So fielen Air France-KLM um 2,3 Prozent. In London büßten Easyjet 4,2 Prozent ein.
Gegenläufige Signale bestimmten unterdessen den Versicherungssektor . Während Generali um 1,5 Prozent zulegten, verloren Swiss Life 2,6 Prozent. Bei den Italienern lobten die Analysten der US-Bank JPMorgan die Aussagen zu den Ausschüttungen an die Aktionäre. Der Dividendenvorschlag der Schweizer dagegen wurde mit Enttäuschung aufgenommen. Zudem begründeten Händler die Verluste mit der hohen Bewertung der Papiere.

Es gab aber auch Gewinner der Entwicklung in der Golf-Region. So waren Rüstungswerte gefragt. Ein überzeugender Ausblick des italienischen Branchenunternehmens Leonardo lieferte einen zusätzlichen Impuls. Die Aktien zogen um fast sechs Prozent an.

Quelle: dpa-AFX  
13.03.26 13:18 #56 Aktien Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag von deutlichen Abgaben zu Handelsbeginn erholt. Die anhaltend hohen Ölpreise schüren am Markt aber weiter Konjunktur- und Inflationssorgen. Die Schwankungen im Tagesverlauf zeugen davon, dass vor dem Wochenende eine gewisse Nervosität herrscht vor dem, was die kommenden Tage im Iran-Krieg mit sich bringen könnte.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 konnte seine bis zu 1,4 Prozent großen Verluste deutlich reduzieren und notierte gegen Mittag sogar leicht um 0,1 Prozent im Plus bei 5.752 Punkten. Außerhalb der Eurozone gewann der britische Leitindex FTSE 100 ebenfalls 0,1 Prozent auf 10.310 Punkte. Der Schweizer SMI legte 0,3 Prozent auf 12.878 Zähler zu.

"Die Märkte preisen das Risiko eines länger andauernden Konflikts ein, der Europa und Asien stärker treffen würde als die USA", so Rhynhardt Roodt von Ninety One Plc. "Bei einem Ölpreis von über 100 Dollar (Dollarkurs) sind die Inflationserwartungen wahrscheinlich zu niedrig."

Zuletzt stand der Ölpreis für Nordsee-Öl der Sorte Brent wieder knapp unter der 100-Dollar-Marke. Den Anstoß dazu gab wohl, dass die US-Regierung dem Anstieg entgegenwirken will mit der temporären Erlaubnis, dass Länder wieder russisches Öl (Rohöl) kaufen dürfen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Derweil droht der Iran mit weiteren Angriffen auf die Öl- und Gas-Infrastruktur der Region.

Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) warnten indes, die Ölpreise könnten über die Höchststände zu Zeiten der Finanzkrise 2008 klettern, falls die Lieferungen über die Straße von Hormus den März hindurch eingeschränkt blieben.
Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Januar indessen unerwartet und deutlich geschrumpft.

Erneut schwach zeigten sich die Bankaktien angesichts der sich eintrübenden Konjunkturaussichten. Auch Rohstofftitel gaben nach. Zu den Verlierern gehörte zu Wochenschluss auch weiter der Reise- und Luftfahrtsektor angesichts der hohen Ölpreise. So büßten Air France-KLM 2,5 Prozent ein. Ölwerte verzeichneten dagegen erneut Kursgewinne.

Unter den Einzelwerten haben Übernahmespekulationen die Aktie BE Semiconductor um zuletzt sieben Prozent nach oben getrieben. Der Ausrüster für die Chipindustrie habe das Interesse mehrerer US-Konzerne auf sich gezogen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.
Die Aktie von Telefonica stieg um 1,2 Prozent. Der spanische Telekom-Konzern habe Pläne für eine Übernahme von 1&1 offenbar auf Eis gelegt, zumindest bis die Probleme mit dem Netzausbau behoben werden, kommentierte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel unter Bezug auf einen Bericht des spanischen Onlinemediums "Okdiario".

Quelle: dpa-AFX  
13.03.26 19:19 #57 Aktien Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag unter der Intensivierung des Iran-Kriegs gelitten. Die damit einhergehenden, anhaltend hohen Ölpreise schürten am Markt weiter Konjunktur- und Inflationssorgen. Die Schwankungen im Tagesverlauf am Rohölmarkt und auch an den Börsen zeugten davon, dass vor dem Wochenende eine gewisse Nervosität herrschte vor dem, was die kommenden Tage im Iran-Krieg mit sich bringen könnten.
Der EuroStoxx 50 schloss 0,56 Prozent im Minus mit 5.716,61 Punkten. Der Eurozone-Leitindex hatte zwischen Gewinnen und Verlusten geschwankt. Mit den schwächelnden US-Börsen aber überwog auch diesseits des Atlantiks wieder die Skepsis. Auf Wochensicht ergibt sich damit nach den starken Verlusten in der Vorwoche nun ein Mini-Minus.

Außerhalb der Eurozone fiel der britische Leitindex FTSE 100 am Freitag um 0,43 Prozent auf 10.261,15 Punkte. Der Schweizer SMI gab geringfügig nach auf 12.839,27 Zähler.

Ungeachtet der Sorgen um die Blockade der Straße von Hormus sehen sich die USA im Iran-Krieg weiter auf dem Weg zum Erfolg. Die US-Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am 13. Tag des Krieges. Inzwischen sei auch die militärische Infrastruktur der Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend zerstört.

Experten wie Portfoliomanager Rhynhardt Roodt von Ninety One blieben gleichwohl skeptisch: "Die Märkte preisen das Risiko eines länger andauernden Konflikts ein, der Europa und Asien stärker treffen würde als die USA." Bei einem Ölpreis von dauerhaft über 100 US-Dollar seien die Inflationserwartungen wahrscheinlich zu niedrig. Fachleute der US-Investmentbank Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) warnten, die Ölpreise könnten über die Höchststände zu Zeiten der Finanzkrise 2008 klettern, falls die Lieferungen über die Straße von Hormus den März hindurch eingeschränkt blieben.
Erneut schwach zeigten sich europaweit die besonders konjunktursensiblen Branchen. Besonders stark unter Druck gerieten Rohstofftitel . Angesichts der hohen Ölpreise, die Kerosin verteuern, wurde auch der Reise- und Luftfahrtsektor einmal mehr gemieden. So büßten Air France-KLM mehr als drei Prozent ein. Ölwerte dagegen verzeichneten erneut Kursgewinne.

Unter den Einzelwerten trieben Übernahmespekulationen die Aktien von BE Semiconductor um 5,6 Prozent nach oben. Der Ausrüster für die Chipindustrie habe das Interesse mehrerer US-Konzerne auf sich gezogen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

LVMH büßten im EuroStoxx 4,3 Prozent auf knapp 474 Euro ein. Die US-Bank Morgan Stanley hatte ihr Kursziel für den Luxusgüterkonzern mit Verweis unter anderem auf den Krieg in Nahost von 635 auf 565 Euro gesenkt.
Die Anteilsscheine von Telefonica stiegen um gut ein Prozent. Der spanische Telekom-Konzern habe Pläne für eine Übernahme von 1&1 offenbar auf Eis gelegt, zumindest bis die Probleme mit dem Netzausbau behoben werden, kommentierte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel unter Bezug auf einen Bericht des spanischen Onlinemediums "Okdiario". 1&1 sackten in Frankfurt um fast neun Prozent ab.

Quelle: dpa-AFX  
16.03.26 13:10 #58 Aktien Europa
Europas Börsen sind am Montag nach moderaten Anfangsgewinnen mehrheitlich wieder ins Minus gerutscht. Zwar hielten sich die Kursverluste in Grenzen. Dass im amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran und bei den Ölpreisen keine Entspannung in Sicht ist, sorgte aber für anhaltende Konjunktur- und Inflationssorgen.
Der EuroStoxx 50 notierte gegen Mittag 0,14 Prozent tiefer bei 5.709 Punkten. Damit steuert der Leitindex der Eurozone auf den vierten Verlusttag in Folge zu. Ähnlich sieht es beim Schweizer SMI aus, der zuletzt um 0,45 Prozent auf 12.782 Punkte nachgab. Der britische FTSE 100 schaffte derweil ein Plus von 0,20 Prozent auf 10.282 Punkte.

Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an. Sie sprach von einer "großangelegten Angriffswelle", die in den Städten Teheran, Schiras und Tabris die Infrastruktur der Führung ins Visier nehme. Auch iranische Medien meldeten eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran.

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 führte der Subindex der Öl- und Gaskonzerne dank weiter steigender Ölpreise die kurze Gewinnerliste an. Damit setzte das Branchenbarometer seine Rekordjagd fort.

Vergleichsweise gefragt waren auch Telekommunikationstitel, deren Index weiter auf einem Hoch seit Mitte 2017 notiert. Sie profitierten von ihrem Status als defensiver Sektor, der seine Stärken vor allem in einem schwachen Marktumfeld ausspielt. Die Branche sei aber nicht nur eine Anlage für Krisenzeiten, sondern habe seit Anfang 2024 auch höhere Renditen als der Gesamtmarkt abgeworfen, besonders im laufenden Jahr, betonte Analyst Nick Lyall von der Privatbank Berenberg in einer aktuellen Einschätzung.
Weiter verkauft wurden indes vor allem die export- und konjunktursensiblen Autowerte, deren Index auf ein Tief seit November 2020 abrutschte. Auch bei den Reise- und Freizeitaktien setzte sich der Abwärtstrend fort. "Für die zyklischen Branchen, insbesondere im Chemie-, Luftfahrt- und Autosektor, könnten sich in den kommenden Quartalen massive Bremsspuren in den Bilanzen zeigen", befürchtet Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Unicredit -Titel büßten 1,3 Prozent ein. Sie waren damit so günstig zu haben wie zuletzt im November. Die italienische Bank legte ein offizielles Übernahmeangebot für die Commerzbank (Commerzbank Aktie) vor. Sie ist mit einem direkten Anteil von 26 Prozent bereits größter Aktionär beim Branchenkollegen und kontrolliert nach eigenen Angaben inklusive Finanzinstrumenten insgesamt 29,9 Prozent der Commerzbank-Anteile. Die Offerte beinhaltet einem Preis von 30,80 Euro pro Commerzbank-Anteil, was einem Aufschlag von 4 Prozent zum Freitags-Schlusskurs entspricht. Die Aktien der Commerzbank verteuerten sich um mehr als 6 Prozent.

Quelle: dpa-AFX  
16.03.26 19:01 #59 Aktien Europa
Europas Börsen haben den Handel am Montag nach schwankendem Verlauf im Plus beendet. Im amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran gab es zwar keine Entspannung. Ein Fünkchen Hoffnung brachte aber die Nachricht, dass vereinzelt wieder Schiffe die für den Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus passieren. In der Folge sanken die zuletzt maßgeblichen Ölpreise zumindest ein wenig.
Der EuroStoxx 50 beendete den ersten Handelstag der nun dritten Iran-Kriegswoche 0,39 Prozent höher bei 5.739,01 Punkten. Nach einer Schwäche in den Morgenstunden drehte der Leitindex der Eurozone gegen Mittag ins Plus und ging dann in der oberen Hälfte seiner Tagesspanne aus dem Handel. Damit endete eine Serie von zuletzt drei Verlusttagen. Allerdings fiel die Erholung in Europa weniger deutlich aus als im US-Handel.

Außerhalb der Eurozone ging es für den Schweizer SMI um 0,33 Prozent auf 12.882,20 Punkte nach oben. Der britische FTSE 100 kam mit 10.317,69 Punkten auf ein Plus von 0,55 Prozent.

Zu Beginn der dritten Kriegswoche im Nahen Osten bleibt der Iran Zielscheibe massiver Angriffe von Israel und den USA, ohne dass auf diplomatischer Ebene sichtbar Bewegung in den Konflikt kommt. Laut dem JPMorgan-Analysten Otar Dgebuadze wird aber nun darüber spekuliert, ob der Iran chinesischen und indischen Öl- und Gastankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erlauben könnte.

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 übernahm der Immobiliensektor letztlich die Spitzenposition, weil die zuvor führenden Ölwerte wegen der Ölmarkt-Spekulationen etwas an Zug verloren. Ihr Branchenindex Stoxx Europe 600 Oil & Gas ging aber immer noch mit einem deutlichen Plus von 1,2 Prozent aus dem Handel. Das Branchen-Barometer hatte seine Rekordjagd am Montag fortgesetzt.
Weiter auf den Verkaufslisten standen die export- und konjunktursensiblen Autowerte, deren Index um 1,2 Prozent auf den tiefsten Stand seit November 2020 abrutschte. Besonders deutsche Branchenwerte litten, denn neben dem Zahlungsabwickler Adyen waren Volkswagen , Mercedes-Benz und BMW die größten Verlierer im EuroStoxx.

Unterdessen legte das italienische Institut Unicredit ein offizielles Übernahmeangebot für die Commerzbank (Commerzbank Aktie) vor - mit dem Ziel, die eigene Beteiligung an dem Frankfurter Geldhaus auf mehr als 30 Prozent zu erhöhen. Nach zunächst schwächerem Start am Morgen schafften es die Titel der Italiener mit einem halben Prozent ins Plus, während jene des deutschen Instituts an der Frankfurter Börse um 8,6 Prozent anzogen.

Quelle: dpa-AFX  
17.03.26 13:21 #60 Aktien Europa
Europas Börsen haben sich am Dienstag erneut abwartend verhalten. "Die Anleger fokussieren sich weiter auf die Ereignisse im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus", schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets. "Ein Barrel Öl (Rohöl) notiert wieder über 100 US-Dollar und hält damit die steigenden Inflationserwartungen und Konjunkturängste am Leben", verwies er auf die Notierung der Nordseesorte Brent.
Der EuroStoxx 50 notierte am Mittag 0,1 Prozent höher mit 5.746,84 Punkten. Etwas besser sah es beim Schweizer SMI aus, der zuletzt um 0,5 Prozent auf 12.947,32 Punkte anzog. Der britische FTSE 100 tendierte ähnlich und gewann 0,6 Prozent auf 10.373,71 Punkte.

Die ungewisse Lage zeige sich auch an neuen Daten. "Der überraschend kräftige Rücksetzer des ZEW-Index im März spiegelt die hohe Unsicherheitswahrnehmung, ausgehend vom militärischen Schlagabtausch im Nahen Osten, wider", stellte Volkswirt Marc Schattenberg von Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) Research fest. Der Iran-Krieg hatte zu einem Einbruch der ZEW-Konjunkturerwartungen geführt. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW sank gegenüber dem Vormonat um 58,8 Punkte auf minus 0,5 Punkte.

Gut liefen erneut Versorger und Ölwerte, die vom Anstieg der Energiepreise profitierten. Am Dienstag stiegen die Ölpreise nach einem Rückgang zu Beginn der Woche wieder. Titel wie Eni (ENI Aktie) und Enel (Enel Aktie) waren daher mit Gewinnen von 2,8 und 2,5 Prozent gefragt.

Zu den stärkeren Sektoren gehörten auch die Versicherer. Laut Marktbeobachtern könnten die Rückversicherer bei einer länger anhaltenden Krise höhere Preise für kommerzielle Risiken verlangen. Munich Re (Munich Re Aktie) legten um 1,5 Prozent zu, Swiss Re sogar um 2,1 Prozent. Verkauft wurden dagegen die export- und konjunktursensiblen Luxuswerte. So gaben Kering um 1,4 Prozent und LVMH um 1,6 Prozent nach.

Quelle: dpa-AFX  
17.03.26 19:41 #61 Aktien Europa
Europas Börsen haben sich am Dienstag ins Plus vorgearbeitet und so ihren Erholungskurs bestätigt. Im Fokus standen weiter die hohen Ölpreise, da im Iran-Krieg weiter keine Entspannung abzusehen ist. Am Morgen brauchte der EuroStoxx nach schwachem Start etwas Zeit, um ins Plus zu drehen. Dort konnte sich der Leitindex der Eurozone erst so richtig etablieren, als sich auch an den US-Börsen ein positiver Start abzeichnete.
Der EuroStoxx ging ein halbes Prozent höher bei 5.769,25 Punkten aus dem Handel. Er knüpfte damit an seine Vortagserholung an. Noch etwas besser sah es außerhalb der Eurozone aus, wo der Schweizer SMI um 0,6 Prozent auf 12.962,41 Punkte anzog. Der britische FTSE 100 legte sogar um 0,8 Prozent auf 10.403,60 Punkte zu.

Laut einem Marktbeobachter versuchen Anleger, die aktuellen Spannungen auf der Suche nach einer Einstiegsgelegenheit auszublenden. Der Iran hat seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Persischen Golf nämlich verstärkt. Über den höheren Ölpreis bremst dies die Konjunkturhoffnung und verstärkt zugleich Inflationsgefahren. Anleger schauen deshalb auch gespannt auf anstehende Zinsentscheide großer Notenbanken, die am Mittwoch in den USA beginnen.

Quelle: dpa-AFX  
18.03.26 19:22 #62 Aktien Europa
Europas Börsen sind am Mittwochnachmittag ins Minus abgetaucht. Vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed, der am Abend erwartet wird, erhöhte ein Angriff Israels auf iranische Gasanlagen wieder die Unsicherheit. Der Iran droht, Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar zu attackieren.
Lag der EuroStoxx 50 am Vormittag noch mit bis zu einem Prozent im Plus, schloss der Eurozonen-Leitindex 0,56 Prozent tiefer bei 5.736,85 Punkten. Außerhalb der Eurozone war der britische FTSE 100 auch mit 0,94 Prozent ins Minus gedreht auf 10.305,29 Punkte. Der Schweizer SMI stand schon viel früher unter Druck wegen der Verluste einiger Schwergewichte. Am Ende war sein Abschlag mit 12.765,48 Punkten 1,52 Prozent groß.

Mit den Nachrichten aus Nahost kam die Sorge auf, dass das weltgrößte, von Katar und dem Iran getrennt ausgebeutete Gasfeld in den Strudel des Kriegs geraten könnte. Wegen des weiteren Eskalationspotenzials zogen Gas- und Ölpreise wieder an. Bemühungen, den Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf abseits der Straße von Hormus zu organisieren, verloren an Bedeutung.

Die Aufmerksamkeit gilt jetzt der US-Notenbank Fed, von der am Abend kein Zinsschritt erwartet wird. Im Rampenlicht stehen dürften vor allem Aussagen der US-Notenbank im Hinblick auf den weiteren Zinsverlauf. Experte Frantisek Taborsky von der ING Bank sieht ein hohes Risiko, dass im Zinsausblick eine nächste Zinssenkung erst 2027 signalisiert werden könnte.

In der Breite gab es vor dem Fed-Entscheid Gewinne im Bankensektor, der während des Iran-Krieges lange besonders stark unter Druck gestanden hatte wegen Konjunktursorgen. Nun setzten diese Titel ihren jüngsten Erholungsversuch aber fort: Titel von BNP Paribas (BNP Paribas Aktie) waren Spitzenreiter im EuroStoxx mit 1,7 Prozent Plus. Auch ING und BBVA legten mehr als ein Prozent zu.
Ölwerte wie etwa Totalenergies waren noch eine positive Ausnahme - getrieben davon, dass der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent wieder über 108 Dollar (Dollarkurs) hochschnellte. Am Ende des Feldes lagen vermehrt defensive Sektoren, darunter die Konsumgüter-, Telekom-, Gesundheits- und Nahrungsmittelbranchen.

Im Technologiesektor drehte sich das Bild. Der koreanische Samsung -Konzern hatte sich zwar optimistisch zu den Halbleiter-Aussichten geäußert, doch mit dem Gesamtmarkt kam auch in diesem Sektor Druck auf. Die am Morgen noch begehrten ASML -Aktien schlossen mit 0,2 Prozent im Minus.

Die Tech-Sektorschwäche lag auch daran, dass die Prosus -Aktien mit mehr als sieben Prozent ins Minus sackten. Belastet wurden sie von Nachrichten der Kernbeteiligung Tencent , die eine Verdopplung der Investitionen rund um Künstliche Intelligenz (KI) ankündigte. Anleger hinterfragen neuerdings immer häufiger, ob sich massive KI-Investitionen lohnen. Belastend wirkte auch, dass die Mittel dafür auch aus einer Reduzierung der Aktienrückkäufe kommen sollen.
Sechsprozentige Kursverluste gab es für den Schweizer Hardware-Hersteller Logitech , für dessen Aktien die UBS ihre Kaufempfehlung aufgegeben hatte. Die Schweizer Großbank geht bei dem Unternehmen nur noch von einem geringen Aufwärtspotenzial aus. Analyst Jörn Iffert berichtete von Anzeichen einer Sättigung an den Gaming-Märkten.

In Großbritannien sorgte Diploma mit einem Kurssprung um 18 Prozent für positive Schlagzeilen. Die Titel des Unternehmens, das auf technische Produkte und Dienstleistungen spezialisiert ist, profitierten von einer angehobenen Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Quelle: dpa-AFX  
19.03.26 12:35 #63 Aktien Europa
Europas Börsen haben am Donnerstag deutlich verloren. Die Ausweitung des Irankrieges auf die Infrastruktur anderer Länder in der Golfregion hat Sorgen vor den wirtschaftlichen Auswirkungen verstärkt, nachdem in Katar für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden waren.
Der EuroStoxx 50 verlor am Mittag rund zwei Prozent auf 5.618,48 Punkte. Der Schweizer SMI gab um 1,68 Prozent auf 12.550,54 Punkte nach, während der britische FTSE 100 zwei Prozent tiefer mit 10.102,21 Punkten notierte.

Zudem warf der Verfallstermin am Freitag seine Schatten voraus. "Die Stimmung auf dem Börsenparkett verschlechtert sich im Gleichklang mit der abnehmenden Bereitschaft der institutionellen Anleger, weiter hohe Aktienquoten in ihren Portfolios halten zu wollen", merkte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets, dazu an. "Bereits in den vergangenen Handelswochen hat sich abgezeichnet, dass sich die Stimmung zum großen Verfallstermin am Freitag hin grundsätzlich ändern könnte." Hätten viele institutionelle Investoren bislang nur mit einem kurzen militärischen Schlagabtausch gerechnet, befürchte man nun stärkere und länger anhaltende Auswirkungen.

Die Entwicklung der Einzelsektoren spiegelte die jüngste Entwicklung wider. Einziger Sektor im Plus waren Ölwerte. Massive Verluste erlitten dagegen energieintensive und konjunkturabhängige Werte. So büßten Stahltitel deutlich ein, ArcelorMittal (ArcelorMittal Aktie) etwa fielen um 6,5 Prozent. Zu den Verlierern zählten zudem Auto- und Baustoffwerte sowie die Fluggesellschaften. Hier kamen Air France-KLM mit fünf Prozent Abschlag unter Druck.

Auch der zinssensible Immobiliensektor gab überdurchschnittlich nach. Er reagierte damit auf die Inflationssorgen, die von den gestiegenen Energiepreisen angeheizt wurden und sich in steigenden Anleiherenditen niederschlugen. Das Schwergewicht Vonovia (Vonovia Aktie) belastet dabei den Sektor mit über acht Prozent Verlust. Die Zahlen des Wohnungskonzerns seien eher durchwachsen ausgefallen, hieß es von JPMorgan.
Unter den kleineren Werten lagen DocMorris leicht im Plus. Die Versandapotheke hatte für 2025 zwar erneut tiefrote Zahlen berichtet. Gleichzeitig wurden die Erwartungen beim operativen Ergebnis jedoch erfüllt. Zudem bekräftigte das Unternehmen seine Ziele für 2026.

Quelle: dpa-AFX  
20.03.26 19:14 #64 Aktien Europa
Europas Aktienmärkte sind am Freitag weiter abgerutscht wegen der eskalierten Lage im Nahen Osten. Neue Angriffe des Irans auf Öl- und Gasinfrastrukturen der Golfstaaten erhöhten weiter die Angst der Anleger, dass sich die Lage am globalen Energiemarkt noch weiter zuspitzt. Verstärkt wurde die Anspannung von einem Bericht im "Wall Street Journal", wonach das US-Verteidigungsministerium drei Kriegsschiffe und Tausende weiterer Marines entsenden soll.
Der EuroStoxx 50 verlor glatte zwei Prozent auf 5.501,28 Punkte und näherte sich so seinem November-Tief, das mit 5.473 Punkten nicht mehr weit entfernt liegt. Der Schweizer SMI rutschte auch mit 1,11 Prozent ins Minus auf 12.320,99 Punkte, während der britische FTSE 100 um 1,45 Prozent auf 9.917,60 Punkte fiel. Er steht damit erstmals seit Anfang Januar wieder unter der 10.000-Punkte-Marke.

"Da der Konflikt bisher innerhalb des von der US-Regierung angegebenen Zeitrahmens von 4 bis 6 Wochen bleibt, befinden wir uns möglicherweise noch in der Eskalationsphase", warnte der Barclays-Stratege Emmanuel Cau vor der Gefahr weiterer Verluste. Eine Deeskalation sei zwar nicht absehbar, wegen der wachsenden wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Kosten des Krieges aber der wohl logischste nächste Schritt.

Quelle: dpa-AFX  
23.03.26 19:28 #65 Aktien Europa
Europas Aktienmärkte haben am Montag deutliche Anfangsverluste überwiegend in starke Gewinne verwandelt. Die Schwankungen waren Ausdruck des Hoffens und Bangens um die Lage im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump hat seine angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke verschoben - wegen nach seinen Worten "produktiver Gespräche" mit der Islamischen Republik. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementierte allerdings: Es habe keine Verhandlungen mit den USA gegeben.
Der EuroStoxx 50 drehte nach anfänglichen Verlusten ins Plus, das am Ende 1,33 Prozent auf 5.574,32 Punkte betrug. Die Angst davor, dass der Iran zur Vergeltung weitere Öl- und Gasinfrastruktur in der Golfregion angreift und die für den Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus vollständig schließt, hatte den Leitindex am Vormittag noch kräftig ins Minus gedrückt. Bei 5.376 Zählern hatte er den niedrigsten Stand seit September erreicht.

Der Schweizer SMI drehte am Montag nach anfänglichen Verlusten mit 0,56 Prozent ins Plus auf 12.389,68 Zähler. Der britische FTSE 100 blieb hingegen mit minus 0,24 Prozent auf 9894,15 Zähler zurück.

Experten der UBS hatten die Anleger am Morgen bereits in einem Dilemma gesehen wegen der angespannten Lage an den Energiemärkten. Mark Haefele vom Chief Investment Office der Schweizer Großbank UBS erwähnte bereits die Chance auf eine rasche Erholung, sollte es erleichternde Anzeichen in dem Konflikt geben.

Die Verluste zogen sich am Montag bis zum Mittag quer durch alle Branchen, doch dann wandelte sich das Bild nach Trumps Aussagen komplett. Viele zuletzt deutlich gesunkene Sektorindizes drehten schlagartig ins Plus, das im Rohstoffsektor mit 2,6 Prozent am größten war.
Besonders groß waren am Morgen lange Zeit die Kursverluste in konjunkturabhängigen Branchen. Schwächster Sektor waren die Öl- und Gasproduzenten mit 1,7 Prozent Minus. Der Sektorindex geriet ob der plötzlich stark fallenden Preise für Öl (Rohöl) und Gas und der vergleichsweisen Stärke vergangener Tage unter Druck.

Mit Blick auf Einzelwerte waren Telecom Italia (TIM) mit einem Anstieg um 4,7 Prozent auffällig. Das mehrheitlich in Staatshand liegende Post- und Finanzunternehmen Poste Italiane will mit einem fast elf Milliarden Euro schweren Kaufangebot die vollständige Kontrolle über den Mobilfunkkonzern übernehmen. Das lastete schwer auf den Aktien des Bieters, die um fast sieben Prozent absackten.

Danone (Danone Aktie) blieben mit minus 0,3 Prozent zurück. Der Spezialist für Milchprodukte will den Proteinprodukte-Hersteller Huel übernehmen.

Quelle: dpa-AFX  
24.03.26 13:26 #66 Aktien Europa
Europas Aktienmärkte haben am Dienstag wenig verändert tendiert. Nach den starken Bewegungen am Vortag kehrten damit eine angespannte Ruhe und ein abwartendes Geschäft ein. "Als die Nachricht über 'produktive' Gespräche zwischen Washington und Teheran über die Ticker gingen, kannten die Börsen kein Halten mehr", so Chefmarktanalyst Christian Henke vom Broker IG Markets. "Doch die Vorfreude über ein baldiges Ende des Iran-Krieges währte nicht lange."
Derzeit ist die Lage unklar. Während US-Präsident Donald Trump trotz gegenteiliger Signale aus dem Iran Hoffnung auf ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges verbreitet hatte, gingen die Kämpfe vorerst weiter. Zudem hatte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementiert, dass es Verhandlungen mit den USA gegeben habe.

Der EuroStoxx 50 verharrte am Mittag mit 5575,58 Punkten praktisch auf Vortagesniveau. Der Schweizer SMI profitierte mit plus 0,66 Prozent auf 12.471,99 Zähler von der Stärke der defensiven Schwergewichte, während der britische FTSE 100 leicht um 0,16 Prozent auf 9.910,26 Punkte zulegte.

Zur Vorsicht mahnen auch die jüngsten Konjunkturdaten, in denen sich die Auswirkungen des Iran-Krieges widerspiegelten. So hat sich die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im März verschlechtert. Bei der Umfrage unter Einkaufsmanagern konnte erstmals der Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten mit dem starken Anstieg der Energiepreise voll berücksichtigt werden. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 1,4 Punkte auf 50,5 Punkte.

Stärkster Sektor in dem unspektakulären Gesamtmarkt waren die Chemiewerte. Das Schwergewicht BASF (BASF Aktie) legte um 2,6 Prozent zu, nachdem die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) den Wert auf "Buy" angehoben hatte. Givaudan hinkten dagegen mit nur leichten Gewinnen von 0,4 Prozent dem Sektor hinterher. Die Deutsche Bank hatte die Aktie auf "Hold" abgestuft.
Im schwächelnden Technologiesektor gab ebenfalls ein Schwergewicht den Ton an. SAP (SAP Aktie) sanken um 3,3 Prozent und reagierten damit ebenfalls auf einen Analystenkommentar. Analyst Toby Ogg von JPMorgan hatte den Wert von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und sein Kursziel deutlich von 260 auf 175 Euro gesenkt.

Konsumwerte lagen unterdessen im Plus. Hier sorgten die Verhandlungen des US-Kosmetikkonzerns Estée Lauder und des spanischen Wettberwerber Puig Brands über einen Zusammenschluss für Aufmerksamkeit. Aktien von Puig sprangen an der Madrider Börse um fast 15 Prozent nach oben. L'Oreal gewannen 1,8 Prozent.

Im Luxussektor zogen Richemont um ein Prozent an. Die Bank of America hatte den Titel auf "Buy" angehoben. Die volatilen Aktien von Kering kletterte um zwei Prozent.
Unter den ansonsten unauffälligen Einzelhandelstiteln legten Kingfisher mit knapp einem Prozent etwas stärker zu. Die britische Einzelhandelskette habe solide Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt, hieß es von Jefferies.

Quelle: dpa-AFX  
24.03.26 20:51 #67 Aktien Europa
Europas Börsen haben am Dienstag letztlich an die Stabilisierung vom Vortag angeknüpft. Ein ähnlich wilder Ritt wie zu Wochenbeginn, als US-Präsident Donald Trump Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg geschürt und damit für eine rasante Trendwende gesorgt hatte, blieb den Anlegern diesmal erspart.
Nach einem freundlichen Start und zeitweisen Verlusten rettete der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ein Plus von 0,13 Prozent auf 5.581,29 Punkte ins Ziel. Der Schweizer SMI schloss auch dank der Kursgewinne defensiver Schwergewichte wie Nestle und Novartis 1,02 Prozent fester mit 12.515,94 Punkten. Für den britischen FTSE 100 ging es um 0,72 Prozent auf 9.965,16 Punkte hoch. Er profitierte von der Stärke mehrerer Schwergewichte aus der Öl- und Bergbaubranche.

Am Montag hatte Trump ein Ultimatum an den Iran verschoben und als Grund "produktive" Gesprächen genannt. Allerdings dementierte der Iran Verhandlungen zur Beendigung des Krieges umgehend. Die Kämpfe halten an. Damit hat die Unsicherheit an den Märkten Bestand, wie auch die wieder steigenden Ölpreise nach dem deutlichen Rückgang zu Wochenbeginn zeigten.

Zur Vorsicht mahnen zudem die jüngsten Konjunkturdaten, in denen sich die Auswirkungen des Iran-Krieges widerspiegelten. So belegte der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex, dass sich die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im März stärker als erwartet verschlechtert hat. Ähnlich sah es in Großbritannien aus. Bei der Umfrage unter Einkaufsmanagern konnte erstmals der Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten mit dem starken Anstieg der Energiepreise voll berücksichtigt werden.

Im marktbreiten Index Stoxx Europe 600 führten die Aktien von Öl- und Gaskonzernen am Dienstag die Gewinnerliste an. Gefragt waren zudem Telekommunikations- , Chemie- und Rohstofftitel . Die Aktien des Chemieriesen BASF (BASF Aktie) wurden zudem von einer neuen Kaufempfehlung von Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) Research gestützt: Sie gewannen an der EuroStoxx-Spitze 4,2 Prozent. Dagegen ging es für SMI-Schlusslicht Givaudan um 1,1 Prozent bergab, nachdem die Deutsche-Bank-Experten ihr Kaufvotum gestrichen hatten.
Verluste verzeichneten in Europa ansonsten vor allem Banken- , Einzelhandels- und Industriewerte . Aus dem Einzelhandelsbereich stach Kingfisher mit einem Minus von 2,3 Prozent negativ heraus. Dass die Experten der US-Bank Jefferies der britischen Baumarktkette solide Quartalszahlen attestierten, half den Aktien nicht.

SAP (SAP Aktie) führte mit einem Minus von 4,1 Prozent die Verliererliste im EuroStoxx an. Analyst Toby Ogg von der US-Bank JPMorgan hatte die Anteile des Softwarekonzerns von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und sein Kursziel deutlich gesenkt.

Dagegen sprangen die Aktien des spanischen Kosmetikkonzerns Puig Brands um gut 13 Prozent hoch. US-Konkurrent Estee Lauder bestätigte Gespräche über einen Zusammenschluss beider Unternehmen. Die Aktien des französischen Branchenriesen L'Oreal gewannen ein Prozent.

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25.03.26 12:20 #68 Aktien Europa
Europas Aktienmärkte haben am Mittwoch zugelegt. Sie reagierten damit auf Hoffnungsschimmer im Iran-Krieg. Die US-Regierung hatte den Machthabern in Teheran Medienberichten zufolge einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Irans Militärführung wies Berichte über Verhandlungen allerdings zurück. Trotzdem reichten die Meldungen, den Ölpreis merklich zu drücken.
Der EuroStoxx 50 kletterte am Mittag um 1,52 Prozent auf 5665,93 Punkte. Der Schweizer SMI zog ähnlich stark um 1,58 Prozent auf 12.713,45 Zähler an, während der britische FTSE 100 um 1,18 Prozent auf 10.082,31 Punkte stieg.

Marktteilnehmer äußerten sich unterdessen zurückhaltend. "Trotz der angeblichen Verhandlungen werden die Kampfhandlungen fortgesetzt", stellte Chefmarktanalyst Christian Henke vom Broker IG Markets fest. "Der iranische Widerstand wurde offensichtlich unterschätzt, wie auch die Ausweitung des Konfliktes auf die Golfstaaten." Daher könne bestenfalls von einer temporären Beruhigung der Märkte die Rede sein.

Die Entwicklung der Einzelsektoren spiegelte die Entspannung wider. Technologiewerte erholten sich von den Vortagsverlusten, wobei das Schwergewicht ASML , das um 1,7 Prozent zulegte, von den guten Vorgaben aus Asien profitierte.

Zu den Gewinnern gehörten auch die deutlich gefallenen Reise- und Freizeitwerte. Air France-KLM zogen um 3,3 Prozent an, IAG um 1,7 Prozent. Die ebenfalls stark energiepreisabhängigen Baustoffwerte legten gleichfalls deutlich zu. Saint-Gobain gewannen 2,6 Prozent, Holcim 1,9 Prozent.
Am Ende des Feldes bewegten sich dagegen die defensiven Sektoren, allen voran die Telekomwerte. Swisscom verloren knapp ein Prozent, kommen aber immer noch auf ein Plus von über 20 Prozent seit Jahresbeginn.

Unter den kleineren Titeln waren DocMorris mit über sechs Prozent Aufschlag gefragt. Hier fordert Großaktionär CEPD einen Umbau des Verwaltungsrats.

Quelle: dpa-AFX  
25.03.26 18:06 #69 Aktien Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch weiter erholt. Sie reagierten damit auf erneute Hoffnungen auf einen Ausweg im Iran-Krieg. Die US-Regierung hatte den Machthabern in Teheran Medienberichten zufolge einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Konflikts unterbreitet. Dass Irans Militärführung Berichte über Verhandlungen zurückwies, konnte dem Optimismus am Markt wenig anhaben.
Beim EuroStoxx 50 stand am Ende ein Plus von 1,22 Prozent auf 5.649,33 Punkte zu Buche. Damit verzeichnete der Leitindex der Eurozone den dritten Gewinntag in Folge. Gleiches galt für den Schweizer SMI , der 1,62 Prozent fester mit 12.718,36 Punkten schloss. Für den britischen FTSE 100 ging es um 1,42 Prozent auf 10.106,84 Punkte bergauf.

Quelle: dpa-AFX  
26.03.26 18:27 #70 Aktien Europa
Europas zuletzt erholte Börsen haben am Donnerstag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Damit reagierten sie auf die anhaltende Unsicherheit wegen des Iran-Kriegs sowie höhere Ölpreise.
Der EuroStoxx 50 verlor 1,48 Prozent auf 5.565,93 Punkte. Damit endete für den Eurozonen-Leitindex eine dreitägige Gewinnserie. Für den britischen FTSE 100 ging es um 1,33 Prozent auf 9.972,17 Punkte nach unten.

Der Schweizer SMI hielt sich mit einem Minus von 0,60 Prozent auf 12.641,96 Punkte einmal mehr vergleichsweise gut. Der Index profitiert von der hohen Gewichtung defensiver Werte, die in einem volatilen Marktumfeld ihre Vorteile ausspielen. An diesem Donnerstag stützten die robusten Aktien von Roche, Nestle und Novartis.

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27.03.26 13:32 #71 Aktien Europa
Europas Aktienmärkte haben am Freitag weiter nachgeben. Vor dem Wochenende hielten sich Marktteilnehmer angesichts des Irak-Krieges und des weiter gestiegenen Ölpreises zurück. "Die jüngste Verlängerung des Ultimatums durch Donald Trump sorgt nicht für Entspannung", so Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research. "Die erneute Fristverlängerung wirkt wie weniger ein diplomatischer Fortschritt als vielmehr wie ein Zeichen dafür, dass eine tragfähige Einigung weiterhin auf sich warten lässt."
Der EuroStoxx 50 sank am Mittag um 1,09 Prozent auf 5505,16 Punkte. Der Schweizer SMI hielt sich dank der Stärke der defensiven Schwergewichte mit einem Minus von 0,59 Prozent auf 12.566,98 Zähler etwas besser, während der britische FTSE 100 um 0,4 Prozent auf 9.932,40 Punkte fiel.

Dabei warfen auch die Inflationsdaten für den Euroraum in der kommenden Woche ihre Schatten voraus. "Höhere Inflationszahlen für März dürften nur ein Vorgeschmack dessen sein, was bei einem andauernden Iran- bzw. Energiekrieg in den kommenden Wochen droht“, sagte Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. Einen ersten Eindruck lieferten Zahlen aus Spanien. Dort hatte sich die Inflation im März wegen des Ölpreisschocks im Zuge des Iran-Kriegs deutlich verstärkt. Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im Jahresvergleich um 3,3 Prozent zu.

Schwächster Sektor waren die Medienwerte. Hier brachen die Aktien von CTS Eventim wegen eines enttäuschenden Jahresausblicks um 19 Prozent ein. JPMorgan-Analystin Lara Simpson rechnet damit, dass die Ziele des Ticketvermarkters "für Diskussionen sorgen dürften".

Chemiewerte profitierten dagegen von der Stärke des Schwergewichts BASF (BASF Aktie) . Die US-Investmentbank Morgan Stanley hatte das Kursziel für von 52 auf 58 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Probleme in der Rohstoffversorgung im Zuge des Nahost-Kriegs dürften die asiatischen Chemiekonzerne kostenseitig härter treffen als die europäische Konkurrenz. BASF gewannen knapp ein Prozent.
Vergleichsweise stabil präsentierten sich auch die defensiven Pharmawerte. Hier gab es eine Übernahme. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will für bis zu zwei Milliarden US-Dollar das US-Biotechunternehmen Excellergy kaufen.

Auch im ansonsten unspektakulären Nahrungs- und Getränkesektor sorgte eine Unternehmensnachricht für Aufmerksamkeit. Pernod Ricard und der Jack-Daniels-Hersteller Brown-Forman führen Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss, um sich in einem schwächeren Spirituosenmarkt besser aufzustellen. Pernod kletterten darauf um drei Prozent. Allerdings hat die Aktie seit den bisherigen Jahreshochs rund 30 Prozent verloren, was den Anstieg relativiert.

Quelle: dpa-AFX  
27.03.26 20:08 #72 Aktien Europa
Europas Börsen haben am Freitag an ihre Vortagsverluste angeknüpft. Mit dem anhaltenden Iran-Krieg und den weiter steigenden Ölpreisen fehlte die Kaufbereitschaft am Markt.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 1,08 Prozent tiefer bei 5.505,80 Punkten. Dank der dreitägigen Erholungsserie vor dem neuerlichen Rückschlag am Donnerstag behauptete er aber ein hauchdünnes Wochenplus.

Für den schon zuletzt vergleichsweise robusten Schweizer SMI ging es am Freitag um 0,57 Prozent auf 12.570,26 Punkte bergab. Der britische FTSE 100 verlor lediglich 0,05 Prozent auf 9.967,35 Punkte. Ihn stützten die schwer gewichteten Bergbautitel.

Quelle: dpa-AFX  
30.03.26 19:23 #73 Aktien Europa
Nach seinen jüngsten Verlusten im Zuge des Iran-Kriegs hat sich der EuroStoxx 50 am Montag etwas erholt. Trotz der Eskalation durch den Eintritt der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz schaffte der Eurozonen-Leitindex ein Plus von 0,65 Prozent auf 5.541,79 Punkte.
Dabei halfen Gewinne an der Wall Street, wo der Dow Jones Industrial von Zukäufen von Schnäppchenjägern profitierte. Hinzu kamen vage Hoffnungen auf Fortschritte im Krieg im Nahen Osten.

Außerhalb der Eurozone gewann der schweizerische SMI 0,78 Prozent auf 12.668,67 Punkte. Für den britische FTSE 100 ging es um 1,61 Prozent auf 10.127,96 Punkte nach oben. Er profitierte von seinen schwer gewichteten Öl- und Rohstofftiteln.

"Alles in allem bleibt die Marktlage schwierig", schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst des Handelshauses CMC Markets. Es sei weiterhin kaum abzuschätzen, wie schnell sich die steigenden Energiepreise in den Teuerungsraten zeigen würden und wie teuer Öl (Rohöl) noch werden könne. "Eines ist aber sicher: Die zerstörte Infrastruktur im Nahen Osten wird mit großer Sicherheit einen schnellen disinflationären Trend verhindern", fuhr der Experte fort.

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 gehörten Versorgertitel sowie die Aktien von Öl- und Gaskonzernen zu den größten Gewinnern. Sie profitierten von den weiter hohen Ölpreisen. Auch Rohstoffwerte waren gefragt.
Beim Ölkonzern Totalenergies hatte eine Meldung der "Financial Times" über einen Rekordgewinn aus einer Ölwette für zusätzlichen Auftrieb gesorgt: Die Aktien gewannen gut drei Prozent und setzten damit ihre Rekordjagd fort. Laut der Zeitung dominierte das Unternehmen im März den physischen Ölmarkt im Nahen Osten. Es habe einen Gewinn von über einer Milliarde US-Dollar erzielt, nachdem es alle im Mai zur Verladung vorgesehenen Rohölladungen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman aufgekauft habe.

An der EuroStoxxx-Spitze zogen die Papiere von Ferrari um mehr als vier Prozent an. Analyst Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan rechnet mit einem soliden ersten Quartal des Sportwagenbauers.

Nach einer Kaufempfehlung der US-Investmentbank Bank of America (Bank of America Aktie) schnellten in Kopenhagen die Anteilscheine von Orsted um sieben Prozent nach oben. Das politische Risiko für US-Windkraftprojekte auf See nehme ab, schrieb Analyst Peter Bisztyga. Auch das stärkere Geschäft in Europa spreche für die Dänen. Generell sei das Thema Windkraft auf See ein Nutznießer des Iran-Kriegs und des Strebens nach Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Darüber hinaus seien die Orsted-Aktien attraktiv bewertet.

Quelle: dpa-AFX  
31.03.26 20:20 #74 Aktien Europa
Die wichtigsten europäischen Börsen haben sich am Dienstag etwas weiter von ihren Verlusten im Zuge des Iran-Kriegs erholt. Die Optimisten am Markt klammern sich aktuell an die Hoffnung, dass der Krieg im Nahen Osten bald enden könnte. Laut dem "Wall Street Journal" soll sich US-Präsident Donald Trump gegenüber seinen Beratern bereit erklärt haben, den Krieg zu beenden. Dies solle geschehen, selbst wenn die strategisch wichtige Straße von Hormus weiterhin weitgehend gesperrt bleibe.
Der EuroStoxx 50 gewann 0,50 Prozent auf 5.569,73 Punkte. Auf Monatssicht ergibt dies ein Minus von 9,3 Prozent. Das ist der größte Einbruch seit März 2020, als die Corona-Pandemie die Märkte auf Talfahrt geschickt hatte.

In Zürich stieg der SMI am Dienstag um 0,85 Prozent auf 12.776,79 Punkte. Für den britischen FTSE 100 („Footsie“) ging es um 0,48 Prozent auf 10.176,45 Punkte nach oben.

Das Geschäft verlief mit angezogener Handbremse. "Die Stimmung der Anleger pendelt weiter zwischen der Angst, eine Erleichterungsrally zu verpassen, und den Befürchtungen einer erneuten Eskalation hin und her", schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets

Zur Vorsicht mahnen derzeit die möglichen Folgen eines längeren Konflikts im Iran und anhaltend hoher Ölpreise. "Mit dem starken Anstieg der Energiepreise wächst die Befürchtung, dass die Weltwirtschaft in eine stagflationäre Phase geraten könnte, also in eine Zeit schwachen Wachstums bei gleichzeitig hoher Inflation", gab Duncan Lamont, Leiter Strategic Research bei der Fondsgesellschaft Schroders, zu bedenken. "Für den Aktienmarkt ist das im historischen Mittel das ungünstigste Szenario."
Aus Branchensicht waren Finanzdienstleister mit plus 1,7 Prozent stark gefragt. Hier stützten die Gewinne des Schwergewichts UBS in Höhe von 4 Prozent. Das Institut kann laut einem Medienbericht auf politische Unterstützung bei den Plänen rund um schärfere Kapitalvorschriften hoffen. Führende schweizerische Parlamentarier hätten versichert, dass sie einen Kompromiss zu den Plänen des Bundesrats vorschlagen würden, schrieb die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf Insider. UBS wollte den Bericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren.

Für die Anteilscheine von DocMorris ging es um fast 13 Prozent nach oben. Börsianer verwiesen vor allem auf Eindeckungen von Leerverkäufen zum Quartalsende hin. Denn Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, wurden durch die jüngste Erholung der Aktien auf dem falschen Fuß erwischt. Analyst Felix Dennl vom Bankhaus Metzler verwies zudem auf die Reformvorschläge für das deutsche Krankenkassen-System. Vor allem der Vorschlag, die Zuzahlung von gesetzlich Versicherten für verschreibungspflichtige Medikamente zu erhöhen, könnte die Verbraucher dazu veranlassen, von Apotheken vor Ort zu den preisgünstigeren Versandapotheken zu wechseln.

In London sackten die Anteilscheine von Unilever als klares Schlusslicht im "Footsie" um mehr als sieben Prozent ab. Der Konsumgüterkonzern verkauft den Großteil seines Lebensmittelgeschäfts an den US-Gewürzhersteller McCormick (McCormick Aktie) & Co . In Folge der nun vereinbarten Transaktion hält Unilever 65 Prozent an dem fusionierten Unternehmen. Der Experte Callum Elliott vom US-Analysehaus Bernstein Research äußerte sich skeptisch: Das fusionierte Unternehmen dürfte hoch verschuldet sein und die Hauptnotierung in den USA dürfte voraussichtlich erheblichen Verkaufsdruck seitens der europäischen Unilever-Aktionäre auslösen./

Quelle: dpa-AFX  
01.04.26 18:56 #75 Aktien Europa
Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch ihren jüngsten Erholungskurs deutlich beschleunigt. Sie folgten damit den Vorgaben aus den USA und Fernost, wo die Börsen teilweise massiv zugelegt hatten, nachdem US-Präsident Donald Trump ein Ende der Angriffe auf den Iran in zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt hatte.
Der EuroStoxx 50 zog um 2,93 Prozent auf 5.732,71 Punkte an. Außerhalb des Euroraums stieg der SMI in Zürich um 1,68 Prozent auf 12.991,25 Zähler. Der britische FTSE 100 ("Footsie") kletterte um 1,85 Prozent auf 10.364,79 Punkte nach oben.

"Die Stimmung der Investoren hellt sich zwar etwas auf, dennoch zeigt sich noch keine Euphorie an den europäischen Handelsplätzen", beschrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets, die aktuelle Lage.

Die fehlende Euphorie hatte unterdessen ihre Gründe. "Der Konflikt ist nicht gelöst und der Zeitplan bleibt unsicher", gab Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker eToro, zu bedenken. "Gleichzeitig bleibt eine militärische Eskalation jederzeit möglich."

Von dieser Skepsis zeugten auch die gefallenen, aber nicht eingebrochenen Ölnotierungen. "Der Ölpreis ist seit März mehrfach unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen, bisher jedoch nur kurzfristig", merkte Wienke zu der jüngsten Entspannung an. Entsprechend lag der Ölsektor zwar als einzige Branche im Minus, dramatisch waren die Abgaben jedoch nicht.
Ansonsten dominierten Erholungsbewegungen. Dabei standen die zuletzt stärker unter Druck gekommenen Sektoren nun an der Spitze, allen voran die Bankwerte . Die im vergangenen Jahr auffallend gestiegene Branche war in den vergangenen Wochen wegen der immer stärker gewordenen Konjunktursorgen durch den Iran-Krieg unter Druck gekommen. Gut im Rennen lagen nun Unicredit mit einem Aufschlag von 5,6 Prozent.

Auch die Aktien der Fluggesellschaften waren gefragt. Die volatilen Papiere von Air France-KLM zogen um fast 9 Prozent an. Allerdings hatte sie von den Jahreshochs im Februar in der Spitze fast 40 Prozent verloren.

Beim Triebwerksbauer Rolls-Royce stützte neben der allgemeinen Markterholung eine positive Analystenstimme der Bank Wells Fargo (Wells Fargo Aktie). Der Hersteller von Flugzeugteilen dürfte von den steigenden Auslieferungen von Großraumflugzeugen profitieren, hieß es. Ein starkes Wachstum im Ersatzteil-Bereich sollte zudem zu einer deutlichen Anhebung der Ziele für 2028 führen. Rolls-Royce schnellten um 6,6 Prozent nach oben.
Als Schlusslicht im "Footsie" sackten Berkeley Group Holdings um fast zehn Prozent ab. Der Bauträger rechnet jetzt mittelfristig mit geringeren Gewinnen als zunächst erwartet. Begründet wurde dies mit einem geringeren Potenzial für Leitzinssenkungen wegen des Iran-Kriegs.

Quelle: dpa-AFX  
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