Evotec - es kann los gehen! - Teil2
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neuester Beitrag: 17.04.26 13:01
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| eröffnet am: | 29.05.19 11:05 von: | Chipka69 | Anzahl Beiträge: | 19849 |
| neuester Beitrag: | 17.04.26 13:01 von: | Nicolas95 | Leser gesamt: | 10979949 |
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23.03.26 11:57
#19701 Warum soll jemand
„Ich freue mich sehr, als neuer CEO zur Evotec SE zu stoßen und das Unternehmen in die nächste Phase seiner Entwicklung zu führen. Evotec ist ein führender Anbieter von vollintegrierten F&E-Dienstleistungen und -Lösungen für die Life-Science-Branche. Die erstklassigen Wirkstoffforschungs- und entwicklungsplattformen sowie die Qualität und Expertise ihrer engagierten Menschen sind Evotecs wichtigste Erfolgstreiber.
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23.03.26 12:01
#19702 #19699
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23.03.26 15:27
#19703 ich habe ja
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23.03.26 18:41
#19704 selbst wenn die Börse mal um
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23.03.26 21:27
#19705 @dlg #19693
Warum?
Erstens ist Evotec genau wegen der notorischen Ertragsschwäche von 40 EUR auf 4 EUR abgeschmiert.
Die letzten zwei Jahre markierten den Beweis für das Scheitern eines auf unprofitablem Turbo-Umsatzwachstum aufgebauten Geschäftsmodells. Zweifellos getriggert durch Analysten, die bei 30% Umsatzwachstum feuchte Augen bekamen und die Kursziele trotz fehlender Profitabilität immer weiter nach oben schoben.
Dabei wurde vollends übersehen, dass Evotec als Auftragsfertiger für Big Pharma agiert und riesiges Umsatzwachstum nicht zwangsläufig irgendwann in riesigen Gewinnmargen endet, wie dies bei "normalen" Biotechs mit Eigenforschung wäre, wenn ein Forschungsprojekt den ultimativen Durchbruch erlebt und am Ende ein hochprofitables patentgeschütztes Medikament mit Milliardenumsatz wie Aspirin oder Eylea steht...
Auftragsforscher sind Routineunternehmen, die im Konzernverbund üblicherweise Verrechnungspreise in der Größenordnung von cost plus 5% erhalten...
Dementsprechend dürften bei Evotec für Projekte ohne Eigenforschungsanteil niemals laufende Verluste entstehen, da im Erfolgsfall keine die Verluste meilenweit überkompensierenden Gewinnanteile zu erwarten sind.
Bei Eigenforschung oder Erfolgsbeteiligungen über Umsatzprovisionen, Lizenzen o.ä. sieht die Kalkulation freilich anders aus. Hier erwirtschaftet Evotec wie jedes andere Biotech Unternehmen während der teilweise 10 oder 20-jährigen Entwicklungsphase stetig Verluste, in der Hoffnung, sich im Erfolgsfall mit Milliardengewinnen gesund zu stoßen.
Verluste der Vergangenheit können insoweit Indiz für die Größenordnung potenzieller Zukunftsgewinne sein... aus diesem Grund werden Biotechunternehmen an der Börse häufig umso höher bewertet, je krasser die Verluste während der Entwicklungsphase ausfallen...
Man blicke auf die GuV von Biontech, Moderna etc., wenn plötzlich keine Impfstoffmilliarden mehr fließen... aberwitzige Milliardenverluste bei völlig ungewissen Erfolgsaussichten... aber gigantischen Marktchancen, falls eines der Krebsforschungsprojekte tatsächlich durchkommt... wenn nicht, sind die Corona-Milliarden irgendwann aufgebraucht und es folgen Kapitalerhöhungen oder Insolvenz...
Evotec hat mit der Auftragsforschung ein deutlich risikoärmeres Geschäftsmodell gewählt, welches deutlich stetigere Zahlungsströme aufweist, allerdings auch weitaus niedrigere Gewinnchancen im Erfolgsfall... dennoch sind und bleiben es Zahlungsströme eines Biotechunternehmens, die eben erst bei Fertigstellung eines marktreifen Medikaments den großen Durchbruch erleben... wie aus Evotecs Präsentationen ersichtlich, gelangt der Großteil der aktuellen Entwicklungsprojekte frühestens Anfang der 30er Jahre zur Marktreife mit entsprechender Gewinnexplosion... der Kurs heute ist also kein Abbild der stetigen Fortschreibung der Cashflowentwicklung aus der Vergangenheit sondern eine Wette auf den Erfolg der überaus ansehnlichen Projektpipeline und des Beteiligungsportfolios, welches mit dem Exit von Blue Therapeutics Anfang 2026 - offensichtlich zur Überraschung aller Analysten - den proof of concept gerade erst erbracht hat, was in einem mitunter schwer dement erscheinenden Kapitalmarkt nach den Q4-Zahlen schon wieder gänzlich vergessen scheint...
Das zweite Argument für ein signifikantes Bewertungspotenzial sehe ich ausgerechnet in dem "mehrere 100 Mio schweren Covid-Sonderertrag", den du so leichtfertig vom Tisch wischen willst.
Was war geschehen: Im Gegensatz zum deutschen Marktführer Bayer, der mit der Entwicklung und Fertigung eines Covid-Impfstoffs offenbar vollkommen überfordert war, waren Evotec und Dermapharm in der Lage, Biontech bei der Impfstoffentwicklung (-> Evos patentierte Entwicklungsplattform!) zu unterstützen und haben anschließend einen wesentlichen Teil der Impfstoffproduktion hierzulande übernommen, was in den auf Pfizer fokussierten Medien weitgehend unterbelichtet blieb. Evos Beitrag zum Covid-Impfstoffentwicklung war der Beweis für die herausragende Expertise und Skalierbarkeit der Evo-Plattform.
Aus Bewertersicht ist besagter Sonderertrag der unumstößliche Beweis für einen Milliardenwert der Technologieplattform, die im bilanzierten EK allenfalls teilweise (aktivierte Entwicklungskosten) sichtbar ist (-> stille Reserven!).
Drittes Argument: Just-Evo
Evo hat Just Bio für einen Milliardenwert GEKAUFT und den Umsatz des Geschäftsbereichs JUST seither vervielfacht, während die Gewinnmarge bislang noch sehr überschaubar war.
Mit der Umstellung des Europa-Geschäfts auf ein Lizenzmodell wird JUST ab 2026 deutlich profitabler und weitaus besser als zuvor monetarisiert. Gegenüber dem Zeitpunkt der JUST-Übernahme ist der JUST-Umsatz zuletzt förmlich explodiert. Zugleich zeigen eine Vielzahl an US-Staatsaufträgen die unbestreitbaren Produktionsvorteile der von JUST entwickelten JPOD-Technologie.
Ich gehe davon aus, dass der Wert der JUST-Beteiligung sich seit der Übernahme mindestens VERDOPPELT hat. Würde Evo die 100% JUST-US-Beteiligung verkaufen, entstünde mutmaßlich ein Milliardengewinn, den der Kapitalmarkt aktuell offenbar nicht sehen will.
Fazit:
Evo verfügt heute über zwei weitgehend unabhängige Geschäftsbereiche.
Der wegen chronischer Renditeschwäche in Restrukturierung befindliche Auftragsforschungsbereich verfügt über eine hochwertige Projektpipeline, deren fair value sich vss. erst bei Marktreife Anfang der 30er Jahre in millionenschweren Umsatzbeteiligungen und Lizenzeinnahmen richtig zeigen wird.
Der "Covid-Sonderertrag" könnte Anlegern einen kleinen Vorgeschmack darauf geben, was bei Evo im Erfolgsfall diverser Entwicklungsprojekte möglich ist...
Der zweite Geschäftsbereich JUST zeigte bis Ende 2025 starkes Umsatzwachstum, war wegen Vorlaufkosten der im Hochlauf befindlichen Toulouse-Produktion aber zuletzt sehr margenschwach.
Mit Verkauf des Europageschäfts und Lizensierung der JPOD-Technologie an Sandoz wird JUST ab 2026 signifikant profitabler, hat indes wegen des Wegfalls der Toulouse-Umsätze sowie der beim US-JPOD mit Sandoz erzielten Umsatzvolumina (-> Inhouse-Verlagerung nach Toulouse) in 2026 zunächst einen negativen Basiseffekt (-> Sandow-Deal bedingter Umsatzeinbruch) zu verkraften, der von offensichtlich an Fakten weitgehend desinteressierten Analysten als "enttäuschender" Umsatzeinbruch gewertet wird, bei realistischer Betrachtung des Sandoz-Deals hingegen hätte antizipiert werden MÜSSEN!
Die nicht mit Sandoz getätigten US-JPOD-Umsätze wachsen lt. jüngster Evo-Verlautbarung 2026 vss. weiterhin mit der aus 2025 bekannten 30%-Rate... man ist also weit entfernt von einem Ende der JUST-Wachstumsstory... allerdings haben augenscheinlich einige Analysten die JUST-Umsätze 2025 einfach linear in der Umsatzplanung 2026 fortgeschrieben und den Sandoz-Deal komplett ignoriert...
Die Margenerhöhung aus der 25 Mio USD Lizenzzahlung hatte man offenbar berücksichtigt, den veräußerungsbedingten Wegfall der Toulouse-Umsätze sowie die aus Sandoz-Sicht betriebswirtschaftlich logisch erscheinende Inhouse-Verlagerung der US-JPOD-Umsätze nach Toulouse (-> Erhöhung der Auslastung -> gewinnmaximale Optimierung der Skalierungseffekte) aber augenscheinlich nicht bedacht und mithin nicht nur weit überhöhte JUST-Umsätze sondern auch noch die darauf entfallenden EBITDA-Beiträge fehlerhaft in der 2026er Prognose berücksichtigt.
Die darauf unweigerlich folgende Verfehlung des Analystenkonsens muss man mindestens teilweise der völlig unzureichenden Kommunikation des Sandoz-Deals und dessen finanzieller Folgen durch das Management anlasten. Indes hätte der durch den Deal verursachte JUST-Umsatzrückgang 2026 m.E. einen versierten Analysten nicht überraschen dürfen...
Für die Zukunftsaussichten des Evo-Geschäftsmodells hat die Verfehlung eines realitätsfernen Analystenkonsens 2026 m.E. kaum Relevanz. Die Publikation eines den Markt "überraschenden" Restrukturierungsprogramms "Horizon" schon eher, wenn dieser Markt sich denn mal Gedanken gemacht hätte, wie man die Gewinnmarge mit den vorhandenen Überkapazitäten realistisch auf das 2028er 20%-EBITDA-Ziel steigern will... auch das hat Analysten / Kapitalmarkt offensichtlich null interessiert... und man wurde erneut "überrascht"...
Die Kommunikation des Managements empfand ich ebenfalls als katastrophal... den Fakt, dass man den für jedermann ersichtlichen Personal-Überbestand nun - endlich - radikal abbauen wird, um die Gewinnschwelle - wie hier im Forum seit Jahren gefordert - auf ein signifikant niedrigeres Umsatzlevel zu senken, bewerte ich 100% positiv und sehe die Chancen, das Gewinnziel 2028 tatsächlich zu ERREICHEN, signifikant gestärkt.
Das Management kommuniziert seit zwei Jahren unentwegt katastrophal schlecht und intransparent... die zuletzt ergriffenen Maßnahmen, angefangen mit dem priority Reset, gefolgt vom Toulouse Verkauf zwecks Umstellung auf ein lizenzbasiertes asset light Modell für JUST, und zuletzt dem umfassenden Rückbau von Überkapazitäten im Geschäftsbereich Auftragsforschung, beurteile ich als betriebswirtschaftlich sinnvoll und aus Shareholder Value Sicht überfällig.
Dass die Restrukturierung eines 20 Jahre lang in die falsche Richtung laufenden Umsatzmaximierungsmodells nicht in 12 oder 24 Monaten vollständig umsetzbar ist, hätte man managementseitig von Anfang an deutlich kommunizieren müssen, um Ungeduld und Enttäuschungen bestmöglich zu vermeiden.
Ich selbst war hinsichtlich der Restrukturierungsdauer und des Umfangs im Naschhinein auch zu optimistisch und sitze dank zu früher und vor allem zu umfangreicher Nachkäufe aktuell auf einer fetten Verlustposition, die ich mir trotz durchaus schöner vorangegangener Handelsgewinne nicht schönreden kann. Da heißt es jetzt Augen zu und durch... oder Exit und Verlustrealisation...
In meinem Langfristdepot bleibt Evo unverändert, solange die Restrukturierungsstory für mich glaubhaft voranschreitet... im Tradingdepot habe ich etwa ein Drittel der Verluste realisiert, um Gewinnchancen in anderen, kurzfristig aussichtsreicheren Aktien zu suchen...
Die Zukunft wird zeigen, ob der Markt meine Unterbewertungsthese letztlich stützt.
In der aktuellen Krisensituation wäre ich ehrlich gesagt schon froh, wenn sich die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau stabilisieren kann und nicht bei Publikation des Geschäftsberichts nochmal 30% abschmiert... Irgendwann ist dann auch bei mir mal eine Schmerzgrenze erreicht...
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24.03.26 01:35
#19706 4investors Video: Evotec Aktie der Woche
https://www.4investors.de/nachrichten/...?sektion=stock&ID=188997
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24.03.26 07:31
#19707 Evotec
Ja klar, theoretisch ist Evotec ein hochskalierbares, zweigeteiltes Geschäftsmodell mit Zukunftspipeline, stillem Milliardenwert der Plattform, JUST-Wachstumsstory, Proof-of-Concept durch Covid-Beitrag und einem Management, das wenigstens inzwischen weiß, dass es nicht weiß, wie man kommuniziert. Alles valide Punkte.
Nur dummerweise hat der Markt deine Beweisführung offenbar mit einem Schulterzucken beantwortet und sich gedacht:
„Klingt toll – dann macht das doch bitte mal… in 2032.“
Die Realität heute?
Ein Kurs, der aussieht wie ein Mahnmal dafür, was passiert, wenn man Umsatzwachstum für Gewinn hält und Analysten Fantasiepreise wie im Ausverkauf verteilen. Evotec hat nicht einfach korrigiert – es wurde gegrillt. Vom High-Tech-Biotech-Messias zum Pennystock mit Masterplan, der in Halbsätzen erklärt, warum alles irgendwann ganz groß wird, während das Kursziel unauffällig weiter bergab rollt wie ein Einkaufswagen auf abschüssigem Parkplatz.
Natürlich:
– Die Pipeline kommt irgendwann.
– Die Lizenzen werden schon sprudeln.
– JUST wird ab 2026 bestimmt profitabel.
– Der Covid-Sonderertrag belegt immaterielle Milliardenwerte.
– Der Markt versteht das alles nur nicht.
Schon klar. Der Markt ist eben dumm – außer wenn er es nicht ist. Und aktuell findet er Evotec ungefähr so sexy wie eine Steuererklärung.
Am Ende des Tages gilt halt:
Du kannst Kapitalmaßnahmen, Lizenzmodelle, Synergien, EBITDA-Ziele und stille Reserven erklären, bis die Pipelines reifen, was laut Präsentation… irgendwann Anfang der 30er passiert.
Aber heute – genau jetzt – steht da:
Evotec SE – Pennystock.
Obwohl es das natürlich eigentlich gar nicht sein dürfte.
Laut Theorie. Laut dir. Laut Präsentationen. Laut Management (wenn man mal versteht, was sie meinen).
Nur laut Markt eben doch.
Kurz gesagt:
Evotec ist wie jemand, der behauptet, er sei Multimillionär – aber erst in neun Jahren. Im Moment müsse man bitte nur übersehen, dass sein Konto im Dispo ist.
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24.03.26 11:10
#19708 @zero505
Erst riesige Umsätze aber kein Gewinn. Der Markt straft das ab - ich war ebenfalls investiert. Bis auf 7 Euro fällt der Kurs. Ich hatte nochmal nachgelegt, um meinen Einstieg zu verbessern. Und dann, ganz plötzlich, obwohl die Probleme eigentlich nach gar nicht gelöst schienen, zog der Kurs an. Ich hatte dann völlig frustriert den ersten größeren Anstieg genutzt, und alles - mit Verlust - verkauft. Danach ging es stetig nach oben - bis über 170 Euro (für mich nicht nachvollziehbar, aber der Markt hat ja immer recht).
Natürlich sind das vollkommen andere Unternehmen, vollkommen andere Märkte und die beiden Unternehmen sind nicht einmal ansatzweise vergleichbar. Aber einfach zu sagen - sieh dir den Kurs an, dein Bewertungsansatz ist völliger Mist, weil der Markt immer recht hat, das ist halt auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Zu Evotec - vorausgesetzt Just läuft weiterhin gut und wird jetzt auch profitabel und der Recht erwirtschaftet keine Verluste mehr, dann steckt bei Evotec schon eine Menge Potential. Wenn man sieht, wie hoch nach wie vor der Umsatz ist und wenn man sieht, wie langfristig einige der Geschäftsverbindungen sind, dann kann man es schon schaffen, wenn man an der richtigen Stellschrauben dreht, Evotec wieder profitabel zu machen. Dann steigt auch der Kurs. Sind natürlich viele wenns und bisher hat das Management noch nicht überzeugt. Aber die neue Ausrichtung ist meiner Meinung nach der richtige Weg. Gerade Just wächst ja auch sehr stark und die Basis wird immer breiter. In den kommenden Jahren wird halt Just der Umsatzwichtigste Teil bei Evotec sein und dann wird man sehen, ob man auf's richtige Pferd gesetzt hat. Ist aber nur meine Meinung.
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24.03.26 12:21
#19709 Evotec
Das ist genau diese Spieler-Logik: Verluste tun weh, aber irgendwie geben sie einen größeren Kick als der nüchterne Blick aufs Risiko. Und statt einfach mal zu akzeptieren, dass Timing, Bewertung und Managemententscheidungen eine Rolle spielen, wird dann lieber in epischer Länge erklärt, warum trotz allem genau die eigene Aktie „eigentlich“ ein verborgenes Genie ist.
Und bei Evotec? Da ist es dasselbe Muster in Grün: Wenn alles klappt, wenn die richtigen Stellschrauben gedreht werden, wenn das Management diesmal keinen Bockmist baut, wenn Just profitabel wird, wenn sich langfristige Partnerschaften auszahlen – dann „kann man es schon schaffen“. Klar. Kann man. Man kann auch im Casino gewinnen, wenn die Kugel versehentlich hängenbleibt.
Am Ende bleibt’s wie immer: Eine Mischung aus Hoffnung, Rationalisierung und der unerschütterlichen Überzeugung, dass das eigene Pferd natürlich das richtige sein muss – egal wie oft es schon lahm durch die Manege gestolpert ist.
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24.03.26 14:12
#19710 Wenn jemand Dritter ein Beispiel
https://www.ariva.de/forum/...p;page_size=25&page=0&type=last
Sorry, kann man beides als "Beschäftigung mit einem anderen User" begreifen, ich rede lieber drüber als #19709 (und andere personenbezogene Beiträge des Users) bei der Rennleitung zu verpetzen.
Noch schöner wären doch Fakten, vorzugsweise neue, und die dann kommentiert bzw. eingeschätzt (aber nicht 23x der gleiche Kommentar zu kaltem Kaffee).
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24.03.26 15:27
#19711 Evotec
Schon komisch, wie manche hier mehr Energie in Empörung investieren als in tatsächliche Fakten.
Und ja, ich kenne das Ritual: In diesem Forum reicht schon ein Hauch von Kritik am Management oder am Dauerapologeten, der selbst bei 30 € noch zum beherzten Nachkaufen aufgerufen hat, und man wird behandelt, als hätte man gerade fremde Religionen beleidigt.
Sperre inklusive. So viel zur freien Meinungsäußerung.
Dabei müssten Sie mir eher einen Präsentkorb schicken. Ich versuche immerhin, Sie vor dem Totalverlust zu bewahren – ein Service, den man hier anscheinend als persönlichen Angriff missversteht.
Wer auf das sinkende Schiff zeigt, ist nicht der Feind.
Der Feind sind diejenigen, die behaupten, die Titanic „sei nur kurz unterbewertet“.
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| Boardmail an "zero505" |
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24.03.26 16:02
#19712 Nix gegen Kritik
Es gibt aber ein paar Leute, die arbeiten sich ausschließlich an gefallenen Titeln (VW, Novo Nordisk, SAP, LPKF, ...) ab und die füllen ihren Präsentkorb mit der schlechten Laune Dritter. Und es gibt auch Leute, die sich auf eine einzige Aktie kaprizieren, sei es Liebe, verschmähte Liebe oder eine Connection zu internen Informationen. Liebe ist blind, Informationen teilen ist "interessant für die Leser", verschmähte Liebe rauslassen hilft irgendwie niemandem, oder?
Meine schlechte Laune in Bezug auf Evotec dürfte letzten Juni kurz nach der HV aus mir herausgesprudelt sein (ging nicht anders, ab #17176 ff, da waren aber auch mit Chance ein paar Neuigkeiten für die Leser dabei), dann noch dann und wann Eruptionen wenn Halozyme wieder rausgekramt wird oder ähnliche Unsachlichkeiten.
Also: Nix gegen Kritik und den Hinweis auf das Sinken des Schiffes (am besten wohlbegründet bevor ALLE schon nasse Füße haben), und etwas mehr "Substanz" dürfte schon sein und eben auch mal irgendwo etwas Konstruktives.
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| Boardmail an "Homeopath" |
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24.03.26 16:31
#19713 @zero505
Meine Meinung zu Evotec ist halt meine Meinung und nur die Zeit wird zeigen, ob das Management nochmal den Turnaround schaffen wird.
Kannst ja mal in den Spiegel sehen und überlegen, zu welcher Typ Mensch du gehörst. Ich hoffe für dich, dass du ordentlich short warst und gute Gewinne gemacht hast.
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| Boardmail an "KaktusJones" |
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24.03.26 19:28
#19714 Sieht alles Scheiße aus vom Kurs her
Ein schlafender Riese, das Potential ist gigantisch der Kurs auf Zwergen Niveau .Wir müssen geduldig sein. Evotec kann sich auch in einer Woche vervierfachen, braucht halt News , ne PR die funktioniert und gute Abschlüsse , nix weiter.
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| Boardmail an "Nebelland2005" |
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24.03.26 21:59
#19715 Evotec
Es ist ein Realitätsbruch.
Es verändert die Art, wie man auf seine eigenen Entscheidungen schaut.
Viele Anleger erleben dabei vier Phasen:
Schockphase – „Das kann nicht wahr sein“
Am Anfang denkt man noch, es ist nur ein Rücksetzer.
Man sucht Gründe, warum es bald wieder dreht.
Man findet sogar Argumente, um sich zu beruhigen.
Jeder macht das.
Hoffnung – „Es kommt schon wieder“
Man hält durch, weil man gelernt hat:
Wer Geduld hat, wird belohnt.
Nur gilt das eben nicht für jede Aktie – und nicht für jeden Zeitpunkt.
Starre – „Ich kann jetzt gar nichts mehr machen“
Wenn der Verlust zu groß wird, schaltet der Kopf um:
Man verkauft nicht mehr aus Vernunft –
sondern man hält nur noch, weil man nicht weiß, wie man den Verlust emotional akzeptieren soll.
Das ist die Phase, in der die meisten Anleger feststecken.
Resignation – „Ich bin gefangen“
Man schaut auf das Depot und fühlt:
Wut
Scham
Enttäuschung
Hilflosigkeit
Und man sagt sich:
„Es ist sowieso zu spät.“
Diese Phase tut am meisten weh.
Und jetzt die eine Wahrheit, die dir keiner sagt:
Du bist nicht wegen der Aktie gefangen –
du bist wegen der Hoffnung gefangen.
Und es gibt nur zwei Wege da raus:
Weg 1: Halten – weil du wirklich noch an diesen Turnaround glaubst
Das ist emotional sinnvoll, wenn du sagst:
„Ich kann damit leben, dass es länger dauern kann.“
„Ich glaube an das Geschäftsmodell.“
„Ich will sehen, ob die Erholung kommt – auch wenn sie nicht sicher ist.“
Dieser Weg braucht Geduld.
Und er geht nur, wenn du innerlich stabil bist.
Weg 2: Verkaufen – um den Druck aus dem Kopf zu bekommen
Das ist emotional sinnvoll, wenn du sagst:
„Die Aktie belastet mich.“
„Ich bin nur noch wegen der Hoffnung drin.“
„Ich will wieder frei entscheiden können.“
Das ist KEINE Niederlage.
Das ist Selbstschutz.
Viele Anleger verkaufen nicht, weil sie nicht verlieren wollen.
Aber manchmal bedeutet Verkaufen:
Das Steuer über die eigene Psyche zurückholen.
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| Boardmail an "zero505" |
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25.03.26 09:20
#19716 Zero
Was Du wohl damit bezweckst...tzzz tzzz
Ich sehe den Anstieg kommen und zwar macht das heute schon Spass....ok ok....mein Einstandskurs ist halt schon nicht schlecht.
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| Boardmail an "Obelox" |
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25.03.26 10:25
#19717 @Zero
Ich meine, du kannst Evotec ja negativ gegenüberstehen - geschenkt. Jedem seine Meinung und vielleicht liegst du ja mit allem auch richtig. Aber auch du kannst nicht in die Zukunft sehen. Gestehe doch anderen Marktteilnehmern ebenfalls eine eigene Meinung zu, die nicht der deinen entspricht. Vielleicht liegen wir auch beide falsch und wir laufen in eine lage Seitwärtsbewegung ein. Aber auch da kann man mit Handel Gewinne einfahren. Es hängt halt alles davon ab, wie man mit Evotec umgeht. Du unterstellst jedem hier, der Aktien von Evotec hält, das er ein Idiot ist. Damit habe ich meine Probleme.
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| Boardmail an "KaktusJones" |
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26.03.26 10:04
#19718 Evotec
https://www.finanznachrichten.de/...startet-jetzt-der-rebound-486.htm
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| Boardmail an "Highländer49" |
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26.03.26 10:12
#19719 Berenberg senkt das utopische Kursziel um .
https://www.finanznachrichten.de/...berg-stuft-evotec-auf-buy-322.htm
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| Boardmail an "eintracht67" |
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26.03.26 10:18
#19720 gab es früher schon bei anderen Aktien
Dann KE und ein Geschaukel über jahre zwischen 4 und 8.
Und wo steht sie heute ........
Mein EK ist bei 5,30 , aber ich hab auch nicht so viele. Dennoch über 6 wird SL gesetzt.
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| Boardmail an "duftpapst2" |
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26.03.26 12:20
#19721 Berenberg
Aber gut, wenn ich mich nach meinen eigenen Standards messen lassen will, dann gilt Folgendes: ob die Empfehlung von heute gut ist/war, entscheidet sich im nächsten Jahr. Aber seine Buy-Initiation im Januar/Februar war schon mal Murks.
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| Boardmail an "dlg." |
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26.03.26 14:01
#19722 Evotec streicht 800 Stellen – und trotzdem .
Dies ist ein automatisiert generierter Hinweis auf die neueste News zu "Evotec SE" aus der ARIVA.DE Redaktion.
800 Stellen weg, Kosten explodiert, Gewinne verschoben – Evotec steckt tief in der Krise. Doch Analysten sehen mehr als 100% Kurspotenzial. Was steckt hinter dem Widerspruch?
Lesen Sie den ganzen Artikel: Evotec streicht 800 Stellen – und trotzdem sehen Analysten 100% Kurspotenzial
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| Boardmail an "ARIVA.DE" |
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26.03.26 15:32
#19723 Oh je, der Pusher-Analyst...
"Der Ausblick des Wirkstoffforschers vom 10. März habe seine Erwartungen massiv verfehlt, schrieb Christian Ehmann am Mittwochabend."
https://www.finanzen.at/analyse/evotec-se-buy-1068817
Wenn der Ausblick massiv verfehlt wurde, muss man auch seine alten Projektionen massiv nach unten revidieren, und das muss eine deutliche Reduzierung des Kursziels zur Folge haben. Es sei denn, man ändert die Parameter des Bewertungsmodells oder passt die Projektionen eben doch nicht an.
Was dieser Analyst bei Evotec aufführt, ist echt einfach nur noch peinlich. Seit Herbst 2021 durchgehend eine Buy-Empfehlung nach der anderen, irgendwelche Fantasie-Kursziele, die kein einziges Mal in weiterer Folge auch nur eine Sekunde an irgendeinem Börsenplatz erreicht wurden...
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26.03.26 16:54
#19724 nufan
Was mir dann aber dennoch fehlt, selbst wenn seine 2028er Schätzung mehr oder weniger unverändert ist: i) der notwendige Anstieg von 20 auf >150 Mio EBITDA in nur zwei Jahren sollte doch schwieriger (bzw. unrealistischer) zu erreichen sein, ii) Evotec muss 100 Mio einmalige Restru-Kosten / Liquidität in die Hand nehmen zur Erzielung der Horizon-Vision, die bisher so nicht erwartet wurden, iii) vllt fehlen da weitere 100 Mio EBITDA in 2026/27 ggü seiner bisherigen Schätzung.
Und diese drei Punkte sollen ingesamt nur 30c in seinem Fair Value ausmachen? Vllt hängt da schon irgendwo ein Bild von ihm in Hamburg in den Evotec Räumen mit "Treuester Analyst aller Zeiten"....
********************
„Dass der einstige Kursausreißer bei Evotec inzwischen keiner mehr ist, machte an diesem Tag Warburg-Analyst Christian Ehmann deutlich, indem er sein Kursziel für die Aktie von 40 auf 48 Euro anhob und seine Kaufempfehlung bekräftigte. Dabei betonte er die guten Geschäftsperspektiven für die neue Produktionsanlage für gentechnisch hergestellte Arzneistoffe (Biologika) und er hob seine Prognosen für den Gewinn an. Die 48 Euro sind das höchste Kursziel aller Experten, die das Papier derzeit überwiegend zum Kauf empfehlen.“
https://www.boerse-online.de/dpa-afx/...rg-studie-stuetzt-116642.html
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27.03.26 07:48
#19725 @dlg.
(Noch ein kleines technisches Detail: Evotec berichtet das bereinigte EBITDA...z. Bsp. Restrukturierungskosten kann man somit herausrechnen. Das unprofitable Geschäft zeigt sich dann sehr deutlich nur im unbereinigten EBITDA oder EBIT.)
Es sollte einfach eine Offenlegungspflicht für Analysen geben. Denn Kleinanleger nehmen diese Analysen gerne viel zu ernst (vor allem von den Pusher-Analysten). Weißt du zufällig, ob und wo man diese Kurszielanalysen einsehen könnte?
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