Evotec - es kann los gehen! - Teil2
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neuester Beitrag: 17.04.26 13:01
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| eröffnet am: | 29.05.19 11:05 von: | Chipka69 | Anzahl Beiträge: | 19849 |
| neuester Beitrag: | 17.04.26 13:01 von: | Nicolas95 | Leser gesamt: | 10979441 |
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27.03.26 11:14
#19726 nufan
Und vor allem was soll das inhaltlich bringen? Intron sieht ein Kursziel von 2 Euro und die RBC eines von 10 Euro, Faktor 5. Die einen nehmen einen EV-Multiplier, die anderen ein DCF, der dritte vllt ein KGV (ok, bei EVT eher nicht). Jeder nimmt vllt nen anderen Zinssatz beim DCF, manche einen "visibility discount“, etc. Das ist nun mal Börse, dass Du völlig unterschiedliche Meinungen und Erwartungen zu einer Aktie hast.
Wer sich von Einzelanalysen aus der Ruhe bringen lässt, sollte sich vllt grundsätzlich überlegen, ob stock picking in hochriskante Einzelwerte der richtige Investmentansatz für einen ist.
Und letzter Punkt: ich glaube nicht, dass die Kleinanleger die Analysen ernst nehmen. Und wenn dann werden nur die bullishen Analysten ernst genommen und alle anderen zum Teufel gejagt. Schau Dir mal an, was in den Foren ab April 2024 zum DB Analysten geschrieben wurde, weil der es gewagt hatte, erst auf „Hold“ und dann auf „Sell“ zugehen. Inhaltlich lag der sehr gut, aber fast alle im Forum wollten ihm den Außenspiegel abtreten, haben dem Zusammenarbeit mit HFs unterstellt, dass der geschmiert wurde, keine Ahnung hat, etc.
Aber gleichzeitig wurden die notorisch daneben liegenden RBC Analysten seit Jahren gefeiert und jede erneute Kaufempfehlung als Gütesiegel für die Aktie genommen.
Dass jemand aufgrund einer bearishen Analyse seine Aktien verkauft, habe ich in den allerseltensten Fällen gesehen.
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27.03.26 11:26
#19727 Ergänzung
https://www.ariva.de/forum/...ehen-teil2-563165?page=522#jumppos13066
Hatte das sogar schon damals kommentiert :-)
https://www.ariva.de/forum/...ehen-teil2-563165?page=523#jumppos13088
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27.03.26 11:39
#19728 @dlg.
Und Analysen haben eben auch eine Auswirkung auf den Kapitalmarkt: Denke nur einen Monat zurück, als der Kurs +10% machte, weil Berenberg Evotec in die Bewertung aufgenommen hatte. Der eine oder andere User (du, ich, …) hat zwar hingewiesen, dass es nur wieder Christian Ehmann ist, der von Warburg zu Berenberg gewechselt ist, aber trotzdem.
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30.03.26 09:50
#19729 keiner
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30.03.26 15:35
#19730 Börse sehr schön im grünen Bereich, und
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30.03.26 15:39
#19731 Warum schockstarre?
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30.03.26 16:32
#19732 Käuferstreik vor dem 8.4.
Da man diesem Management wirklich alles Schlechte zutrauen muss, würde es mich nicht mehr wirklich überraschen, wenn man plötzlich mit 200 Mio Impairment auf immat. VG um die Ecke käme...
Damit wäre die aktuell verbreitete Story vom KBV 1 bei 750 Mio MKAP sofort ausgeträumt...
Sicherlich ist einigen von Euch aufgefallen, dass derzeit unheimlich viele teils sehr erfreuliche Studienergebnisse publiziert werden. U.a. von Bristol Myers und Bayer...
Bei Evotec hingegen gibt es außer ein paar mickrigen Milestones im Bereich von 5 bis 10 Mio USD seit Monaten keine wirklichen Studienerfolge.
Dabei müsste angesichts der grossen Anzahl von Evotec betriebener Studienprojekte ggf. rein zufällig mal ein Überraschungsfund dabei sein...
Mit Milestones von 5 oder 10 Mio USD ist der Verlustmaschine Evo nicht geholfen. Da müssten schon mal 50 bis 100 Mio USD Einmalzahlung her, um die Verlustserie zu unterbrechen...
Es ist schon Wahnsinn, wie tief sich das Unternehmen in verlustreichen Aufträgen eingegraben hat... offenbar wurden tatsächlich nur die finanziell unattraktivsten Projekte von Big Pharma outgesourct...
Und Evo war dumm genug, alles anzunehmen, egal wie renditeschwach...
Die Frage ist nun in der Tat, was bei Evo umsatzmäßig übrig bleibt, wenn man radikal alle Verlustbringer einstampft... und ob sich zu deutlich verbesserten Margen überhaupt nennenswert neue D&PD Projekte akquirieren lassen...
Der Umsatz- und Gewinnentwicklung der letzten zwei Jahre nach zu urteilen, ist D&PD ziemlich tot...
Vielleicht sollte man sich voll und ganz auf Just konzentrieren und D&PD aufgeben?
Bei anhaltend tief negativer EBITDA Marge kommt das Management allmählich in Erklärungsnot, warum wir Aktionäre D&PD weiterhin mitschleppen sollten...
Wenn man tatsächlich glaubt, der Kapitalmarkt ließe das Unternehmen noch zwei, drei Jahre in dem Stil der letzten drei Jahre weiterwursteln, dann dürfte man sich gewaltig täuschen.
Der Kapitalmarkt will am 8.4. nicht weniger als einen glasklaren und plausiblen Fahrplan zu einem profitablen Geschäftsmodell sehen.
Dass das 2025er Zahlenwerk einmal mehr katastrophal schlecht aussieht und auch 2026 nochmal 40 bis 80 Mio Nettoverlust bringen dürfte, sollte heute niemanden mehr überraschen.
Wirklich entscheidend ist, dass mit Horizon nun wirklich alle verbliebenen Verlustbringer radikal ausgemerzt werden müssen, um 2027 eine realistische Aussicht auf das Erreichen einer schwarzen Null beim Konzernergebnis zu haben. Wenn man dafür nochmal 100 Mio wertlosen Umsatz opfern muss, dann sei es so. Ab sofort muss das Geschäftsmodell 100% auf Optimierung von EPS und FCF fokussiert werden!
Die Zeiten, wo man als Biotech Unternehmen dem Markt lediglich Umsatzwachstum versprechen musste, um mit teils gigantischen Kurssteigerungen belohnt zu werden, sind vorbei.
Mittlerweile dürfte auch der letzte Aktionär begriffen haben, das für Biotechs keine andere Betriebswirtschaft existiert als für alle anderen Unternehmen... Geschäftsmodelle, die unter dem Strich dauerhaft kein Geld verdienen, sind aus Aktionärssicht wertlos...
Ich hoffe inständig, dass das Management diesen letzten Schuss jetzt endlich gehört hat!
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31.03.26 09:06
#19733 Wieso sollte das Ergebnis 2025 insgesamt
Durch den SandozDeal und die Schließung von zwei Verluststandorten ist die Bilanz nach meiner Einschätzung deutlich besser geworden. Die wahrscheinliche Verbesserung durch den DarkBlue Verkauf in Q1/26 kommt noch oben drauf.
DIE Verschuldung wurde abgebaut das ist doch erstmal gut. Liquidität wurde aufgebaut.
Jetzt noch steigende Margen und es läuft.
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31.03.26 10:26
#19734 Die Schließung
Ich erwarte für 2025 einen Verlust von 55 bis 70 Mio.
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31.03.26 10:41
#19735 Evotec
es ist die absolute Minimalvoraussetzung, um an der Börse langfristig bestehen zu können.
Und genau daran ist Evotec gescheitert. Nicht erst seit gestern, sondern seit über einem Jahrzehnt,
in dem das Management die gleiche Story immer weiter aufgeladen hat, ohne sie jemals einzulösen.
Rückblickend ist das zentrale Problem offensichtlich:
Evotec hat ein Geschäftsmodell kultiviert, das nach außen wie “Biotech 2.0” verkauft wurde – Plattform, Skalierung, Partnerschaften, Meilensteinlogik. In Wahrheit war es ein Konstrukt, das chronisch kostenintensiv, personalaufgebläht, kapitalhungrig und operativ kaum skalierbar war. Die immer neuen Kapazitätsaufbauten, Expansionen und Übernahmen erzeugten eine Kostenbasis, die weit schneller wuchs als jeder Umsatzhebel.
Währenddessen erzählte das Management die gleiche Erzählung:
„Wir stehen kurz vor der Profitabilität, die Skaleneffekte kommen, die Pipeline wird Werte heben.“
Gekommen ist vor allem eines: eine Endlosschleife aus Kapitalmaßnahmen, immer begründet mit der Vision von morgen – finanziert vom Aktionär, genutzt für ein Modell, das strukturell nie im Plus landete.
Und dann die Governance-Thematik:
– Ein Aufsichtsrat, der jahrelang zusah, wie ambitionierte Versprechen über operative Realität gestellt wurden.
– Kommunikationspannen, Prüfungsprobleme, verspätete Zahlen.
– Ein Management, das Risiken kleinredete und Chancen überhöhte.
Wenn man all das zusammenfasst, dann erhält das ursprüngliche Zitat eine neue Schärfe:
Natürlich müssen Geschäftsmodelle Geld verdienen – aber Evotec zeigt exemplarisch, was passiert, wenn man sich ein Jahrzehnt lang weigert, diese einfache Wahrheit ernst zu nehmen.
Wer heute überrascht tut, hat die Entwicklung schlicht verdrängt.
Wer damals warnte, wurde als „zu negativ“ bezeichnet.
Und wer als Aktionär bis zum Ende dabeiblieb, hat teuer bezahlt, um eine betriebswirtschaftliche Binsenweisheit erneut bestätigt zu bekommen.
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31.03.26 11:15
#19736 Einfach zur HV gehen und es dem
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31.03.26 13:07
#19737 Sehe ich anders...
Wenn Horizon diverse Wertberichtigungen auslöst, dann sind diese wirtschaftlich nicht erst bei Publikation des neuen Restrukturierungsprogramms entstanden, sondern die fraglichen Projektwerte waren objektiv mit Sicherheit schon weitaus länger notleidend.
Man darf nie vergessen, dass gerade bei der Bewertung immaterieller Vermögenswerte erhebliche Ermessensspielräume für den Berichtsersteller bestehen. Wenn bestimmte immaterielle Bilanzansätze nun aber glasklar nicht mehr realisierbar sind, muss die Wertberichtigung in der ersten offenen Bilanz (-> Stichtag 31.12.2025) vorgenommen werden.
Der Impairmentest und das darauf basierende Restrukturierungsprogramm "Horizon" sind insoweit als "bessere Erkenntnis" und nicht als wertbeeinflussendes Ereignis nach dem Abschlussstichtag zu beurteilen.
Wenn Evotec für 2025 ein Konzernergebnis von -75 Mio € berichtet und dann zum 31.03.2026 mit Wertberichtigungen in 3-stelliger Millionenhöhe ums Eck kommt, kann sich der Vorstand bezüglich des Vorwurfs der "Bilanzmanipulation" schon jetzt warm anziehen! Dann bekommen sie von mir definitiv eine Strafanzeige. Denn dieses elendige Spiel einer scheibchenweisen Berichterstattung über das wahre Ausmaß der Probleme des seit Jahren unprofitablen Geschäftsmodells muss hier und jetzt aufhören! Am 08.04.2026 erwarte ich tabula rasa, d.h. eine Offenlegung und Quantifizierung sämtlicher stiller Lasten und der erwarteten Sanierungskosten.
Wer glaubt, dass Evotec für 2025 ein gegenüber 2024 signifikant verbessertes Konzernergebnis (d.h. eine signifikante Verringerung des Jahresfehlbetrags) berichten wird, ist m.E. gewaltig auf dem Holzweg! Mit Publikation von Horizon und Andeutung von über die auf ca. 100 Mio € bezifferten Cashkosten hinausgehenden Wertberichtigungen war m.E. klar, dass der Geschäftsbericht 2025 neben dem ohnehin schon erwarteten Verlust in Größenordnung von 75 bis 100 Mio € weitere signifikante Wertberichtigungen und Rückstellungen sehen wird und das Konzernergebnis 2025 demnach eher bei -200 Mio € liegen dürfte. Ich habe mich jedenfalls seelisch und moralisch bereits auf einen weiteren Megaverlust in der Größenordnung von 2024 oder darüber vorbereitet...
In Sachen Transparenz wäre es schlicht katastrophal, wenn Evo für 2025 (dank Einmaleffekten aus dem Sandoz-Deal) eine signifikante Ergebnisverbesserung vermelden würde, um dann mit 3-monatiger Verspätung in Q1 2026 durch die Bildung einer 100 Mio € Rückstellung für Horizon und zusätzliche Wertberichtigungen einen Megaverlust auszuweisen, in dessen sicherer Erwartung die Shortseller hier vermutlich bis zum 06.05.2026 noch mehr Gas geben würden, um dann am Berichtstag den finalen Ausverkauf zu triggern.
Wenn der Vorstand Shareholder Value auch nur ein wenig ernst nimmt, macht er am 08.04.2026 tabula rasa und liefert den Aktionären eine ehrliche Bestandsaufnahme, von der aus man mit harter Arbeit wieder Boden unter den Füßen bekommen kann und nicht einen weiteren freien Fall erwarten muss.
Wir brauchen hier endlich einen Boden, von dem aus die Aktionäre wieder Vertrauen und Zuversicht gewinnen können. Scheibchenweise Offenlegung des wahren Ausmaßes der Verlustsituation wäre hiier garantiert die falsche Herangehensweise!
Im Gegenteil könnte man mit einer radikal aufgeräumten Bilanz 2025 und einem finanziell attraktiven Beteiligungsverkauf Anfang 2026 im Rücken das restrukturierungsbedingt herausfordernde Geschäftsjahr 2026 deutlich entspannter angehen, da durch den mutmaßlich in der Größenordnung von 50 Mio USD (fíxer Kaufpreisbestandteil Amgen) liegenden Veräußerungsgewinn eine signifikante Verbesserung des Konzernergebnisses 2026 (trotz weiterhin operativer Verluste) garantiert ist.
In diesem Zusammenhang wird auch spannend, wie konservativ Evotec ebendiesen Veräußerungsvorgang bilanzieren wird, ob und inwieweit man im Rahmen sachgerechter Ermessensausübung also neben dem mit Amgen vereinbarten Festpreis auch erfolgsabhängige Earn-out-Zahlungen (= variable Kaufpreisbestandteile) bereits im Verkaufszeitpunkt aktiviert oder nicht.
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31.03.26 14:32
#19738 @eisbaer1
Allerdings stellst du deine Annahmen irgendwie als Fakten dar, ignorierst legitime Gründe für spätere (z. B. in 2026),Wertanpassungen, bringst mögliche rechtliche Konsequenzen („Strafanzeige“) ins Spiel und arbeitest mit spekulativen Zahlen.
Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, was du mit diesem fachlich "aufgeladenen" Beitrag eigentlich aussagen willst.
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31.03.26 15:27
#19739 Erwartungsmanagement
Bei Foristen wie Puhmuckel scheint unzähligen Crashs zum Trotz noch immer kein Verständnis für die betriebswirtschaftliche Realität des Unternehmens eingekehrt zu sein.
Lieber rechne ich mit dem Schlimmsten und werde dann positiv überrascht...
Aber ausgerechnet bei Evotec die rosarote Brille aufzusetzen und im Vorfeld von Zahlen immer wieder... "vielleicht kommt ja diesmal eine positive Überraschung" zu artikulieren, ist einfach nur naiv.
Das Evo-Management ist so gestrickt, dass jede halbwegs positive News immer sofort publiziert wird, bei erkennbar schlechten Nachrichten hingegen wird gemauert was das Zeug hält...
Nachdem wir allein in den letzten 24 Monaten mehrfach 30%-Crashs im Anschluss an Quartalszahlen erleiden mussten, sollte man meinen, das Management würde sein offensichtlich katastrophales Erwartungsmanagement grundlegend überdenken oder auch adhoc-Pflichten endlich mal ernst nehmen... denn offensichtlich bestand immer wieder eine teilweise gigantische Diskrepanz zwischen Markterwartungen und Ergebnissen... genau für diese Situation gelten adhoc-Pflichten, die das Evo-Management aber offensichtlich nicht sachgerecht erfüllt... oder nur teilweise, wie bei der Bekanntgabe vorläufiger Q4-Zahlen ohne Angaben der vorläufigen Ergebnisse für Net-Debt, Eigenkapital und Konzernergebnis. Somit haben wir am 08.04. exakt wieder die Situation, dass niemand außerhalb des Managements auch nur einen Schimmer davon hat, wie die Bilanz zum 31.12.2025 wirklich aussieht und wie hoch der Jahresfehlbetrag 2025 wirklich ist...
Je nach bilanzieller Abbildung etwaiger Rückstellungen und Wertberichtigungen aus dem, Restrukturierungsprogramm "Horizon" am Bilanzstichtag 31.12.2025 haben wir beim Konzernergebnis eine Bandbreite plausibel erwartbarer Konzernergebnisse im dreistelligen Millionenbereich.
Wen interessiert da noch eine bestätigte Guidance für das bereinigte EBITDA?
Wie böse es wirklich aussieht, sieht man im tatsächlich berichteten EBITDA und dem IFRS-Konzernergebnis. Wenn man dazu bedenkt, dass EVO nahezu 100% der Umsätze in USD fakturiert und die extreme Abwertung des USD in 2025 berücksichtigt, wird das unter Einbeziehung von Währungsverlusten ermittelte Gesamtergebnis noch eine Spur bitterer als das Konzernergebnis.
Bei einer solchen Gemengelage muss das Management dem Kapitalmarkt frühzeitig reinen Wein einschenken, um nach dem 30% Crash bei Publikation der vorläufigen Zahlen nicht einen weiteren Crash bei Publikation des Geschäftsberichts zu triggern, der eigentlich nur das bereits vorläufig bekannte Zahlenwerk in endgültiger Form präsentieren sollte...
Statt dessen haben die Anleger auch nach besagtem 30%-Crash noch immer keinen blassen Schimmer von der tatsächlichen Verlusthöhe in 2025 und den in 2026 zu erwartenden weiteren Verlusten...
In einer solchen Lage kann ich aus Anlegersicht nur dafür plädieren, sich auf ein insgesamt katastrophales Zahlenwerk vorzubereiten, um nicht wieder "überrascht" zu werden.
Aus Sicht des Managements ist doch klar, dass man in 2026ff. unbedingt Margenverbesserungen schaffen MUSS. Wenn ich dabei aber mit langfristig abgeschlossenen, hoch unprofitablen Projekten arbeiten muss, kann ich die Marge der Folgejahre faktisch nur dadurch heben, dass ich Kosten in das ohnehin bereits "versaute" Jahr 2025 vorverlagere.. z.B. im Wege von Aufwandsrückstellungen oder aber im Wege der Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, deren Afa andernfalls die Konzern-Ergebnisse der Folgejahre beeinträchtigen würde.
Wenn ich nur die EBITDA-Marge der Folgejahre im Blick habe, sind Aufwandsrückstellungen das Mittel der Wahl. Je höher, desto besser für die zukünftige EBITDA-Marge... im besten Fall kann man in Folgejahren überhöhte, d.h. nicht mehr benötigte Rückstellungen erfolgswirksam auflösen und den Gewinn aufhübschen...
Nachdem das Management wohlweißlich nur bereinigte EBITDA-Kennziffern geguidet hat, ist es in Sachen typischerweise zu bereinigende Einmalaufwendungen darstellender Aufwandsrückstellungen völlig frei... d.h. man kann die Guidance für bereinigte Zahlen durch kreative Abgrenzung zu bereinigender GuV-Positionen nach außen hin problemlos einhalten und gleichzeitig Bilanzpolitik für Margenoptimierung in Folgejahren betreiben.
Und genau das wird Evotec am 08.04. m.E. tun und alle Kosten in den 2025er Abschluss packen, die man beim Wirtschaftsprüfer in Sachen "periodengerechter Gewinnermittlung" noch vertreten kann.
"Tabula rasa" eben...
Mein Post sollte darauf hinweisen, sich auf dieses Szenario emotional vorzubereiten...
Wie bekannt, bin ich bei Evo unverändert signifikant investiert und meine größte Angst ist, dass wir bei Zahlenbekanntgabe eine weitere Shortattacke erleben, weil Analysten und Anleger sich dem Ernst der Lage - alles vorangegangenen Crashs zum Trotz - noch immer nicht realistisch angenähert haben...
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31.03.26 15:34
#19740 Ergänzung
Es bleibt bis zum 08.04. und darüber hinaus spannend... leider :-(
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31.03.26 19:24
#19741 Der Beteiligungsverkauf
Ist sogar zwingend finde ich, weil bei Aufstellung der Bilanz für 2025 der Preis bei Evotec bekannt ist. Dieser Puffer müsste doch einiges auffangen.und könnte zu positiven Überraschung führen.
Es gibt ja nicht nur Abwertungen sonder auch Aufwertung. Nur meine Einschätzung.
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31.03.26 19:35
#19742 EVT
Was wir seit zwei Wochen bereits wissen:
Umsatz 2025
Adj. EBITDA 2025
Umsatz-Guidance 2026e
EBITDA-Guidance 2026e
EBITDA-Margenziel 2028e
EBITDA-Margenziel 2030e
Umsatz-Vision 2030e
CAGR 2026-2030e
Details der Horizon Maßnahmen
Annahmen für die neue Guidance
Einmaliger Cash-Aufwand für Horizon
Für Horizon wurde ein Extra Conference Call aufgesetzt und in diesem wurde nicht nur Horizon besprochen, sondern auch schon operative Aspekte angerissen (zB dass BMS Umsätze in 2026 ihr Tief erreichen werden).
Die einzigen noch etwas relevanten Neuigkeiten, die nächste Woche kommen, sind für mich persönlich: 4Q 2025 Cash Flow und insbesondere wie der Dark Blue Beteiligungsverkauf verbucht wurde (ggfs noch in 2025 und in welcher Höhe). Und daraus – in Verbindung mit weiteren Restru-Kosten – ergibt sich dann mehr oder weniger der Nettoverlust bzw. die Netto-Cash-Position per Ende 2025.
Aber sind das Informationen, die den Kurs deutlich in die ein oder andere Richtung bewegen sollten/können? M.E. nicht, die relevanten Informationen sind doch schon längst draußen. Da sehe ich eigentlich keine zweistelligen Kurskapriolen, von 30% erst gar nicht zu sprechen. Kramt gerne mein Posting nächste Woche aus, wenn ich falsch liege :-)
Non-cash wirksame Abschreibungen nach so einem Kursverlauf interessieren mE auch kaum noch jemanden, die Cash Position hat sich deutlich verbessert, Covenants kein Thema mehr und auf eine EK Quote schaut auch keiner vor der Gemengelage. Gebe aber dem Eisbär recht, dass man potenzielle Impairments besser in den 2025er Zahlen unterbringen sollte.
Da sind solche News wie gestern/heute von dem aktivistischen Investor MAK schon relevanter.
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01.04.26 02:58
#19743 Danke für den Hinweis
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01.04.26 08:21
#19744 Evotec ernennt einen neuen CCO
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01.04.26 12:15
#19745 Tja evt war das mal ein Fehlausbruch
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01.04.26 15:26
#19746 Neuer CEO
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Beste Grüsse
Laterne
Beste Grüsse
Laterne
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01.04.26 15:52
#19747 du kennst den Unterschied
....aber ein neuer CEO wäre wohl auch angebracht....2 Jahre fast rum und den Kurs mehr als halbiert...danke
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02.04.26 14:41
#19748 Evotec
Wahrscheinlichkeit hoch: Evotec wird sich bewegen müssen
Ein Investor mit 7 % kann: Hauptversammlungen dominieren, andere Investoren mobilisieren, den Druck öffentlich erhöhen
Alternativvorschläge erzwingen, Evotec wird nicht ignorieren können, was MAK will.
Der Markt liebt Aktivisten, weil sie für Bewegung sorgen.
Sie kaufen nur dann so große Pakete (7 %!!), wenn sie die Aktie für massiv unterbewertet halten und glauben, dass sie mit Druck eine Wertsteigerung erreichen können.
MAK hat drei deutliche Botschaften gesendet:
„Wir sind unzufrieden mit dem aktuellen Management.“
Sonst fordert man nicht:
Governance-Änderungen
Aufsichtsratsumbau
mehr Transparenz
Das ist ein diplomatischer Code für:
„Ihr schöpft den Unternehmenswert nicht aus und kommuniziert schlecht.“
IPO einer Division, Spin-out der US-Tochter Just-Evotec Biologics, zeigt:
MAK glaubt, dass Evotec in Einzelteilen mehr wert ist als als Ganzes.
Das ist oft ein starkes Signal, dass der Markt das Unternehmen falsch einpreist.
Die Forderung, Dr. Wolfgang Hofmann in den Aufsichtsrat zu bringen, ist ein Standardwerkzeug:
Sich einen eigenen Vertreter in die Entscheidungsstruktur zu holen.
Das ist keine Bitte, sondern eine Ansage.
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02.04.26 14:47
#19749 Sind 7% eine Sperrminorität oder die Mehrhe.
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| Boardmail an "Homeopath" |
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02.04.26 14:53
#19750 Evotec
aber mehr als genug, um aktivistisch richtig Druck zu machen –
vor allem, wenn ein Unternehmen angeschlagen ist oder das Vertrauen des Marktes wackelt.
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