Gerresheimer - gut - defensiv -
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neuester Beitrag: 20.04.26 13:33
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| eröffnet am: | 30.09.11 23:38 von: | 2141andreas | Anzahl Beiträge: | 1630 |
| neuester Beitrag: | 20.04.26 13:33 von: | Investor Global | Leser gesamt: | 813159 |
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Stand: 3. Quartal 2025
Der Grund für die rückläufigen Gewinne (roter Kreis von mir) bzw. für die jüngsten Gewinnwarnungen sind hohe Betriebskosten, vor allem hohe Verwaltungs- und Personalkosten (grüner Kreis von mir).
Der Bruttogewinn (605 Mio. E) teilt sich auf in 23,3 Mio. E Reingewinn und 581 Mio. E an Betriebskosten. Ein Unterposten der Betriebskosten sind die 415 Mio. E an Verwaltungs- und Personalkosten (grüner Kreis).
D.h. wenn es dem Management gelingt, die Verwaltungs- und Personalkosten im Zuge der bereits laufenden Effizienzoptimierungskampagne z. B. um 10% zu senken - also von 415 Mio. auf auf 373 Mio. -, würde der Reingewinn um diese Differenz (ca. 42 Mio.) steigen. D.h. wir würden, auch wenn sich ansonsten nichts ändert, statt 23 Mio. E Reingewinn ca. 65 Mio. Reingewinn haben (= 180% Gewinnzuwachs).
Ich weiß nicht, wie hoch die Effizienzgewinne tatsächlich ausfallen werden. Man sieht aber deutlich, dass Kostensenkungen einen enormen Hebel hinsichtlich künftiger Profitabilität liefern.
Die Kostensenkungen gehen u. a. mit Entlassungen einher, für die Abfindungen ("Restrukturierungskosten") gezahlt werden müssen, so dass die Wirkung erst verzögert eintritt.
Auffallend an der Grafik unten (gleiche Quelle) ist der über den gesamten Zeitraum leicht steigende Umsatz - auch wenn er jetzt kurz wie angekündigt um 1 bis 2 % sinken sollte.
Der rechte Teil des Charts betrifft die Zukunft, und da sehen die Analysten bislang kontinuierlich weiter steigende Umsätze.
D.h. die Firma Gerresheimer ist, was Umsätze betrifft, kerngesund.
Belastend sind die relativ hohen Schulden. Doch Moodys signalisiert mit seinem aktuellem Rating "Baa3 mit stabilem Ausblick" (= Bonds sind also keine Junkbonds) keine aktuell drohenden Gefahren. Beim ATH von 123 Euro waren die Schulden übrigens nicht wesentlich niedriger...
Besorgniserrend ist der aktuell negative Cash-Flow (lila Linie), der u. a. eine Folge der bisherigen Ineffizienz (zu hohe Kosten, siehe letztes Posting) ist. Der negative Cash-Flow befindet sich jedoch im Prozess der Bodenbildung (Tief in 2025). Analysten gehen davon aus, dass der FCF ab 2026 wieder positiv wird (siehe rechter Teil des Charts).
Warum ist ein negativer FCF besorgniserregend? Weil er die ohnehin schon hohen Schulden weiter vergrößert. Da dies jedoch aller (Analysten-)Voraussicht eine 2025-Ausreißer ist (womöglich auch eine Spätfolge der Übernahme der italienische Bormioli Pharma Group in 2024), sollte es sich um ein temporäres Phänomen handeln. Die Börse handelt mittelfristig die Zukunft.
Sollte Gerresheimer wie geplant in 2026 die Glas-Sparte verkaufen, sieht es hinsichtlich Schulden völlig entspannt aus...
Es hat übrigens gute Gründe, warum Private-Equity-Investoren großes Interesse an Gerresheimer haben. Das Geschäftsmodell ist tragfähig, aber die Firmeneffizienz ist verbesserungsbedürftig. Wenn eine solche Übernahme käme, würden die Investoren die Fa. stark entschlacken und so auf Profitabilität trimmen. Von 2000 bis 2007 war Gerresheimer schon einmal in privater Hand, bei Blackstone (siehe Artikel unten). Danach kam das Relisting an die Börse.
Allein schon die Tatsache, dass auch heute wieder interessierte PE-Investoren gibt, widerspricht dem Bären-Raunen hier im Thread, dass Gerresheimer ein Pleitekandidat wie Wirecard sei. PE-Investoren machen ihre Hausaufgaben in der Regel sehr genau. An einer Fa. mit schlechtem oder schwachem Geschäftsmodell hätten sie keinerlei Interesse.
KKR und Warburg Pincus hatten Anfang des Jahres 90 Euro pro Aktie geboten. Später bot ein Konsortium aus Warburg Pincus mit KPS Capital "mittlere 70 Euro" pro Aktie. Dieses Angebot hatte Gerresheimer im Juli abgelehnt (siehe Artikel unten).
Daher, liebe Bären, denkt bitte mal scharf nach: Wenn Gerresheimer wirklich pleitebedroht wäre, dann hätte das Management doch die "mittlere-70-Euro-pro-Aktie"-Offerte von Warburg/KPS mit Kusshand angenommen.
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Im Übrigen bleibt Gerresheimer auch weiterhin ein Übernahmekandidat. Ich möchte nicht in einer Bärenhaut stecken, wenn plötzlich ein weiteres Angebot über sagen wir 60 Euro kommt und das Management nun überraschend zustimmt. Das ließe manchem Bären, der seit 40 Euro abwärts short ist, graue Haare wachsen. Es sind ja übrigens über 10% der Aktien geshortet. Ich sprech schon mal mein Massenbeileid aus ;-)
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Aus dem Handelsblatt (Artikel vom 16. Juli 2025)
www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...icht-ein/100142246.html
Gerresheimer sagt Übernahme durch Finanzinvestoren ab – Aktie bricht ein
Spekulationen um einen möglichen Verkauf des Unternehmens an Private-Equity-Investoren gab es seit Jahresbeginn. Nun sagt der Vorstand Gespräche zu Übernahmeangeboten ab. Die Aktie bricht ein.
Nach monatelangem Hin und Her hat der Düsseldorfer Glasverpackungs-Hersteller Gerresheimer einer Übernahme durch Finanzinvestoren eine Absage erteilt. Der Vorstand habe „entschieden, die Gespräche mit Private-Equity-Investoren über ein potenzielles Übernahmeangebot zu beenden“, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Weitere Gespräche seien nicht im Interesse des Unternehmens, seiner Aktionäre und Mitarbeiter.
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Gerresheimer hatte unter anderem deshalb Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil der Konzern auch Pens herstellt, die zur Injektion von Medikamenten zur Gewichtsabnahme wie Wegovy von Novo Nordisk verwendet werden.
Die Absage durch den Vorstand ließ die Gerresheimer-Aktie im späten Handel bei Tradegate um sechs Prozent auf 47 Euro einbrechen.
Spekulationen um einen möglichen Verkauf des Unternehmens an eine oder mehrere Beteiligungsgesellschaften hielten sich seit Jahresbeginn. Zunächst galten die Investoren Warburg Pincus und KKR als interessiert, die Rede war von einer Offerte von etwa 90 Euro je Aktie.
Nach dem Ausstieg von KKR hatte sich Warburg Pincus mit KPS Capital Partners verbündet. Berichten zufolge wollten sie ein Gebot „in den 70ern“ abgeben. KPS hatte im Juni Berichte dementiert, wonach der Investor aus dem Bieterkreis ausgestiegen sei.
Gerresheimer, ehemals eine Tochter des Energieversorgers VIAG, gehörte von 2000 bis 2007 bereits Finanzinvestoren. Blackstone brachte das Unternehmen dann zurück an die Börse.
Kann jemand sagen was die sparte so wert ist und mit welchem betrag man rechnen kann?
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Die Mk beträgt jetzt 998 Mio. EUR
Und der Enterprise Value somit bei unter 3 Mrd. Euro. Also Marktkapitalisierung plus Nettofinanzverschuldung. Ein Schnapper, wenn einer alles haben will. Für 4 bis 5 Mrd. Euro insgesamt sicher zu haben. Die nächsten 12 bis 24 Monate werden interessant. Erstrecht, wenn sich ein operativer Aufschwung und ein Rückgang der Verschuldung abzeichnet.
übernahmeinteresse ist hier immer gegeben.vielleicht ändert sich ja die meinung nun mit neuem cfo und wegfall der glassparte.70 euro übernhamekurs würde ich sofort unterschreiben.(: )
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mal sehn wie es mit gerresheimer wird.(: )
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Wenn es tatsächlich bei Gerresheimer ähnlich laufen würde...
Sehen wir also bei Gerresheimer gerade ein ähnliches "Kapitulationstief" wie Anfang 2023 bei F. Vorwerk (letzter Chart oben)?
Angesichts der Tatsache, dass das (nicht bereinigte) Konzernergebnis nach neun Monaten von 74 Mio Euro in 2024 auf nunmehr (-) 12,1 Mio Euro abgestürzt ist, finde ich es interessant, mal nachzuschauen, woran das liegt.
Schaut man sich die entsprechende Übersicht im Quartalsbericht an, fallen mehrere Posten sofort ins Auge
- Das Finanzergebnis hat sich um 48 Mio Euro verschlechtert - wahrscheinlich durch die Zinsen auf die Finanzierung von Bormioli
- Die Abschreibungen auf Sachanlagen haben sich um 36,4 Mio Euro erhöht - Grund dafür sind die hohen Investitionen in den Vorjahren
- Hinzu kommen um 21 Mio Euro erhöhte Abschreibungen auf "Fair Value Anpassungen", die wohl mit der Übernahme von Bormioli zu tun haben
- Last but not least sind um 26 Mio Euro höhere sonstige Aufwendungen als im Vorjahr angefallen. Dazu zählen laut Gerresheimer vor allem um 15 Mio Euro gestiegene "erste Kosten in Zusammenhang mit Struktur - und Kosteneffizienzprogrammen" und 6 Mio Euro Kosten in Zusammenhang mit der Aquisition von Bormioli (wahrscheinlich Beratungskosten etc - schlecht angelegtes Geld mMn)
MMn die gute Nachricht ist, dass es sich bei den Aufwendungen, die das unbereinigte Konzernergebnis haben in den Keller rutschen lassen teilweise um "Einmalaufwendungen" für die Bormioli Übernahme handelt. Ich würde damit rechnen, dass die (teure) Brückenfinanzierung für Bormioli in 2026 in einen billigeren (normalen) Kredit überführt wird (mWn ist die Brückenfinanzierung sowieso in 2026 fällig).
Darüber hinaus kann man als Aktionär ja eigentlich nichts gegen hohe Investitionen haben - auch wenn die, wie schon einmal geschrieben anfangs Geld kosten. Und gegen Struktur- und Effizienzsteigerungsprogramme kann man ja auch nichts haben solange die sinnvoll und ausgewogen stattfinden.
Insofern kann es tatsächlich sinnvoll sein, das negative Konzernergebnis zu hinterfragen, mindestens aber genauer zu betrachten.
Was Gerresheimer meiner Einschätzung nach erhalten bleiben wird, sind die hohen Abschreibungen auf Fair Value Anpassungen, denn offenbar hat man bei Gerresheimer den Kaufpreis für Bormioli auch fleißig auf das Sachanlagevermögen gebucht, was eben zu Abschreibungen in der Folgezeit führt.
- Verkauf MG für 900 Mio. Euro oder mehr
- Reduzierung des Leverage auf 3,5× oder weniger
- 3 neue AR-Mitglieder auf der nächsten HV
- darunter auch ein neuer AR-Chef
- neuer CEO spätestens ab Oktober 2026
- Aufnahme von erneuten Übernahmegesprächen
- Aufstockung der Stimmrechte durch Aktivisten
- beziffertes Kostensenkungsprogramm von 150-200 Mio. Euro per anno
- weitere Portfoliooptimierungen (zB Centor)
- neue Struktur und Segmentierung
- Ausweitung der EBITDA-Marge auf konstant über 22 %
- deutlicher Rückgang der Leerverkaufsquote
- Einstellung der Bafin-Ermittlung zu Bill-and-hold
keine guten aussichten für die shorties.auf sharedeals sehn die das genau so.viel schlechtes ist nun langsam eingepreisst.aus charttechnischer sicht kann es noch bis 17/18 runter aber da muss der gsammtmarkt komplett wegbrechen.ist natürlich alles möglich.
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haupttreiber des kurses wird der verkauf der glassparte sein. kostensenkungen sollten ziehn und einmalaufwendungen von 2025 fallen auch weg.die quartale in 2026 werden besser als 2025 und das wird der kurs auch zeigen.
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| Boardmail an "Claudimal" |
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Gerresheimer AG |
Da Earl zu deutlich höheren Kursen in seine Shorts eingestiegen ist, konnte er am Freitag einen stattlichen Gewinn verbuchen - vermutlich mehr als 20 Euro pro geshortete Aktie.
Matthew Earl wurde bekannt, weil er als einer der ersten auf die enormen Schieflagen bei Wirecard aufmerksam gemacht hatte. Dafür wurde er von der deutschen Bafin allerdings nur abgewatscht:
www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/...6-4676-bd31-46bdd3addda8
Dies zeigt: Earl ist ein Vollprofi, der Fundamental-Analyse betreibt und in den Bilanzen die Haare in der Suppe sucht - und, falls vorhanden, auc findet. Die meisten anderen Profi-Leerverkäufer (ca. 90%) agieren lediglich charttechnisch und betreiben Algo-gesteuerte Trendfolgesstragien. Sprich: Die Fundi-Shorter wie Earl sind diejenigen (bzw. die wenigen) mit "Köpfchen".
Tröstlich ist: Das einzige Übel, was Earl bei Gerresheimer fand, war die relativ hohe Verschuldung. Earl schrieb in der Wiwo, der Druck aus den hohen Schulden könnte dazu führen, dass die Moulded-Glas-Sparte 2026 zum Schnäppchenpreis abgestoßen werden müsse, um dringend benötigtes Kapital reinzuholen. Außerdem rechnete Earl wegen der schlechten Zahlen 2025 ziemlich sicher mit einer Kapitalerhöhung.
Earls Shorteindeckung um 80% am Freitag zeigt jedoch, dass er inzwischen bezüglich notwendiger KE seine Meinung geändert hat.
Ohnehin gilt auch für Shortseller: (Short-)Gewinne hat man erst, wenn das Geld bar in der Kasse ist. Gefährlich werden würde es für sie u. a. im Falle eines "unerwarteten" feindlichen Übernahmeangebots in Höhe von sagen wir 60 Euro pro Aktie, das immer noch jederzeit kommen könnte.
Dann würde sich Earls aktueller 20+ Euro Gewinn pro geshortete Aktie - den er durch Glattstellung nun unwiderruflich in der Tasche hat - quasi über Nacht schlimmstenfalls in ein fettes Minus wandeln. "Man soll nicht gierig werden" gilt auch für Shorties.
Wichtig zu wissen ist, dass ein solches feindliches Übernahmeangebot auch gegen den Willen des Gerresheimer- Managements jederzeit platziert werden kann. Daher heißt es ja "feindlich". Der Feind ist in diesem Fall das Management.
Grund für Earls Shorteindeckung war, dass er an seiner in der Wiwo publizierten Erwartung, die erdrückenden Schulden würden eine Kapitalerhöhung notwendig machen, nun offenbar nicht mehr mit voller Überzeugung festhalten konnte. Rein numerisch betrachtet ist er wegen seiner reduzierten Short-Posi nun sozusagen nicht mehr zu 100%, sondern nur noch zu 20% überzeugt. ;-)
Da andere Leerverkäufer die Positionen ihrer Kollegen argwöhnisch beäugen ("die letzten Shorter beißen die Hunde"), sind Earls Shorteindeckungen, die hier im Forum und anderswo gar nicht laut genug betont werden können, für die verbliebenen Leerverkäufer ein geradezu schreiendes Warnsignal. Wenn das große Eindecken erst mal losgeht, dann gibt es für den Kurs (zumindest kurzfristig) nämlich auch noch oben kein Halten mehr. Shortcover-Rallyes sind die brutalsten, die der Markt zu bieten hat. Außerdem beginnt jede Rallye mit Shorteindeckungen.
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Heute um 24 Uhr stehen die SP-500-Futures übrigens wieder 100 Punkte höher. Trumps China-Geblaffe nimmt der Markt immer weniger ernst. Bei 130% Zöllen käme der Handel zwischen China und USA praktisch zum Erliegen. Walmart, größter Arbeitgeber in vielen US-Bundesstaaten, der einen Großteil seiner Waren aus China bezieht, müsste massenhaft Angestellte entlassen. Trumps geplanter "Job-Turbo" für die Abgehängten in USA, den er mit den Zöllen herbeizuzaubern hofft, würde als Rohrkrepierer enden.
Gute Nacht!
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| Boardmail an "Gwendolin" |
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Gerresheimer AG |
Viel einmaliger Aufwand senkt aktuell die Margen.
Viel negative Presse, da möchte wohl jemand günstige Kaufkurse.
Es schreit viel nach Delisting.
Wenn die Integration von Bormioli und einige kostspielige Projekte abgeschlossen wurden, sollte es kurstechnisch besser laufen.
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| Boardmail an "MisterWest" |
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| Boardmail an "cordie" |
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S.Heibel hat Gerresheimer am WE in seinem Ticker als Chance auf Vervielfachung für Anleger mit Geduld (2-3J.) beworben.
SH:......Nun verkündete das Management eine Restrukturierung, die nicht ein bis zwei Quartale, sondern ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen werde. Wer also in die Aktie investieren möchte, der braucht einen langen Atem. Doch es dürfte sich meiner Ansicht nach lohnen, denn das Geschäft ist - nach wie vor - gut planbar und daher gibt es gute Aussichten auf Erfolg. Kunden springen nicht kurzfristig ab, sondern sind an einer langfristigen Beziehung interessiert.
Eine Restrukturierung wird im ersten Schritt den freien Cashflow ins Visier nehmen: Dieser ist seit 2022 bereits negativ. Ein hartes Kostenreduzierungsprogramm dürfte also einer der ersten Schritte sein, die der neue CFO in Angriff nehmen wird. Die Umsatzentwicklung hingegen ist stabil. Sobald sichtbar wird, dass Kosteneinsparungen zu einer höheren Gewinnmarge führen, wird die Aktie meiner Einschätzung nach anspringen. Hypothetisch also drei Monate nach Beginn des Restrukturierungsprogramms, dessen Start für Anfang nächsten Jahr angekündigt wurde. Also vielleicht bei Veröffentlichung der Q1-Zahlen im nächsten April.
Vielleicht gibt es aber zuvor bereits Einblicke, die Anleger vom Erfolg der eingeleiteten Schritte überzeugen: Dann würde die Aktie bereits viel früher anziehen.
Besteht die Gefahr eines anhaltenden Ausverkaufs? Hmm, ich würde sagen, diese Gefahr ist überschaubar. Die BaFin-Untersuchung der Bilanzierungspraktiken bezieht sich auf die Bilanzierung nicht ausgelieferter Waren im Jahr 2024, die erst 2025 ausgeliefert wurden. Gerresheimer ordnete die Waren bereits den Kunden zu, obwohl diese die Ware noch nicht abgerufen hatten. Das ist nach Meinung der BaFin nicht zulässig. Gerresheimer gab bekannt, dass dies ein Umsatzvolumen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich betrifft, also rund 1% des Konzernumsatzes. das dürfte also überschaubar bleiben, wenngleich negative Schlagzeilen in einer solchen Sache immer wieder Verkaufsdruck erzeugen.
Könnte der Turnaround schief gehen? Natürlich ist auch das möglich. Doch ich halte das für sehr unwahrscheinlich. Insbesondere die langfristigen Kundenbeziehungen dürften Gerresheimer ausreichend Manövrierfähigkeit geben, um die erforderlichen Schritte umzusetzen. Sollte das derzeitige Management scheitern, dürfte es einen weiteren Wechsel im Management geben - doch die Kundenbeziehungen bleiben.
2 Mrd. EUR Jahresumsatz werden mit einem Enterprise Value von 3 Mrd. EUR bewertet. Die Gewinnmarge (EBITDA) liegt knapp unter 20%, ist damit attraktiv, aber nicht so hoch, dass Wettbewerber in den Markt strömen würden. Wenn das Geschäft irgendwann mal wieder rund laufen sollte, dann ist ein EV/EBITDA von 15 denkbar, was für den Enterprise Value eine Verdopplung zuließe, für den Aktienkurs sogar eine Vervierfachung, sofern gleichzeitig die Schulden reduziert werden.
Wer also Gefallen an Gerresheimer gefunden hat und ohne Bauchschmerzen auch noch ein paar Rückschläge aussitzen kann, der hat auf Sicht von 2-3 Jahren in meinen Augen hier eine attraktive Chance auf eine üppige Rendite.
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| Boardmail an "Kasa.damm" |
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| Boardmail an "Claudimal" |
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ein Aktienprogramm zu starten...
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| Boardmail an "kitti" |
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| Boardmail an "Micha01" |
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| Boardmail an "Claudimal" |
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alt 8,85% neu 8,83%
voting rights through instruments
alt 4,67% neu 5,93%
Wer fragt nach, ob diese "instruments" Puts oder Calls sind?
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| Boardmail an "Homeopath" |
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