Gerresheimer - gut - defensiv -

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neuester Beitrag:  21.04.26 16:45
eröffnet am: 30.09.11 23:38 von: 2141andreas Anzahl Beiträge: 1631
neuester Beitrag: 21.04.26 16:45 von: Gaz20E Leser gesamt: 814802
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17.10.25 16:38 #751 Ist doch bullish, dass sich aktivist. Investoren
eingekauft haben.

Im in #749 verlinkten Onvista-Artikel vom 25. August 2025 steht:

AOC ist mit 5,3 Prozent bei Gerresheimer eingestiegen und hat sich über Kauf- und Verkaufsoptionen Zugriff auf weitere 1,9 Prozent gesichert. Allein das Aktienpaket ist gut 80 Millionen Euro wert. Damit ist der aktivistische Investor nun zweitgrößter Aktionär hinter der Vermögensverwaltungs-Tochter der US-Bank Goldman Sachs (8,9 Prozent). Bereits im Juni hatte sich der britische Aktivist Asset Value Investors gemeldet, der 3,5 Prozent hält.

...Der neue Großaktionär Active Ownership Capital (AOC) fordert den Verkauf weiterer Unternehmensteile und ein Sparprogramm. "Die Beteiligungsgesellschaft sieht bei Gerresheimer beträchtliches Wertsteigerungspotenzial und möchte Management und Aufsichtsrat konstruktiv dabei begleiten, dieses zu erschließen", teilte AOC der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag mit...



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Oder willst du behaupten, alle diese Investoren (inkl. Goldman-Sachs) seien Halbirre, die nicht anderes vorhaben, als ihr zu Geld verbrennen?

AOC hat immerhin erwirkt, dass CFO Metzner gehen musste und durch den weitaus kompetenteren Wolf Lehmann ersetzt wurde.

Lehmann hat jetzt erst mal reinen Tisch gemacht und in den Q3/25-Zahlen relativ schwache Zahlen präsentiert, die allerdings noch in die Verantwortung seines Vorgängers fallen. Dieses "Reinen-Tisch-machen" war nötig, um bei den nächsten Zahlen (oder spätestens Anfang 2026) positiv überraschen zu können.

Im eigenen Interesse wird Lehmann sich hüten, nach fünf Gewinnwarnungen nun auch noch eine sechste folgen zu lassen.
 
17.10.25 17:47 #752 Bodenbildung im Chart
Wir sahen heute das typische V-förmige Kapitulationstief (lila). Der Xetra-Schlusskurs (grüne Kreise) liegt über dem Kurs bei Xetra-Eröffnung (roter Kreis).

 

Angehängte Grafik:
2025-10-17_17__41_26_90_____-....jpg (verkleinert auf 51%) vergrößern
2025-10-17_17__41_26_90_____-....jpg
17.10.25 19:48 #753 Das Problem ist die Chance
denn es funktioniert nur, wenn man VOR den Leerverkäufern kauft. Tun das einfach nur genug Kleinanleger, dann steigt der Kurs irgendwann. Aber das der Siemmsen der falsche für den Job ist, das sieht man schon an seinen lächerlichen 58000. Dann lässt man es lieber ganz bleiben. Der CEO ist der oberste Repräsentant jeder Firma. Nicht einfach jemand der betriebliche  Entscheidungen trifft. Wann fliegt der raus?  
18.10.25 14:35 #754 Löschung

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Zeitpunkt: 20.10.25 09:58
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18.10.25 14:37 #755 ich denke 27 ist der Boden
Quelle mein Bauch
Geprüft von Notar Geldsack und Apostille kommt bald dazu
 
18.10.25 18:23 #756 Sanierungsvorschlag für Gerresheimer
Das GH-Management sollte einen strategischen Investor suchen, der eigens für ihn emittierte Vorzugsaktien mit hoher Dividende kauft. Das hebt das Kernkapital und alle darüber stehenden Klassen. Jegliche Gefahr finanzieller Schieflagen wäre vom Tisch, ebenfalls die Notwendigkeit eines zu billigen Notverkaufs von MG.

Warren Buffett hatte 2019 von der US-Ölfirma Occidential Petroleum (Ticker: OXY) für 10 Mrd. $ Vorzugsaktien (8% Dividende) erhalten. Nur dank dieser Buffett-Unterstützung konnte OXY den größeren Konkurrenten Anadarko für 55 Mrd. $ aufkaufen. Die hohe Verschuldung von OXY rächte sich 2020, als die Ölpreise wegen Covid stark sanken. Der OXY-Kurs fiel bis auf 10$, konnte sich aber später (auch wegen der wieder steigenden Ölpreise) deutlich auf bis zu 100$ erholen.

Der Fall OXY ist mit dem Fall Gerresheimer entfernt vergleichbar

Bei GH würde der oben beschriebene Einstieg eines strategischen Investor (evtl AOC?) zwar erst nachträglich erfolgen (ein Jahr nach dem Bormioli-Kauf), trotzdem aber sämtliche aktuellen Finanzprobleme lösen. Dieser Investor würde auch bei der Sanierung Druck machen und spätestens nach Vertragsende des CEO zu dessen Ablösung beitragen. Das sonstige GH-Management hätte den Vorteil, weiter "am Ruder" zu bleiben, was z. B. bei einem Buy-Out durch PE nicht möglich wäre.

Mit der Kapitalspritze des strategischen Investors würde Gerresheimers Kreditwürdigkeit (Bonität) steigen, was erstens künftige Bankkredite (nach deren "Rollen") verbilligt. Zweitens würde - noch wichtiger - die Möglichkeit entstehen, einen Teil der künftigen Refinanzierung durch die Herausgabe von Unternehmensanleihen zu finanzieren. (In USA ist das gang und gäbe, deutsche Firma machen davon viel zu wenig Gebrauch).

2018 hatte GH bei Moody's noch den niedrigsten Investmentgrade Baa1. Danach wurde die Bewertung zurückgezogen, weil GH Centor relativ teuer übernommen hatte. Mit der 2024 hinzugekommenen ebenfalls teuren Bormioli-Übernahme wurde die Finanzlage noch drückender, vor allem wegen der jetzt gesunkenen Gewinne.

Wenn die GH-Bonität dank des strategischen Investors erneut auf Investmentgrade steigt, könnte Gerresheimer Unternehmensanleihen mit schätzungsweise 5% am Bondmarkt unterbingen. Ich weiß nicht, wieviel Zinsen GH den Banken für die laufende Überbrückungsfinanzierung zahlt, aber ich vermute mal, dass es mehr als 5% sind, womöglich sogar deutlich mehr.

Bondfinanzierungen sind u. a. deshalb vorteilhaft, weil Bonds eine feste Laufzeit haben, in der sich der Coupon nicht verändert. Bei Problemen können die Anleihen im Kurs sinken (bis zur Endfälligkeit), aber das Kursrisiko trägt der Anleihenkäufer. Bei Bankfinanzierung wird die Bonität häufiger überprüft, und wenn Convenants gerissen werden, können Strafzahlungen fällig werden und die Kreditzinsen sofort weiter erhöht werden.

Der Einstieg des strategischen Investors würde zwar eine Verwässerung mit sich bringen - ähnlich wie eine Kapitalerhöhung -, aber die Aktionäre müssten nichts selber zahlen. Unterm Strich würde der GH-Aktienkurs deutlich steigen.

Was später mit den Vorzugsaktien geschieht, ließe sich vertraglich festlegen. Sie könnten z. B. nach 5 oder 10 Jahren zu einem festgelegten Umtauschverhältnis in Standardaktien umgewandelt werden.

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Exkurs: Wie sich der Automobilzulieferer Schaeffler vom Junk-Rating befreit hat

Schaeffler war eine Privatfirma, die erst 2016 an die Börse ging. Der aktuelle Schaeffler-CEO Klaus Rosenfeld war bis 2009 CEO der Dresdner Bank. Später wurde er Finanzchef bei Schaeffler. Bei Schaeffler war die Finanzlage ab 2008 desolat: Schaeffler hatte 2008 die deutlich größere Continental feindlich übernommen und knapp 70 Euro pro Aktie geboten. Kurz darauf stürzten die Märkte wegen der Lehmankrise ab, und der Conti-Kurs sank auf ca. 25 Euro. Die Conti-Aktionäre machten natürlich fleißig von dem 70-Euro-Angebot Gebrauch. Im Endeffekt ersoff Schaeffler förmlich in Schulden. Die Schaeffler-Chefin stand im Pelzmantel heulend vor der Belegschaft erbettelte (vergeblich) Staatshilfe.

Noch 2012 war das Schaeffler-Rating tief im Junk-Bereich. Rosenberg zog als Ex-Banker alle Register. Zunächst brachte der Börsengang in 2016 Milliarden ein. Und später, als Schaeffler wieder das niedrigste Investmentgrade erreicht hatte, begann die Refinanzierung via Bondemissionen. Schaeffler kann zurzeit Anleihen mit nur 4,5% Coupon rausbringen, obwohl Automobilzulieferer wegen der aktuellen Krise (u. a. Chinakonkurrenz und US-Strafzölle) schwer mitgenommen sind.  
19.10.25 20:25 #757 Verkaufslimit auf 60 Euro setzen
wir sollten alle die Long sind den Verkaufspreis auf 60€ am Montag setzen, damit die Broker unsere Anteile nicht verleihen können. Die Order kann man kostenfrei stornieren, wenn der AK Fahrt auf nimmt. Ich werde mit meinem 2000 Aktien morgen früh so handeln.  
20.10.25 09:14 #758 Löschung

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20.10.25 16:37 #760 Der Chart in #752
scheint tatsächlich den V-Boden gezeigt zu haben (roter Kreis), trotz der wohl unvermeidlichen "witzig"-Bewertung eines bärischen Spammers.

 

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2025-10-....jpg
20.10.25 18:44 #761 Kommen wir die woche noch
Über 30 euro dürfte die nächste station 38 sein.gehts da drüber dann die 45 rum.denke das bis weihnachte  die 38 drinn sind.  
21.10.25 08:27 #763 Ist doch bullish, dass sich aktivist. Investoren
dachte ich auch!
ABER
wenn ich 5% für ca. 60 EUR gekauft habe, habe ich Einsicht in alle Unterlagen und Mitspracherecht und wenn ich dann die restlichen 95% für (sagen wir mal) 1 EUR gekauft habe,  dann habe ich ein gutes Geschäft gemacht.

So lange die BAFIN Untersucheng sich nicht im Wohlwollen aufgelöst hat, wird der Kurs nicht steigen, das Risiko ist einfach zu groß für die Investoren.  
21.10.25 09:07 #764 nach der bafin meldung ging es von 26 auf 3.
ich sehe hier kein problem zu steigen.zuminde<st bis auf dieses level.nächstes jahr dann 50-60 wenn alles gut läuft.  
21.10.25 09:11 #765 ausserdem ist das bafin ding nicht interessant
es ging nur um angebliche falschbuchungen.aufträge die noch nicht zu 100% fertig waren wurden schon voll auf das quartal gebucht.so der vorwurf.wenn hier irgendwas doppelt gebucht wurde dann würde ich den betrug verstehn aber so ist wenn überhaupt nur ein formfehler.das ding wird sich in luft auflösen.auf die meldung warte ich auch und dann wird der kurs ebenfalls einen sprung machen.  
21.10.25 10:40 #766 mal schauen, welchen "Formfehler" die BaFin
findet.....
Wenn der gravierend ist, dann sackt Gerresheimer auf 10 €.....
Wenn nicht, dann sehen wir hier die 50 € schneller von unten nach oben als es gefallen ist ;-)  
21.10.25 11:13 #767 Löschung

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21.10.25 11:15 #768 Löschung

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21.10.25 11:18 #769 looooool?? Ich verfolge die Geschichte hier auc.
schon ein paar Euros an Verlusten .....

Wenn das Unwahrscheinliche eintritt, dann gute Nacht .....
Wenn nicht, dann sehen wir die 50-60 € wieder (über die wird gar nicht diskutiert, nur über die 10 € ;-) ) Psyche Mensch halt ;-)  
21.10.25 11:33 #770 Löschung

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21.10.25 13:09 #771 Short Quote
Habe mir mal die aktuelle Short Quote angeschaut. Das Gute ist, die Short Quote ist mit 17,58 % bemerkenswert hoch, das Schlechte ist, die Short Quote ist hoch. Will sagen, viel mehr nach oben geht die wohl nicht, andererseits haben die Shorties natürlich auch eine Erwartung und das knapp jede 5te Aktie leerverkauft ist, gibt schon zu denken. Was mich aber mehr stört ist, dass der Investor  Ricky C. Sandler seine Anteile kürzlich von 6,2 % auf 2 % reduziert hat.  Die sind i.d.R. recht gut informiert. Ricky C. Sandler ist auch als aktivistischer Investor bekannt.  
21.10.25 13:41 #772 Löschung

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21.10.25 13:45 #773 Löschung

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21.10.25 14:14 #774 Nochmal
Goldman ist hier nicht im großen Stil "rein". Der Großteil der gemeldeten Anteile entfällt auf die Asset Tochter von Goldman, die treuhänderisch die Anteile für seine Kunden verwaltet. Das ist nicht die Kohle von Goldman Sachs!  
21.10.25 19:23 #775 Claudimal: auf 10? lool
Wenn ich mich recht erinnere, reden wir (wie oben nachzulesen und ggf. aktuell zu überprüfen) über 1/20 bzw. 5% des 2024er Umsatzes.

Zu Evotech dann in den Evotech-Thread gucken ;-) Werner Lanthaler wurde zu meinem Entsetzen nicht geteert und gefedert sondern sogar noch (um ein Jahr verschoben) auf der diesjährigen HV entlastet (unfaßbar!). BaFin murmelt sich evtl. noch etwas aus (an irgendwen hat er in D wohl 140k gebüßt), die Öschis haben ihn aber zur Kasse gebeten (Rekordbußgeld wimre, mehr als die im Artikel unten genannten 700k).

Vgl.: https://www.trend.at/personen/das-comeback-des-werner-lanthaler 33372710  
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