Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 8025 von 8029
neuester Beitrag:  17.04.26 12:19
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 200703
neuester Beitrag: 17.04.26 12:19 von: Fillorkill Leser gesamt: 45018138
davon Heute: 9157
bewertet mit 119 Sternen

Seite:  Zurück      |     von   8029     
01.04.26 01:35 #200601 Die Trump-Regierung beschwert sich bei ..
... ihrem Angriff auf den Iran des öfteren über mangelnde Unterstützung europäischer Länder und der NATO.

Falls Trump (ist nicht wirklich verwunderlich) und auch nicht sein Verteidigungsminister die Vertragstexte kennen sollten: Die NATO ist als Verteidigungsbündnis konzipiert und nicht zur Unterstützung für kriegerische Angriffe auf andere Länder!

Wahrscheinlich sind beide Personen zu sehr mit profitablen Geschäften beschäftigt (siehe den Link), als daß sie sich eingehend mit solcgen eingegangenen vertraglichen Verpflichtungen ihrer Länder beschäftigen könnten.

Was die Unterstützung der USA für die Ukraine angeht, könnte man diese Herren ab und an auch auf die Sicherheitszusicherungen hinweisen, die u.a. die USA 1994 im Budapester Memorandum der Ukraine gegeben hat, als letztere endgültig auf die stationierten Atomwaffen der UdSSR auf ihrem Gebiet verzichtete.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/...a609-c349-467b-a2a1-08332461bedf

 
01.04.26 01:46 #200602 Einige weitere dieser lukrativen Geschäfte, .
... die doch ganz offensichtlich mit Insiderwissen abgeschlossen wurden:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/...t-a-30236eb8-ce8e-4b9f-b0d0-db13

 
01.04.26 01:50 #200603 602: ... offenbar mit einem neuen Link:
01.04.26 10:41 #200604 unermessliche Gefahr
wie Groß die Gefahr, auch ohne Atombombe ist, sollte man doch jetzt ermessen können. Auf die gesamte Gegend gehen Raketen und Drohnen nieder. Diese Gefahr muss immer wieder eingedämmt werden bevor es jeweils zu spät ist. Der erste Vertrag zu Atombewaffnung des Irans schloss auf Wunsch des Irans eindeutig die Raketenbewaffnung aus - Tolle Verhandler. Und sogar die militärische Forschung durfte nicht kontrolliert werden.

Und uns betrifft es ja nicht. Es betrifft nur Israel und etliche Golfstaaten. Deshalb wollte unsere Bundesregierung ja einen Iron Dom um sich gegen iranische Raketen zu verteidigen. In Israel ruht inzwischen das Wirtschaftsleben. Ist ja nicht so schlimm. Schlimm sind nur unsere Preise an der Tanke die zu über 70% aus steuern bestehen.






 
01.04.26 10:54 #200605 Die Beschwerden der
Trump-Regierung zu dem europäischen Verhalten ist absolut richtig.

So sind die USA nicht nur Mitglied der NATO sondern sind in vielen minilateralen Allianzen u.a. mit Japan und Australien verbunden. Dann haben sie etliche Sicherheitsverträge u.a. mit Südkorea, den Philippinen und Thailand.  Auch haben sie schon seit Jahrzehnten eine Sicherheitspartnerschaft  mit Israel. Wenn nun Staaten aus einem bestimmten Bündnis bei der Verteidigung eines Staates aus einem anderen Bündnis Steine in den Weg legen, ist man mit Recht nicht erfreut über dieses Bündnis und spielt mit dem Gedanken das eigene Engagement stark zurück zu nehmen.

Unser Kanzler hatte sich beschwert dass er vorher nicht konsultiert wurde und deshalb dieser Krieg nicht unserer ist. Hätten die USA alle Partner informiert, hätten sie ihr Vorhaben vorher in der Weltpresse veröffentlichen können. So ist es auch richtig dass der US-Präsident jetzt meinst, die Straße von Hormus wäre nicht mehr seinen Angelegenheit.  
01.04.26 11:13 #200606 Die NATO beruht auf Vertrauen.
Wird ein Mitglied angegriffen und es ruft um Hilfe entsprechend Artikel 5 des Nordatlantikvertrags, wird der Angriff  wie gegen alle betrachtet wird. Dies verpflichtet die Partner zu kollektiver Selbstverteidigung, einschließlich der Anwendung von Waffengewalt, um die Sicherheit wiederherzustellen. Ob ein Mitglied aber dabei ist, ist seine eigene freie Entscheidung. Keiner muss mit verteidigen.

Nur wenn eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bündnis besteht, wirkt Artikel 5 abschreckend. Wenn also einige Mitglieder ihren Verpflichtungen nicht nachkommen (so wie Spanien - 3-5% v. BIP) oder einem Mitglied Steine bei dem Nachkommen von anderen Verpflichtungen in den Weg legt (z.B. Überflugverbote, Landeverbote), ist das Vertrauen hin.  Und wenn man gegen das stärkste Mitglied anstänkert, das man unfähig zu ersetzen ist, wird es hirnrissig.

Und nun wollen die Europäer andere Verteidigungspläne schmieden. Sie feilen mühsam an den Klauseln. Krieg bleibt aber immer nationale Angelegenheit und Europa ist keine Nation. Wir ein erneuter Schuss ins eigene Knie werden. Den noch so fein ausgefeilte Klauseln  ersetzen kein Vertrauen und wirken oft nur lächerlich wenn dahinter nichts Konkretes zu sehen ist. Papier schreckt keinen!

 
01.04.26 13:11 #200607 UAE bereiten Hormuz-Einsatz vor
und streben dazu UN-Resolution an. Sollte diese scheitern, wolle man auch ohne UN-Mandat teilnehmen, berichtete das Blatt.
https://www.upday.com/de/news-ausland/...ben-un-resolution-an/bhby39k
Jetzt darf sich Merz entscheiden ob es auch um sein Öl geht?  
01.04.26 13:15 #200608 Nato-Austritt
USA: Donald Trump denkt offenbar über Nato-Austritt der USA nach - DER SPIEGEL
Der US-Präsident wirft den Nato-Staaten vor, dass sie sich im Irankrieg zurückhalten. Nun werden die Töne rauer: Trump droht mit einem Rückzug der Vereinigten Staaten aus der Verteidigungsallianz. Dieses bezeichnete er als »Papiertiger«.

Eventuell erreichen wir wegen Rammstein/Stuttgart ein minilaterales Sicherheitsabkommen.  
01.04.26 13:18 #200609 'Die NATO beruht auf Vertrauen'
Eben. Das Trumpregime bedroht bzw verachtet ununterbrochen die ehemaligen Natopartner und paktiert offen mit ihren Feinden. Damit stellt es klar dass auf seine Hilfe im Ernstfall nicht mehr zu zählen ist. Gleichzeitig führt es, überwältigt von der Sehnsucht nach einem erlösenden  Amargeddon, ununterbrochen Krieg und verlangt nun, mit dem Hinweis zufällig gerade Unsympathen aufs Korn genommen zu haben, von den ehemaligen Partnern als williger Helfer mitzulaufen. Das machen die nicht, weil sie keinen Grund dafür sehen dem Selbstzerstörungsprozess  des amerikanischen Imperiums unter die Arme zu greifen. Sie haben besseres und wichtigeres zu tun.  
-----------
it's the culture, stupid
01.04.26 15:18 #200610 Europa
wird nicht umhinkommen, den ausufernden Reden und Absichtserklärungen endlich auch mal Taten folgen zu lassen. Die USA haben die NATO längst mit einem Bein verlassen und so gesehen waren die Äußerungen der deutschen Spitzenpolitiker genauso wenig durchdacht, wie das Verhalten Spaniens, Italiens oder des Vereinigten Königreichs, denn mit dem erneuten Kneifen Europas wird es den USA noch leichter fallen, das zweite Bein nachzuziehen.

Die NATO wurde einst auf Wunsch und Drängen der europäischen Länder gegründet, um nach dem 2. Weltkrieg Zeit zu gewinnen, die eigene Verteidigung gegen Russland aufzubauen.
Stattdessen sind Jahrzehnte vergangen, in denen die Abhängigkeit zu den USA immer stärker wuchs, das parasitäre Verhalten hat einen Haufen Geld gespart, das anderweitig ausgegeben werden konnte.

Geopolitisch hat sich eine Menge geändert, Russland ist schon lange keine Großmacht mehr und mit China wächst im Pazifikraum rasant ein Konkurrent heran, der wesentlich bedrohlicher für die USA ist.

Jetzt darf man gespannt sein, ob die spät aus dem Schlaf gefallenen Europäer die oft beschworene Einigkeit beweisen und eine Europäisch-atlantische Verteidigungsgemeinschaft alleine bewerkstelligt bekommen.
Ich bin da zunehmend skeptisch.  
01.04.26 21:16 #200611 add on 'Die NATO beruht auf Vertrauen'
Die Nato ist im Eimer. Jeder weiss es aber keiner spricht es offen aus. Bis auf Trump natürlich. Es ist aber auch so, dass Amerikas neue Wertepartner - Putin, Kim Jong Un, das Maduro-Regime ohne Maduro und jetzt der eine oder andere Ayatollah - nicht wirklich einen Vorteil daraus ziehen können, denn schon morgen können die Wertepartner von heute (erneut) Adressat amerikanischer Kriegsführung werden. Das Trumpregime ist unberechenbar, jeder muss jederzeit mit 'the worst' kalkulieren. Das einzige was sicher ist ist dass Amerikas Kriege immer weiter gehen, solange, bis es an seinen eigenen Widerspruchen zerbricht.  
-----------
it's the culture, stupid
02.04.26 10:50 #200612 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 03.04.26 12:50
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Unbelegte Aussage

 

 
02.04.26 11:52 #200613 'Ob ein Ende der NATO die EU überleben .
Nato UND EU sind faktisch Schnee von gestern. Was faktisch angefragt wird ist eine Blockbildung aller verbleibenden demokratisch verfassten Staaten, autark nach innen und wehrhaft nach aussen. Sich dieser Perspektive als alternativlos zu versichern ist ein schwieriger Lernprozess, der überhaupt nur möglich wird durch den progredienten Entzug amerikanischer Solidarität.  Es ist Trumps historische Aufgabe, diesem Prozess Beine zu machen.  
-----------
it's the culture, stupid
02.04.26 12:43 #200614 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 03.04.26 12:48
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Unbelegte Aussage

 

 
02.04.26 18:27 #200615 Malko, die NATO hätte spätestens 1990 a.
werden müssen. Es wären uns dadurch diverse Kriege erspart geblieben, u. a. der Ukrainekrieg. Die strategische Landnahme der NATO nach dem Rückzug der Sowjetunion hat die Balance in Europa zerstört. Die Russen hätten die deutsche Wiedervereinigung nur unter der Bedingung zulassen sollen, dass die Yankees ihre Militärbasen in der BRD ebenfalls räumen und sich vom Festlandeuropa zurückziehen. Das war eine verpasste Chance.

Der kranke Hegemon USA ist mit Abstand die grösste Bedrohung für den Weltfrieden, seit Jahrzehnten. Global haben sie bereits 100 Regimeschanges angestossen, knapp die Hälfte ist gelungen mit katastrophalen Folgen. Seit dem 2. Weltkrieg haben sie in über 35 Ländern mehr als 20 Mio. Tote verursacht (Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan etc. eingeschlossen).

Den Europäern dämmert langsam, wie krank der untergehende Hegemon ist. Nicht auszudenken was die Amis anrichten, wenn der Petrodollar abstirbt und ihre schuldenbasiertes Finanzsystem kollabiert. Europa wird mittelfristig wieder zu Russland finden müssen, das europäische Kapital braucht die russischen Rohstoffe. Dass viele europäischen Staaten sich gegen den Wahnwitz der Yankees auflehnen, stimmt mich hoffnungsvoll.

Israel setzt ihre Schandtaten seit Jahrzehnten im Windschatten der Yankees um. Die Plünderung und Besetzung der Westbank durch die jüdischen Klerikalsfaschisten und die Einführung der Todesstrafe aus rassistischen Beweggründung sind nur zwei Beispiele. Ich hoffe, den Deutschen dämmert langsam, dass sie sich mit Verbrechern eingelassen haben.  
02.04.26 20:48 #200616 ... das gilt natürlich nicht nur für die Deut.
sondern für alle, die den Israelis Waffen verkaufen und ihr Handeln nicht verurteilen.  
02.04.26 21:43 #200617 'wieder zu Russland finden'
Nicht unwitzig. Die Empfehlung lautet, man solle die Abhängigkeit von den US gegen jene von Russland eintauschen, weil die schon dort sind wo die Amis erst noch hinwollen. Europa anders zu denken denn  als Anhängsel eines neoimperialistischen Selbstzerstörungskurs gibt die Phantasie offenbar nicht mehr her.  
-----------
it's the culture, stupid
03.04.26 17:20 #200618 Strom kommt bekanntlich aus der Steckdos.
In Zeiten des Mangels ist die Suche nach sicheren und preiswerten Alternativen oberstes Gebot. Seitens der EU(nfähig) verlässliche Versorgung durch Russland kategorisch abzulehnen, gleicht einem heroisch gedachten Suizid, der absehbar nicht viele Mitläufer motivieren wird.
Brüssel ist bereits Geschichte.  
03.04.26 19:54 #200619 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 05.04.26 17:54
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 
Seite:  Zurück      |     von   8029     
Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: