"30 Prozent der Fahrer gedopt? Der Doping-Experte Rasmus Damsgaard hatte vor Bekanntwerden des neuesten Falles ein düsteres Bild von der Tour gemalt. Der Däne, der die internen Anti-Doping-Programme in Jens Voigts CSC-Saxo-Team und bei der US-Equipe Garmin leitet, kritisierte den Tour-Veranstalter ASO und die AFLD, die die Tests beim Juli-Spektakel vornimmt. "Ich befürchte, sie würden 10, 20 oder 30 Prozent der Fahrer mit EPO überführen, wenn sie jetzt das komplette Feld testen würden. Die zwei Fälle Beltran und Dueñas zeigen, dass ihre Dopingkontrollen nicht funktionieren, solange sie sich mit Stichproben begnügen", hatte Damsgaard einem dänischen Internetportal erklärt. Voigt nannte den Vorwurf "eine gewagte Aussage"."
http://www.stern.de/sport-motor/sportwelt/...%F6nig-Ricco/631460.html
Das heißt aber auch: Um die 70% schaffen das auch ohne Dope. Und ich denke, zu Indurains Zeiten dürften ca. 90% gedopt gewesen sein. In den 90er Jahren war man sicher nahe 100%, weil EPO schon bekannt und auf dem Markt, aber nichts nachweisbar war.
Insofern: Die große Aufmerksamkeit, die scharfen Kontrollen, die drohenden Strafen, das Karriereaus - das zeigt langsam seine Wirkung. Was aber nicht heißt, dass womöglich weiterhin bestenfalls 95% ungedopt fahren werden. Aber die Sieger dürften es nicht mehr gedopt bis Paris schaffen. Und wenn ein paar unscheinbare Begleiter aus der 2. Reihe sich das Zeug reintun, ist das sportlich gesehen kaum ein Drama. ----------- Da ist nix zu machen... |