Ich würde euch Vivacon-Träumern gern vorrechnen, was euch allein diese weiteren Insolvenzen von Tochtergesellschaften kosten. Aber leider hat die so zeitnah und transparent informierende Vivacon entschieden, für die Yoo München GmbH und Co. KG keine Jahresabschlüsse zu veröffentlichen. Aber allein ein Blick in den Abschluss der Vivacon High-End GmbH 2010 im bundesanzeiger.de macht deutlich, wie krank diese ganze Firmengruppe ist. Warum erst jetzt hier ein Insolvenzantrag erfolgt, bleibt ein Geheimnis des Managements. Die übliche Erklärung, warum eine derart überschuldete Gesellschaft 2009/2010 keinen Insolvenzantrag stellt, fehlt natürlich im Jahresabschluss. Es gibt auch keinerlei Kommunikation der Vivacon AG zu den Insolvenzen. Hier zeigt euch das Management deutlich seine Wertschätzung gegenüber den letzten, verbliebenen Aktionären. Jeder bekommt halt das Management, was er verdient hat. Zu den Zahlen (auch wenn ihr euch eigentlich nicht wirklich damit beschäftigen wollt): Aufgrund der Insolvenz der Vivacon High-End GmbH verlieren Vivacon AG und Yoo München GmbH und Co. KG zusammen 7,5 Mio. Euro Forderungen. Wie viel davon auf die Yoo entfällt und wieviel des Verlustes der Yoo dann doch wieder auf die Vivacon AG aufgrund des Verlustes der Yoo und deren Forderungen durchschlägt, bleibt ein weiteres Geheimnis des Managements. Mal schauen, wie der Insolvenzverwalter die Geschichte bewertet. Auch das kann spannend werden. Aber Geheimnisse des Managements und Risiken in Insolvenzverfahren sind für euch Pennyzocker hier ja etwas Positiven. Kann man ja versuchen, anderen schönzureden. Weiterhin viel Erfolg mit dieser Strategie. |