| Giovanni Parmigiano, 62 Jahre alt, in Kärnten als Sohn einer Italienerin geboren und perfekt zweisprachig, kam 2001 nach Rom. Die Beziehungen zwischen ihm und der italienischen Polizei entwickelten sich ausgezeichnet und stabil. 2010 wurde der 62-Jährige in die Türkei versetzt, wo er in Istanbul lebte. Und möglicherweise wurde er dort, in diesem Land an der Grenze zwischen Europa und Asien, mit Blick auf den Kaukasus, von Moskau angeworben. 2012 kehrte Parmigiano nach Österreich zurück und freundete sich mit Martin Weiss, dem Chef des inzwischen aufgelösten Bundesverbrechensschutzes (BVT), an. Fünf Jahre später alarmierte der britische Geheimdienst Wien: Es gab einen Maulwurf im BVT, identifiziert als Giovanni Parmigiano. Da es jedoch keine stichhaltigen Beweise gab, wurde „Parmigiano“ suspendiert und zum Ausbilder für Nachwuchsagenten degradiert. Weiss floh unterdessen nach Dubai, wo er eine private Agentur mit Verbindungen zu Marsalek und dem Kreml gründete. Giovanni Parmigiano sitzt nun im Gefängnis, beteuert seine Unschuld und droht mit einem Hungerstreik. Das letzte Puzzleteil betrifft seine Tarnung, den Strippenzieher und Boss von Parmigiano: Herbert Kickl, den rechtsextremen österreichischen Innenminister. Dieselben Leute, die Giovanni Parmigiano aufgrund eines angeblichen Hinweises für sechs Monate suspendieren ließen und ihn fälschlicherweise der Spionage für Russland bezichtigten. Sie beschuldigten kurz darauf auch Jan Marsalek der Spionage für Russland. Giovanni Parmigianos Karriere endete also aufgrund eines Hinweises – OHNE JEGLICHE BEWEISE! |