Wenn der Staat nicht mehr funktioniert,

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eröffnet am: 15.11.14 22:16 von: Karlchen_V Anzahl Beiträge: 65
neuester Beitrag: 12.02.15 08:19 von: Talisker Leser gesamt: 6167
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16.11.14 13:09 #26 Solange es Schwachmaten gibt, die dieses Zeug
konsumieren, wird es auch die Dealer geben. Und da dies vornehmlich Leute sind, die auf keine andere Weise zu Geld kommen, und  die zuständigen Behörden  hilflos zusehen, wird das Problem weiter bestehen. Die einen schauen weg, die anderen werden sich in Selbstjustiz üben, wenn der Staat versagt! Das Staatsversagen sollte zum Anlass genommen werden, gegen die kommunal Verantwortlichen zu demonstrieren! Nur dies ist legitim!
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MfG bauwi
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern das er nicht tun muß, was er nicht will.
16.11.14 13:28 #27 Ändert doch nix an der Tatsachem, dass die da.
eben in anderen Hauseingängen stehen.

Und juristisch ist es deswegen nicht so einfach, weil es sich meist um Minderjährige handelt. Von "Kuschen" kann man da wohl kaum reden. Vor wem auch?
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Ich bin nicht nachtragend, vergesse aber nichts(H. Wehner)
16.11.14 13:54 #28 Können Minderjährige machen, was sie wollen?
Finde nicht!  Erst recht nicht, wenn's um das Thema Drogen geht!
Unser Staat ist schon komisch! In den Schulen geht's teilweise recht rigide zu, insbesondere hier in Bayern, und auf den Straßen in Berlin herrscht die Anarchie!
Ab wann gestehen sich die Behörden ein, dass da was aus dem Ruder läuft? Wahrscheinlich, wenn's wieder mal zu spät ist!
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MfG bauwi
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern das er nicht tun muß, was er nicht will.
16.11.14 13:56 #29 Kuschen vor einer vermeintlichen öffentlichen
Meinung - die dreht sich allerdings derzeit gewaltig.

Das Argument mit den Minderjährigen gilt dann, wenn  die Gesetze so gestrickt sind. Wie gesagt: notfalls bedarf es Gesetzesänderungen. Denn es ist wenig überzeugend, wenn sich die Polizei lächerlich macht, Leute aufgreift, die dann feixend am nächsten Tag wieder da sind.

Und mit Orten, wo man vielleicht eine Auge zudrücken sollte, sa dass man die Szene unter Kontrolle hat. Da gilt wohl auch der Satz: Nachfrage entsteht nicht nur so. Auch das Angebot hat Einfluss auf die Nachfrage.  
16.11.14 14:13 #30 Der Staat versucht etwas durchzusetzen, das n.
durchsetzbar ist: Drogenprohibition.

Was man auf den Straßen sieht, sind die Symptome seines Scheitern, weil es keinen Sinn macht, den Menschen vorzuschreiben, was sie sich reinziehen dürfen und was nicht.

So simpel ist das Problem, wenn man nicht wie Konservative mit einem Brett vorm Kopf rumläuft.  
16.11.14 14:14 #31 Eigentlich hat der Staat ganz andere Aufgaben.
16.11.14 14:20 #32 Oh Mann
Den Kampf gegen Drogen gibt es so lange wie es Drogen gibt. Das eindrucksvollste Beispiel, wie erfolgreich die Verknappung des Angebots ist, war ja die Zeit der Prohibition in Amerika *g*

Und natürlich ist es ärgerlich, wenn die gleichen Jugendlichen kurze Zeit später wieder an der Straße stehen, aber einfach nur wegsperren ist sicherlich auch keine Lösung.
Die Law and Order-Fraktion ist auch schon oft genug mit ihren Methoden gescheitert.
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Ich bin nicht nachtragend, vergesse aber nichts(H. Wehner)
16.11.14 14:29 #33 Bülent gegen Afrika
Wenn der multikulturelle Wutbürger in diesem Deutschland die eine oder andere Sache selbst in die Hand nehmen will, meinen Segen hat er.  
16.11.14 14:30 #34 Was auf keinen Fall tolerierbar ist, ist
Selbstjustiz. Und das Handeln eines durchgeknallten Kneipiers als logische Folge der dortigen Situation darzustellen ist schon mehr als abenteuerlich.

Da sind wir dann nicht weit bis zu den Selbstschutz-Kommandos der Rechtsradikalen.
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Ich bin nicht nachtragend, vergesse aber nichts(H. Wehner)
16.11.14 14:32 #35 Das Drogen- und Dealerproblem
ist zwar nicht zu lösen, aber auch auf keinen Fall hin zu nehmen und ganze Kieze der organisierten Kriminalität zu "überlassen". Das Kontrollieren der Bereiche ist für die Polizei eine Sisyphosarbeit. Aber das Schlimmste daran ist die fehlende politische Unterstützung.
Und wer dann von Rassismus spricht, wenn afrikanische und arabisch/türkische Dealer festgenommen werden, der hat einfach nicht nehr alle Tassen im Schrank und steht komplett neben der Realität.  
16.11.14 14:35 #36 Es ist doch ganz einfach
was soll all das Gesabbel um Dealer...egal welcher Herkunft.

Freigabe ist das Gegenrezept... genau Rezept ... oder einfach in der
Apotheke gegen Ausweis bzw ab 18.

Was soll das Gerede über schädliche Nebenwirkungen....
ja...Alk ist harmlos und Zigaretten verströmen nur Rosenduft.
( aber der Staat verdient doch daran...also wirds schon nicht sooo schlimm sein.

Freigabe und Vertrieb über Apotheken und Ende ist mit den Dealern.

Warum nicht?

Selbst bei härteren Drogen solte die Abgabe über Apotheken möglich sein...
weil... da kann der Konsument dann sicher sein, das er guten Stoff bekommt.

Was würde das Justicia entlasten.. und die Arbeit der Polizei vereinfachen.

Aber keiner hat den Arsch in der Hose mal den Anfang zu machen.

In was für einer verlogenen Welt leben wir eigendlich?  
16.11.14 14:35 #37 Zunächst mal
ist der Hauptgrund für die Probleme mit dem kriminellen Dealer-Milljöh die beschissene Drogengesetzgebung. Das erinnert schwer an die chaotischen Zeiten in den USA während der Prohibition.
Einerseits ist es nicht strafbar, geringe Mengen zu besitzen, andererseits ist der Handel verboten.
Nicht strafbar heißt allerdings nicht, dass das nicht verboten sei. Selbst wenn jemand mit 1 Gramm Marihuana erwischt wird, muss ein Verfahren eröffnet werden und es entsteht ein großer polizeilicher und bürokratischer Aufwand, der am Ende mit der Einstellung des Verfahrens endet. Damit sind zuständige Polizei und Behörden mit jeder Menge sinnlosem Klein-Mist beschäftigt und können sich um die dahinterstehende Kriminalität gar nicht mehr kümmern.
Und in diesem Zusammenhang entsteht eben auch die Rechtslage mit den Kleindealern. Die haben wenig dabei und kann man ihnen nicht zweifelsfrei nachweisen, dass sie handeln, lässt man sie wieder laufen.
Würde man Marihuana (per kontrolliertem Handel)  legalisieren, wäre der Sumpf relativ trocken gelegt bzw. man könnte sich mit allen Mitteln um die harten Drogen kümmern.
So aber gibt es in jeder Großstadt Ecken, wo massiert eben diese Kleinkriminalität vermischt mit Handel mit harten Drogen, den dazugehörigen Revierkämpfen und den unerfreulichen Begleiterscheinungen für die Gegend auftreten.
Immer, wenn die Polizei an einer Stelle aufdreht mit der Überwachung, taucht dasselbe Problem an anderer Stelle wieder auf.

Was allerdings in Kreuzberg tatsächlich der Fall ist, ist, dass der dortige Bezirk keinen Plan hat, wie man mit dem Drogen-Problem (ebenso mit dem Flüchtlicngsproblem) umgehen soll.
Tatsächlich gibt es in Kreuzberg-Friedrichshain ein massives Aufgebot an antistaatlichen Linken, die JEDEN Auftritt von Staatsmacht als Provokation sehen und glauben JEDEN vor dieser Staatsmacht mit allen Mitteln verteidigen zu müssen, und seien es auch kriminelle Drogenbanden, die mit üblen Mitteln arbeiten.
(Ich kann noch verstehen, dass man bei den jugendlichen Kleindealern den Einwand erhebt, dass sie das erstens aus der Not heraus tun und zweitens nicht das effektivste Angriffsziel für Bekämpfung der Drogenkriminalität darstellen. Trotzdem sind sie natürlich - so wie die Lage jetzt gestrickt ist - ein Teil des Problems.)

Aber: In letzter Zeit hat es die grüne Bezirksregierung tatsächlich an klarem Handeln vermissen lassen, so dass relativ kleine Probleme, die man im Keim hätte ersticken können, wenn man rechtzeitig konsequent gewesen wäre, zu endlosen Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den (autonomen) linken Gruppen geführt hat.
Und da ist es schon EIN Punkt, dass man hier diesen Gruppen zu viel Freiraum lässt bzw. aus Angst vor ihnen oder unter ihrem Einfluss nicht entschieden handelt.
Mit Rücksicht auf fundamental und radikal antistaatlichen Gruppierungen ist nunmal kein Staat zu machen...
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Dies war ein Beitrag zur Friedensstiftung und ein leuchtendes Beispiel Gewaltfreier Kommunikation!
16.11.14 14:37 #38 Oha - ganze Kieze werden der organisierten
Kriminalität überlassen - da spricht ja wieder der Fachmann.

Und wo ist eigentlich der Vorwurf Rassismus gefallen in Zusammenhang mit Festnahmen von Drogendealern? Bis jetzt lese ich das nur in euren Postings.

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16.11.14 14:48 #39 Doc
lies einfach mal den Link in Nr. 3, Text und die darunter stehenden Kommentare dazu. Da siehst du, wie chaotisch das in deren Köpfen zugeht.  
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16.11.14 14:55 #40 Die Unterscheidung in harte und weiche Drogen .
der Bekämpfung lösen das Problem nicht, sondern schieben es allenfalls auf.

Auch harte Drogen werden dannn noch konsumiert. Nicht nur von Junkies, sondern von ganz gewöhnlichen Leuten. Und deshalb wird es dann auch weiterhin Drogenhandel geben, solange man diese Substanzen nicht auch legalisiert.  
16.11.14 14:56 #41 Selbst in China, wo die Todesstrafe angedroht .
vollzogen wird, werden weiterhin Drogen konsumiert.

Das sollte wohl das deutlichste Beispiel dafür sein, dass Law and Order nichts bringt.  
16.11.14 14:58 #42 Wie wäre es denn mal mit Lösungsvorschlägen?
Ich lese hier immer nur was schief läuft bzw. bricht gleich wieder die Rechtslink-Polemik aus!  
16.11.14 14:59 #43 Was interessieren mich irgendwelche Autonome
Das ist ja schließlich nicht die gängige Öffentlichkeitsmeinung, sondern eine Außenseiterposition.

Zufällig wohnt ein Bruder von mir genau auf der Ecke und ich selbst konnte mich vor 14 Tagen überzeugen wie anarchistisch das da überall zu geht.

Wobei ich sagen muss, dass die Situation am Görlitzer Park sicherlich unschön ist. Die Jungs haben übrigens meist gar nichts dabei, sind aber dafür fast alle mit nem BMX-Rad ausgerüstet, so dass sie entweder schnell verschwinden oder die benötigten Mengen aus irgend einem Erddepot herauskramen können. Schon schwierig, ihnen dabei was nachzuweisen.
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Ich bin nicht nachtragend, vergesse aber nichts(H. Wehner)
16.11.14 15:01 #44 Darüber kann man streiten,
wie weit man mit der Legalisierung gehen sollte. Da gibt es viele Fürs und Widers. Aber ein Anfang wäre schonmal, mit den massenhaft genutzten weichen Drogen anzufangen, um diese zu entkriminalisieren und sich lieber auf die Aufklärung über den Unterschied von Drogengebrauch und Drogenmissbrauch zu konzentrieren. Das ist für Alk ja auch vonnöten.

Die harten Drogen sind, was das Straßendealer-Problem angeht, das kleinere polizeiliche Problem. Da ist eher die internationale Drogenmafia (siehe Mexiko) die große Plage.  
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16.11.14 15:05 #45 Was international gehandelt wird, kommt irgendw.
bei uns auf die Straße.

Die Top-Down-Betrachtung führt zu keiner Lösung. Wenn man in Bottom-Up-Weise den Endkunden legale Bezugsmöglichkeiten schafft, entfällt die internationale Drogenmafia als Plage. Sie findet dann nämlich keine Kunden für ihre durch Risikoaufschläge verteuerten Produkte.
 
16.11.14 15:06 #46 Doc: Du unterschätzt da eventuell den Einfluss
der autonomen Gruppen auf die Bezirkspolitik, denke ich. Das ist nicht ein unmittelbarer Einfluss. Geht eher in die Richtung: die Bezirksleitung scheut den Konflikt mit ihnen, da sie dort eben massiv auftreten und es zu unschönen Szenen führte, wenn die Staatsmacht klare Kante zeigen würde.
Es gibt da eine Art Feigheit, die sich gelegentlich fatal auswirkt.
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Dies war ein Beitrag zur Friedensstiftung und ein leuchtendes Beispiel Gewaltfreier Kommunikation!
16.11.14 15:08 #47 Die Kokain-Schickeria
kauft ihre Drogen nicht auf der Straße. Und Heroin ist wirklich ein Randgruppenproblem....
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16.11.14 15:10 #48 Die Kokain-Schickeria kauf ein, zwei Ebenen höh.
bei den Typen, die auch die Straßendealer beliefern.

Das ist noch weit weg von Importeuren.  
16.11.14 15:12 #49 In meinem nächsten Leben
werde ich auch Drogendealer. Einfach so und aus der Not heraus.  
16.11.14 15:17 #50 # 47 Politiker mit eingeschlossen
möchte nicht wissen wie viele Politiker im Bundestag sitzen und regelmässig Drogen konsumieren, 80% ? Barcode klär uns auf.  
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