Die Frage: warum verstummen Unternehmen manchmal komplett?
Der Grund dafür ist die sogenannte Quiet Period. Dabei handelt es sich um eine Phase, in der ein Unternehmen keine kursrelevanten Aussagen machen darf.
Diese Phase ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn ein Börsengang (IPO) ansteht. Sie beginnt mit der Einreichung der Unterlagen bei der Aufsichtsbehörde und endet meist 30 bis 40 Tage nach dem IPO, sobald erste Berichte veröffentlicht werden.
Bei bereits börsennotierten Unternehmen gibt es ebenfalls Quiet Periods, allerdings beruhen diese eher auf internen Compliance-Regeln, vor allem vor der Veröffentlichung von Quartals- oder Jahreszahlen. In dieser Zeit schränken Firmen ihre Kommunikation freiwillig ein, um Insiderhandel zu vermeiden
Die Quiet Period sorgt also dafür, dass alle Anleger gleichzeitig Zugang zu wichtigen Informationen erhalten und keine Partei durch vorab gestreute Aussagen einen Vorteil hat. |