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ANLEIHEN-Woche KW29 - 2024: MOREH, Singulus Technologies, Aream und andere - Anleihenews
22.07.24 09:40
Anleihen Finder
Brechen (www.anleihencheck.de) - Aktuelle Nachrichten vom KMU-Anleihemarkt in der Kalenderwoche 29 (15.07. bis 19.07.2024): Die M Objekt Real Estate Holding GmbH & Co. KG (MOREH) wird ihre am 22.07.2024 fällige Unternehmensanleihe 2019/24 zunächst nur zu 40% zurückzahlen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.
Die Emittentin gehe nach eigenen Angaben davon aus, dass die fehlende Tilgungsleistung bis Ende Januar 2025 in einer oder mehreren Tranchen aufgeholt werde. Die letzte Zinszahlung auf die Anleihe solle indes plangemäß in voller Höhe von 6,00% erfolgen. In einem Brief an die Anleger schreibe die MOREH-Geschäftsführung, dass die teilweise Anleihe-Stundung bzw. Verlängerung der Fälligkeit bis zum 22. Januar 2025 mit dem Treuhänder vereinbart sei, um eine vollständige Bedienung der Gläubiger sicherzustellen.
Hintergrund der Stundung sei die schwierige Marktsituation in der Immobilienbranche. Die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) habe allerdings zur Situation bei MOREH und speziell auch zur Stundung der Anleihe einige offene Fragen und möchte diese geklärt haben. Darüber hinaus habe die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. in der vergangenen Woche die Anleihegläubiger der Noratis AG in einer virtuellen Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand bei der Wohnimmobiliengesellschaft informiert sowie eine erste Einschätzung zu den geplanten Änderungen der Anleihebedingungen abgegeben.
Die Singulus Technologies AG habe ihre Umsatz- und Ergebnis-Prognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert. Zudem befinde sich das Unternehmen derzeit in Verhandlungen mit dem chinesischen Großaktionär Triumph, um Fragen der weiteren Unternehmensfinanzierung zu klären. Dabei gehe es auch um wesentliche Zahlungs-Verpflichtungen des Großaktionärs gegenüber der Singulus Technologies AG.
Die BDT Media Automation GmbH habe das ausstehende Restvolumen der BDT-Anleihe 2017/24 in Höhe von 1,633 Mio. Euro fristgerecht zum 14. Juli 2024 zurückgezahlt und entsprechend auch die letzte Zinszahlung geleistet. Die publity AG habe indes Anfang vergangener Woche die Mitte Juni verschobene Zinszahlung für die Anleihe 2020/25 (ISIN DE000A254RV3 / WKN A254RV) an ihre Anleihegläubiger - noch innerhalb der 30 Tage-Zahlungsfrist - nachgeholt.
Mit der AREAM Group SE habe eine neue Unternehmensgruppe aus dem Erneuerbaren Energien-Bereich Ende Mai ihre erste Unternehmensanleihe aufgelegt. Die Aream-Anleihe 2024/29 werde mit 8,00% p.a. verzinst und habe dabei ein Zielvolumen von 10 Mio. Euro. "Diversifizierung ist das A und O - nicht nur operativ, sondern auch in Bezug auf unseren Finanzierungsmix. Dieser Ansatz dient sowohl der bestmöglichen Flexibilität als auch der Vermeidung einer Banken-Abhängigkeit. Für uns stellt eine börsennotierte Unternehmensanleihe einen attraktiven neuen Baustein dar, um unser geplantes profitables Wachstum zusätzlich zu unterstützen. Deshalb ist der Zugang zum Kapitalmarkt von großer Bedeutung. Um ihn dauerhaft nutzen zu können, wollen wir uns als zuverlässiger Emittent das Vertrauen der Anleiheinvestoren nachhaltig verdienen - so wie es uns bei den Fondsanlegern der AREAM Group bereits seit 2006 erfolgreich gelingt", so Markus W. Voigt, Vorsitzender des Verwaltungsrates der AREAM Group SE, im Anleihen Finder-Interview in der vergangenen Woche.
Einen offenen medialen Schlagabtausch gebe es derzeit über die weitere Vorgehensweise bei der Asset-Verwertung der ehemaligen Deutsche Lichtmiete AG. Die Light Now AG, eine 40-prozentige Beteiligung der OAB Osnabrücker Anlagen- und Beteiligungs-Aktiengesellschaft unter Führung des ehemaligen Lichtmiete-Chefs Alexander Hahn habe in Zusammenarbeit mit der Berliner Kanzlei Schirp Schmidt-Morsbach Rechtsanwälte Gläubigerversammlungen für all drei Lichtmiete-Anleihen eingefordert. Unter anderem würden sie dabei die Abwahl der One Square Advisory, dem gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger fordern.
Zudem werde die angekündigte Liquidation der Novalumen GmbH, dem Nachfolge-Unternehmen der Deutsche Lichtmiete AG, von den Akteuren anprangert. Die One Square Advisory habe ihrerseits mit einem Brief an die Anleihegläubiger gekontert und bezichtige die Gegenseite, "Unwahrheiten" zu verbreiten und habe sogar Strafanzeigen wegen Verleumdung gestellt. Laut OSA sei die "solvente" Liquidation der Novalumen GmbH der beste Weg für die Anleger.
Weitere News vom Anleihemarkt: Das Öl- und Gasgeschäft des Deutsche Rohstoff-Konzerns habe sich im zweiten Quartal weiterhin positiv entwickelt und liege nach Angaben des Unternehmens "im Plan". Für das Gesamtjahr gehe der Deutsche Rohstoff-Vorstand weiterhin von einer Produktion im Rahmen der Prognose in Höhe von 14.700 bis 15.700 BOEPD aus. Der Aufsichtsrat der PNE AG habe in der vergangenen Woche eine Umorganisation im Anschluss an das zum 31. Juli 2024 erfolgende Ausscheiden von CEO Markus Lesser beschlossen. So werde der aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende, Per Pedersen, aus dem Aufsichtsrat ausscheiden und interimistisch zunächst bis zum 31. März 2025 das Amt des Vorstandsvorsitzenden übernehmen. Die Suche nach einem neuen dauerhaften CEO werde indes fortgeführt.
Zudem habe die PNE-Gruppe in der vergangenen Woche zwei weitere Windparks in ihr Eigenbetriebsportfolio aufgenommen und die Gesamtnennleistung der darin befindlichen Anlagen auf 412,1 MW erhöht. Die HB Holding N.V. habe durch ihren CEO und Unternehmensgründer Henri Broen eine Kapitalerhöhung in Höhe von 2 Mio. Euro durchgeführt und die Anleihe-Emittentin NEON EQUITY AG berate die EcoMotion AG bei ihrem geplanten Börsengang. Die Anleihegläubiger der PlusPlus Capital würden den Restrukturierungsplan des Unternehmens unterstützen und der Anleihefonds Bonds Monthly Income habe in der vergangenen Woche zum 59. in Folge 0,25 Euro pro Fonds-Anteil an seine Anleger ausgeschüttet. Die Wertentwicklung des Fonds markiere indes ein neues Allzeithoch.
Den kompletten Beitrag zusammen mit den wichtigsten News der ANLEIHEN-Woche KW29 in 2024 im Überblick finden Sie hier. (News vom 19.07.2024) (22.07.2024/alc/n/a)
Die Emittentin gehe nach eigenen Angaben davon aus, dass die fehlende Tilgungsleistung bis Ende Januar 2025 in einer oder mehreren Tranchen aufgeholt werde. Die letzte Zinszahlung auf die Anleihe solle indes plangemäß in voller Höhe von 6,00% erfolgen. In einem Brief an die Anleger schreibe die MOREH-Geschäftsführung, dass die teilweise Anleihe-Stundung bzw. Verlängerung der Fälligkeit bis zum 22. Januar 2025 mit dem Treuhänder vereinbart sei, um eine vollständige Bedienung der Gläubiger sicherzustellen.
Hintergrund der Stundung sei die schwierige Marktsituation in der Immobilienbranche. Die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) habe allerdings zur Situation bei MOREH und speziell auch zur Stundung der Anleihe einige offene Fragen und möchte diese geklärt haben. Darüber hinaus habe die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. in der vergangenen Woche die Anleihegläubiger der Noratis AG in einer virtuellen Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand bei der Wohnimmobiliengesellschaft informiert sowie eine erste Einschätzung zu den geplanten Änderungen der Anleihebedingungen abgegeben.
Die Singulus Technologies AG habe ihre Umsatz- und Ergebnis-Prognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert. Zudem befinde sich das Unternehmen derzeit in Verhandlungen mit dem chinesischen Großaktionär Triumph, um Fragen der weiteren Unternehmensfinanzierung zu klären. Dabei gehe es auch um wesentliche Zahlungs-Verpflichtungen des Großaktionärs gegenüber der Singulus Technologies AG.
Die BDT Media Automation GmbH habe das ausstehende Restvolumen der BDT-Anleihe 2017/24 in Höhe von 1,633 Mio. Euro fristgerecht zum 14. Juli 2024 zurückgezahlt und entsprechend auch die letzte Zinszahlung geleistet. Die publity AG habe indes Anfang vergangener Woche die Mitte Juni verschobene Zinszahlung für die Anleihe 2020/25 (ISIN DE000A254RV3 / WKN A254RV) an ihre Anleihegläubiger - noch innerhalb der 30 Tage-Zahlungsfrist - nachgeholt.
Einen offenen medialen Schlagabtausch gebe es derzeit über die weitere Vorgehensweise bei der Asset-Verwertung der ehemaligen Deutsche Lichtmiete AG. Die Light Now AG, eine 40-prozentige Beteiligung der OAB Osnabrücker Anlagen- und Beteiligungs-Aktiengesellschaft unter Führung des ehemaligen Lichtmiete-Chefs Alexander Hahn habe in Zusammenarbeit mit der Berliner Kanzlei Schirp Schmidt-Morsbach Rechtsanwälte Gläubigerversammlungen für all drei Lichtmiete-Anleihen eingefordert. Unter anderem würden sie dabei die Abwahl der One Square Advisory, dem gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger fordern.
Zudem werde die angekündigte Liquidation der Novalumen GmbH, dem Nachfolge-Unternehmen der Deutsche Lichtmiete AG, von den Akteuren anprangert. Die One Square Advisory habe ihrerseits mit einem Brief an die Anleihegläubiger gekontert und bezichtige die Gegenseite, "Unwahrheiten" zu verbreiten und habe sogar Strafanzeigen wegen Verleumdung gestellt. Laut OSA sei die "solvente" Liquidation der Novalumen GmbH der beste Weg für die Anleger.
Weitere News vom Anleihemarkt: Das Öl- und Gasgeschäft des Deutsche Rohstoff-Konzerns habe sich im zweiten Quartal weiterhin positiv entwickelt und liege nach Angaben des Unternehmens "im Plan". Für das Gesamtjahr gehe der Deutsche Rohstoff-Vorstand weiterhin von einer Produktion im Rahmen der Prognose in Höhe von 14.700 bis 15.700 BOEPD aus. Der Aufsichtsrat der PNE AG habe in der vergangenen Woche eine Umorganisation im Anschluss an das zum 31. Juli 2024 erfolgende Ausscheiden von CEO Markus Lesser beschlossen. So werde der aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende, Per Pedersen, aus dem Aufsichtsrat ausscheiden und interimistisch zunächst bis zum 31. März 2025 das Amt des Vorstandsvorsitzenden übernehmen. Die Suche nach einem neuen dauerhaften CEO werde indes fortgeführt.
Zudem habe die PNE-Gruppe in der vergangenen Woche zwei weitere Windparks in ihr Eigenbetriebsportfolio aufgenommen und die Gesamtnennleistung der darin befindlichen Anlagen auf 412,1 MW erhöht. Die HB Holding N.V. habe durch ihren CEO und Unternehmensgründer Henri Broen eine Kapitalerhöhung in Höhe von 2 Mio. Euro durchgeführt und die Anleihe-Emittentin NEON EQUITY AG berate die EcoMotion AG bei ihrem geplanten Börsengang. Die Anleihegläubiger der PlusPlus Capital würden den Restrukturierungsplan des Unternehmens unterstützen und der Anleihefonds Bonds Monthly Income habe in der vergangenen Woche zum 59. in Folge 0,25 Euro pro Fonds-Anteil an seine Anleger ausgeschüttet. Die Wertentwicklung des Fonds markiere indes ein neues Allzeithoch.
Den kompletten Beitrag zusammen mit den wichtigsten News der ANLEIHEN-Woche KW29 in 2024 im Überblick finden Sie hier. (News vom 19.07.2024) (22.07.2024/alc/n/a)
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