KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 8,00%-HanseYachts-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" bewertet


14.12.17 12:34
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Barometer zur 8,00%-Anleihe der HanseYachts AG kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Die HanseYachts AG sei ein 1990 in Greifswald gegründeter Hersteller von Segelyachten der Marken Hanse, Dehler und Moody sowie Motorbooten der Marken Sealine und Fjord. Seit Mitte 2017 würden zusätzlich auch Katamarane der Marke Privilège vertrieben. Gemessen an der Produktionsmenge gehöre die Gesellschaft zu den drei größten Segelyachten-Herstellern der Welt. Mehrheitsgesellschafter der Emittentin sei die in München ansässige Aurelius-Gruppe.

Die HanseYachts AG bilde die gesamte Wertschöpfung von der Entwicklung bis hin zur Produktion und dem Vertrieb mit ihren elf Tochtergesellschaften ab. Die Produktion der Yachten mit einer Rumpflänge von 9 bis 21 Metern und Motorboote mit 10 bis 16 Metern erfolge am Hauptsitz in Greifswald und im polnischen Standort in Goleniow. Für die Vermarktung und den Vertrieb der Schiffe verfüge die HanseYachts AG über ein Partnernetzwerk in 95 verschiedenen Ländern.

Im Geschäftsjahr 2016/17 habe die HanseYachts AG den Umsatz um etwa 12,0% auf 128,6 Mio. Euro steigern können (Vj.: 114,9 Mio. Euro). Damit sei der seit 2012 anhaltende Wachstumskurs mit einem durchschnittlichen, jährlichen Umsatzzuwachs von etwa 9,5% p.a. weiter fortgesetzt worden.

Besonderer Wachstumstreiber seien hierbei die Motorboote der Marke Sealine sowie die Yachten der Marke Hanse, bei welchen sowohl die Umsätze pro Schiff als auch die Absatzmenge gesteigert worden seien. Insgesamt hätten 589 Schiffe im Geschäftsjahr 2016/17 verkauft werden können (Vj.: 557 Schiffe).

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) habe im Geschäftsjahr 2016/17 auf 5,1 Mio. Euro erhöht werden können (Vj.: 0,2 Mio. Euro). Auch bereinigt um Einmalerträge aus der Zuschreibung auf den Wert der Marke Fjord (2,2 Mio. Euro) sowie sonstigen Erträgen (0,5 Mio. Euro) ergebe sich ein deutlich positives EBIT von 2,3 Mio. Euro.

Die EBIT-Marge habe im Geschäftsjahr 2016/17 ebenfalls signifikant auf 3,9% erhöht werden können (Vj.: 0,1%). Nach Unternehmensangaben sei dies im Wesentlichen auf nachhaltige Optimierungen im Bereich der Material- und Betriebskosten zurückzuführen. Im Betrachtungszeitraum sei der Umsatz pro verkauftem Schiff auf 0,22 Mio. Euro gesteigert worden (Vj.: 0,21 Mio. Euro). Die Material- und Personalkosten hätten dagegen auf einem Niveau von 0,18 Mio. Euro pro Schiff stabilisiert werden können (Vj.: 0,18 Mio. Euro).

Die HanseYachts AG weise im Geschäftsjahr 2016/17 eine Eigenkapitalquote von 22,9% aus (Vj.: 19,9%). Mit Berücksichtigung des langfristigen Darlehens der Mehrheitsgesellschafterin von 4,0 Mio. Euro ergebe sich eine hohe wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 28,6% (Vj.: 22,4%).

Das Unternehmen habe sowohl im Geschäftsjahr 2013/14 als auch im Geschäftsjahr 2015/16 eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die von der Aurelius-Gruppe gezeichnet worden sei. Zusammen mit der zuletzt getätigten Übernahme der Marke Privilège zeige die Aurelius-Gruppe hiermit ein nachhaltiges Commitment zur Beteiligung an der HanseYachts AG.

Im Jahr 2016/17 sei in der Unternehmensgruppe ein operativer Cashflow von 10,9 Mio. Euro nach Zahlung aller Fremdkapitalzinsen erwirtschaftet worden (Vj.: 3,4 Mio. Euro). Trotz der Investitionen in die Katamaran-Marke Privilège und das Anlagevermögen habe auch der freie Cashflow nach Zinsen auf 3,4 Mio. Euro gesteigert werden können (Vj.: -1,6 Mio. Euro). Das Geschäftsjahr 2016/17 signalisiere damit einen positiven Ausblick für die Zins- und Tilgungstragfähigkeit der HanseYachts AG.

Die im Juni 2014 emittierte Anleihe der HanseYachts AG sei mit einem Zinskupon von 8,00% p.a. ausgestattet (Zinszahlung jährlich am 03.06.) und habe eine fünfjährige Laufzeit bis zum 03.06.2019. Das Emissionsvolumen betrage bis zu 20 Mio. Euro, wovon aktuell 13 Mio. Euro platziert seien. In den Anleihebedingungen seien vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten der Emittentin seit 03.06.2017 zu 103% und ab 03.06.2018 zu 102% des Nennwertes vorgesehen. Die Anleihe sei durch die Verpfändung von Markenrechten besichert.

Die HanseYachts AG sei gekennzeichnet durch eine solide Eigenkapitalquote, steigende Umsatzerlöse sowie eine sich verbessernde Ergebnis-Marge. Auf Grund der in den vergangenen Jahren vorgenommenen Optimierungen sei von einem sich weiterhin nachhaltig verbessernden Ergebnis auszugehen. In Verbindung mit der Rendite von 4,31% p.a. (Kurs von 105,10% am 13.12.2017) wird die 8,00%-HanseYachts-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) bewertet, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (14.12.2017/alc/n/a)