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Kurszuwächse an den Rentenmärkten
02.10.24 08:50
ALTE LEIPZIGER Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Die Inflation in Deutschland hat nach einer wilden Welle einen recht niedrigen Stand erreicht, so die Experten der ALTE LEIPZIGER Trust.
Wie das Statistische Bundesamt nach einer ersten Schätzung mitgeteilt habe, habe die Inflationsrate im September bei 1,6% gelegen. Im August habe die Rate erstmals seit Langem wieder die Marke von 2% unterschritten und sei auf 1,9% gefallen. Ihren Höhepunkt habe die Inflation im Oktober 2022 mit mehr als 8% in Deutschland und mehr als 10% im gesamten Euroraum erreicht.
In den vergangenen Wochen seien die Hoffnungen auf Zinssenkungen an den Märkten gestiegen, weshalb die Anleiherenditen den Rückwärtsgang eingelegt hätten. Die wichtigsten Notenbanken, etwa die Europäische Zentralbank (EZB) und auch die Federal Reserve (FED), hätten bereits im Vorfeld der PBOC-Zinssenkung erste Zinssenkungen beschlossen.
Zinssensitive und defensive Anlagen, z.B. Gold und Anleihen, aber auch die Sektoren Immobilien, Versorger, Basiskonsumgüter, Telekommunikation und Gesundheit, hätten positive Entwicklungen gezeigt. Im Gegensatz dazu hätten zyklische Sektoren sowie die Preise für Öl und Industriemetalle nachgegeben. Die Aktienmärkte hätten im dritten Quartal bei höheren Schwankungen am Ende wieder aufwärts tendiert, wobei europäische Aktien und Nebenwerte etwas besser abgeschnitten hätten.
Es liege auf der Hand, dass den ersten Zinssenkungen weitere folgen würden. Die derzeit hohen Zinssenkungserwartungen des Marktes schienen jedoch nur bei einer deutlicheren Schwäche der US-Wirtschaft und des Arbeitsmarktes realistisch zu sein, was für Aktien dann ein moderateres Potenzial nach sich ziehen würde.
Das AL Trust-Fondsmanagement erwarte jedoch eine sanfte Landung der US-Konjunktur, weshalb die Leitzinssenkungen moderater ausfallen dürften und die Anleiherenditen mittelfristig wieder etwas ansteigen könnten.
Aktien böten hierdurch mehr Potenzial, vorausgesetzt, die US-Konjunkturüberraschungen im vierten Quartal 2024 seien positiv. Angesichts der derzeit lockeren Finanzbedingungen scheine dieses Szenario nicht unmöglich, insbesondere dann, wenn die politischen Unsicherheiten rund um die US-Wahlen abnähmen. Ein nachhaltiges Übersteigen der bislang erreichten Aktien-Allzeithochs sei dann möglich, aber bis dahin sei mit einem volatilen Trend an den Märkten zu rechnen.
Im weiterhin fragilen konjunkturellen Umfeld und mit - trotz anhaltendem unterliegenden Inflationsdruck - sinkenden Inflationszahlen würden die Experten bis Ende 2024 noch einen weiteren Schritt der EZB von 25 Basispunkten im Dezember 2024 und zwei solcher Schritte der FED im November und Dezember 2024 erwarten. (Ausgabe Oktober 2024) (02.10.2024/alc/a/a)
Wie das Statistische Bundesamt nach einer ersten Schätzung mitgeteilt habe, habe die Inflationsrate im September bei 1,6% gelegen. Im August habe die Rate erstmals seit Langem wieder die Marke von 2% unterschritten und sei auf 1,9% gefallen. Ihren Höhepunkt habe die Inflation im Oktober 2022 mit mehr als 8% in Deutschland und mehr als 10% im gesamten Euroraum erreicht.
In den vergangenen Wochen seien die Hoffnungen auf Zinssenkungen an den Märkten gestiegen, weshalb die Anleiherenditen den Rückwärtsgang eingelegt hätten. Die wichtigsten Notenbanken, etwa die Europäische Zentralbank (EZB) und auch die Federal Reserve (FED), hätten bereits im Vorfeld der PBOC-Zinssenkung erste Zinssenkungen beschlossen.
Es liege auf der Hand, dass den ersten Zinssenkungen weitere folgen würden. Die derzeit hohen Zinssenkungserwartungen des Marktes schienen jedoch nur bei einer deutlicheren Schwäche der US-Wirtschaft und des Arbeitsmarktes realistisch zu sein, was für Aktien dann ein moderateres Potenzial nach sich ziehen würde.
Das AL Trust-Fondsmanagement erwarte jedoch eine sanfte Landung der US-Konjunktur, weshalb die Leitzinssenkungen moderater ausfallen dürften und die Anleiherenditen mittelfristig wieder etwas ansteigen könnten.
Aktien böten hierdurch mehr Potenzial, vorausgesetzt, die US-Konjunkturüberraschungen im vierten Quartal 2024 seien positiv. Angesichts der derzeit lockeren Finanzbedingungen scheine dieses Szenario nicht unmöglich, insbesondere dann, wenn die politischen Unsicherheiten rund um die US-Wahlen abnähmen. Ein nachhaltiges Übersteigen der bislang erreichten Aktien-Allzeithochs sei dann möglich, aber bis dahin sei mit einem volatilen Trend an den Märkten zu rechnen.
Im weiterhin fragilen konjunkturellen Umfeld und mit - trotz anhaltendem unterliegenden Inflationsdruck - sinkenden Inflationszahlen würden die Experten bis Ende 2024 noch einen weiteren Schritt der EZB von 25 Basispunkten im Dezember 2024 und zwei solcher Schritte der FED im November und Dezember 2024 erwarten. (Ausgabe Oktober 2024) (02.10.2024/alc/a/a)


