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OMV weist für 2017 Rekordförderung aus - Anleihen fair bis teuer - Kaufen!
02.03.18 11:00
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI) raten sowohl die in 2027 fällige 3,5% Anleihe (ISIN XS0834371469 / WKN A1G9ZZ) als auch die 4,250% Hybridanleihe (ISIN XS0690406243 / WKN A1GV53), fällig in 2021, der OMV AG auf Total Return Basis und Sicht von sechs Monaten zu kaufen.
Die OMV AG zähle zu den größten Non-Financial-Anleiheemittenten aus Österreich. Die letzten Jahre sei der Öl- und Gaskonzern vor allem im nachrangigen Segment aktiv gewesen. Anfang Dezember 2017 sei dann die erste Platzierung einer OMV Senioranleihe (ISIN XS1734689620 / WKN A19TQ4) (EUR 1 Mrd., fällig 2026) seit 2014 gefolgt. Diesen November werde jene aus 2014 im Volumen von EUR 750 Mio. fällig. Darüber hinaus weise auch die in 2011 begebene EUR 750 Mio. 6,75% OMV Hybridanleihe (ISIN XS0629626663 / WKN A1GRKB) die erste Call-Möglichkeit diesen April auf.
In den Anleihebedingungen sei vermerkt, dass eine Inanspruchnahme der Option durch den Emittenten mindestens 30 und nicht mehr als 60 Tage vor dem Call-Termin (26. April) bekannt gegeben werden müsse. Sollte sich die OMV zu diesem Schritt nicht entschließen, werde ab diesem Zeitpunkt der Kupon der Anleihe neu zusammengesetzt (5-jährige Mid-Swaprate plus 375 BP = aktuell rund 4,2%), mit einer Gültigkeit bis zur nächsten Call-Möglichkeit im April 2023. Angesichts des im Vergleich zu den beiden jüngeren und noch ausstehenden OMV-Hybridanleihen teuren Kupons sowie der vorhandenen Barmittel und operativen Entwicklung gehen die Analysten der RBI von einem Call diesen April aus.
Mit dem 24,99% Anteilskauf am russischen Gasfeld Jushno Russkoje erhöhe sich die jährliche Öl- und Gasproduktion um 100 Tsd. Barrel/Tag. Infolge der Einbeziehung dieser ab 1. Dezember weise das Unternehmen für 2017 bereits eine Rekordförderung von 348 Tsd. BOE/Tag aus. Durch die Abschlüsse diverserer Aktiva-Verkäufe, wie z.B. zuletzt Petrol Ofisi, sowie der starken operativen Cashflowgenerierung, aufgrund des im Jahresvergleich höheren Ölpreises, sei man auch nach Abzug der Dividendenzahlung (EUR 668 Mio.) an die Aktionäre Free Cashflow positiv gewesen. Demensprechend ist aufgrund der gestiegenen Barmittel (+92% auf EUR 4,0 Mrd.) eine deutliche Abnahme der Nettoverschuldung auf, unseren Berechnungen zufolge, EUR 3,4 Mrd. (-24%) zu verzeichnen, so die Analysten der RBI. Folglich würden auch Credit-Kennzahlen wie Gearing (24%), Free Cashflow/Nettoverschuldung (56,6%) oder Leverage (1,0x) weiterhin positiv hervorstechen, wenngleich es im Vorquartal noch besser ausgesehen habe.
Die OMV möchte sich im Laufe von 2018 mit Gazprom über den angestrebten Asset-Swap-Deal - OMV beabsichtige u.a. einen 38,5% Anteil der norwegischen OMV Aktiva gegen einen 24,98% Anteil in Achimov IV/V Formation von Gazprom zu tauschen - formal einigen, damit man die nötigen Genehmigungen in Norwegen und Sibirien einholen könne. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe OMV EUR 324 Mio. an Finanzierungen für Nord Stream 2 zur Verfügung gestellt. Mit Projektfortschritt würden hier weitere Zahlungen fällig jedoch erst frühestens ab 2019. Am 28.02. habe OMV den Ausstieg aus dem Upstream Geschäft in Pakistan für EUR 157 Mio. (Verkauf an Dragon Prime Hong Kong Limited) bekannt gegeben.
Nach wie vor präsentieren sich die OMV-Senioranleihen sowohl zur Ratingpeergroup der in der von uns gewählten Benchmark (ICE BofA ML Euro Non-Financial Index) als auch der daraus resultierenden Sektorpeergroup (BP und ENI Anleihen) als fair bis teuer, so die Analysten der RBI. Angesichts der Bilanzstrukturverbesserungen in den letzten Quartalen als auch der Eigentümerstruktur würden die Analysten das als gerechtfertigt betrachten. Die Hybridanleihen seien mit ihrem Composite-Rating (BBB3) mittlerweile Richtung BBB2-Kurve gepreist.
Aus Total Return Überlegungen und auf Sicht von sechs Monaten sprechen die Analysten der RBI aufgrund der zuletzt stattgefundenen Ausweitung der risikoarmen Staatsanleihenrenditekurve sowie des gebotenen Carry sowohl für die in 2027 fällige OMV-Senioranleihe als auch für die OMV-Hybridanleihe mit erstmaligem Call-Datum 2021 eine Kaufempfehlung aus. (Ausgabe vom 01.03.2018) (02.03.2018/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die OMV AG zähle zu den größten Non-Financial-Anleiheemittenten aus Österreich. Die letzten Jahre sei der Öl- und Gaskonzern vor allem im nachrangigen Segment aktiv gewesen. Anfang Dezember 2017 sei dann die erste Platzierung einer OMV Senioranleihe (ISIN XS1734689620 / WKN A19TQ4) (EUR 1 Mrd., fällig 2026) seit 2014 gefolgt. Diesen November werde jene aus 2014 im Volumen von EUR 750 Mio. fällig. Darüber hinaus weise auch die in 2011 begebene EUR 750 Mio. 6,75% OMV Hybridanleihe (ISIN XS0629626663 / WKN A1GRKB) die erste Call-Möglichkeit diesen April auf.
In den Anleihebedingungen sei vermerkt, dass eine Inanspruchnahme der Option durch den Emittenten mindestens 30 und nicht mehr als 60 Tage vor dem Call-Termin (26. April) bekannt gegeben werden müsse. Sollte sich die OMV zu diesem Schritt nicht entschließen, werde ab diesem Zeitpunkt der Kupon der Anleihe neu zusammengesetzt (5-jährige Mid-Swaprate plus 375 BP = aktuell rund 4,2%), mit einer Gültigkeit bis zur nächsten Call-Möglichkeit im April 2023. Angesichts des im Vergleich zu den beiden jüngeren und noch ausstehenden OMV-Hybridanleihen teuren Kupons sowie der vorhandenen Barmittel und operativen Entwicklung gehen die Analysten der RBI von einem Call diesen April aus.
Die OMV möchte sich im Laufe von 2018 mit Gazprom über den angestrebten Asset-Swap-Deal - OMV beabsichtige u.a. einen 38,5% Anteil der norwegischen OMV Aktiva gegen einen 24,98% Anteil in Achimov IV/V Formation von Gazprom zu tauschen - formal einigen, damit man die nötigen Genehmigungen in Norwegen und Sibirien einholen könne. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe OMV EUR 324 Mio. an Finanzierungen für Nord Stream 2 zur Verfügung gestellt. Mit Projektfortschritt würden hier weitere Zahlungen fällig jedoch erst frühestens ab 2019. Am 28.02. habe OMV den Ausstieg aus dem Upstream Geschäft in Pakistan für EUR 157 Mio. (Verkauf an Dragon Prime Hong Kong Limited) bekannt gegeben.
Nach wie vor präsentieren sich die OMV-Senioranleihen sowohl zur Ratingpeergroup der in der von uns gewählten Benchmark (ICE BofA ML Euro Non-Financial Index) als auch der daraus resultierenden Sektorpeergroup (BP und ENI Anleihen) als fair bis teuer, so die Analysten der RBI. Angesichts der Bilanzstrukturverbesserungen in den letzten Quartalen als auch der Eigentümerstruktur würden die Analysten das als gerechtfertigt betrachten. Die Hybridanleihen seien mit ihrem Composite-Rating (BBB3) mittlerweile Richtung BBB2-Kurve gepreist.
Aus Total Return Überlegungen und auf Sicht von sechs Monaten sprechen die Analysten der RBI aufgrund der zuletzt stattgefundenen Ausweitung der risikoarmen Staatsanleihenrenditekurve sowie des gebotenen Carry sowohl für die in 2027 fällige OMV-Senioranleihe als auch für die OMV-Hybridanleihe mit erstmaligem Call-Datum 2021 eine Kaufempfehlung aus. (Ausgabe vom 01.03.2018) (02.03.2018/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 100,759 € | 100,705 € | - € | 0,00% | 17.04./18:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XS0834371469 | A1G9ZZ | 102,60 € | 100,36 € | |
Werte im Artikel




