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KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 5,25%-AVES Transport-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" bewertet
08.07.20 11:00
KFM Deutsche Mittelstand AG
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 5,25%-Anleihe (ISIN DE000A2YN2F3 / WKN A2YN2F) der AVES Transport 1 GmbH & Co. KG mit Laufzeit bis 2024 kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.
Die Emittentin AVES Transport 1 GmbH & Co. KG sei eine mittelbare Tochtergesellschaft der im Prime Standard börsennotierten AVES One AG. Die AVES One AG sei als Konzernholding tätig und daher maßgeblich von der Entwicklung Ihrer Tochtergesellschaften (66 vollkonsolidierte Unternehmen) abhängig, da sie kein eigenes operatives Geschäft habe, sondern nur reine Holdingtätigkeiten wahrnehme. Die Ursprünge der AVES One AG würden in das Jahr 1898 zurückreichen, gegründet als Bremisch-Hannoversche Kleinbahn AG. Anfang 2000 habe das Unternehmen das Eisenbahngeschäft für Kleinstrecken aufgegeben und sich mit der Verwaltung des ehemals für die Bahntätigkeit genutzten Immobilieneigentums befasst. Im Jahr 2015 sei die Gesellschaft in das Bahngeschäft zurückgekehrt, ehe sie im Jahr 2016 in AVES One umfirmiert habe und die ERR Rail Rent Vermietungs GmbH und ihr Güterwagenportfolio erworben habe.
Das Kerngeschäft des AVES-Konzerns bestehe seitdem in der Bestandshaltung von "Logistik-Assets" mit dem Fokus auf Güter- und Kesselwaggons für den Schienenverkehr. AVES One baue seitdem das zyklischere Containergeschäft kontinuierlich ab und den Bestand im stabileren Güterwagen-Vermietungsgeschäft weiter aus. Im Jahr 2019 habe der Konzern seinen Wachstumskurs mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 156 Mio. Euro weiter fortgesetzt. Mit diesen Akquisitionen sei der Bestand an Güter- und Kesselwaggons auf ca. 11.100 gestiegen, wobei anzumerken sei, dass die Rail-Assets vor dem Erwerb grundsätzlich nahezu vollständig vermietet seien und somit quasi auch neue Mietverträge eingekauft würden. Der Gesamtportfoliowert des AVES-Konzerns inklusive der Container (s.u.) betrage zum 31.12.2019 rund 923 Mio. Euro.
Der Anteil der Güterwaggons am gesamten Anlagevermögen betrage ca. 71%. Zum Portfolio würden außerdem ca. 125.000 Seecontainer (ca. 24% Portfolioanteil) gehören, wobei der Bestand der weniger nachgefragten 40-Fuß-Standardcontainer stark reduziert worden sei. Der Rest verteile sich auf Spezial-Equipment wie 8.745 Wechselbrücken (austauschbare Ladungsträger, die sich auf verschiedene Trägerfahrzeuge wie z.B. LKW wechseln lassen würden), deren Hauptmieter aus dem Bereich Kurier-, Express- und Paket-Dienst stammen würden (Hauptkunde: Hermes Germany GmbH). Der Kurier-, Express- und Paket-Markt wachse seit Jahren nach Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG insbesondere durch den zunehmenden Online-Handel. Der Bundesverband Paket und Expresslogistik e. V. erwarte bis zum Jahr 2023 ein weiteres Wachstum des Sendungsaufkommens von 4,7% p.a. auf insgesamt 4,4 Mrd. Sendungen.
Die Nutzungsdauern der unterschiedlichen Logistik-Assets lägen zwischen 12 und 45 Jahren. Bei AVES One betrage das Durchschnittsalter der Güter- und Kesselwagen ca. 16 Jahre (Deutsche Bahn im Vergleich rd. 30 Jahre) und der Seecontainer ca. 9 Jahre. Der Bestand sei mit gezielten Zukäufen weiter verjüngt worden; insbesondere im Rail-Segment habe der Wachstumskurs durch die Akquisition von Neubauwaggons und gebrauchten Portfolios konsequent fortgesetzt werden können. Das AVES-Portfolio sei am 31.12.2019 zu mehr als 95% vermietet gewesen.
Die Gesellschaft bediene sich zur Führung der Geschäfte anerkannter Asset-Manager wie Wascosa (Luzern), ERR European Rail Rent (Duisburg), Axis Intermodal (Köln), Textainer (San Francisco), Florens (Hong Kong) und CAI International (San Francisco), um nur die Größten zu nennen. Die Asset-Manager würden die Güter- und Kesselwagen im eigenen Namen betreiben, aber auf Rechnung des AVES-Konzerns. Die Logistik-Assets seien an europäische Staatsbahnen, internationale Logistikunternehmen und weltweite Reedereien mit den langfristigen Laufzeiten vermietet. Zu den Mietern würden namhafte Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die österreichische ÖBB, die französische Bahn SNCF und Hapaq-Lloyd zählen. Die derzeitigen Mietverträge hätten größtenteils eine Dauer von drei bis fünf Jahren.
In Europa gebe es rund 40 private Güter- und Kesselwagenvermieter, allerdings werde der Vermietungsmarkt von nur wenigen Unternehmen wie VTG, Ermewa, GATX und Wascosa dominiert. Zusammen hätten die Vermieter einen Marktanteil von 36%. Deutschland sei der größte Schienengüterverkehrsmarkt. Hierzulande würden 28% der europäischen Gesamtleistung (in Milliarden Tonnenkilometer) erbracht. Weitere bedeutende Länder seien Polen, Frankreich, Österreich, Italien und die Schweiz. Der AVES-Konzern erziele seinen Rail-Umsatz aktuell im Wesentlichen in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) plus Frankreich.
AVES One konzentriere sich auf die Bestandshaltung und Vermietung von Logistik-Assets. Auf Konzernebene habe der Umsatz im Jahr 2019 auf 116,8 Mio. Euro gesteigert werden können. Damit sei der Umsatz des Vorjahres in Höhe von 77,7 Mio. Euro deutlich übertroffen worden. Hierbei sei zu beachten, dass im Umsatz der Verkauf einer als Finanzinvestition eingestuften Logistik-Immobilie in Höhe von ca. 11,1 Mio. Euro enthalten sei. Der Umsatz des Segments "Rail" habe dabei mit 76,1 Mio. Euro nach 40,6 Mio. Euro im Vorjahr fast verdoppelt werden können. Der nominal stabil wachsende Schienengüterverkehr und der Ausbau der Infrastruktur mit politischer Förderung des Schienenverkehrs würden diese Entwicklung begünstigen.
Auch die Tatsache der abnehmenden Schiffbarkeit der großen Flüsse in Europa bzw. Deutschland aufgrund des Klimawandels trage nach Erachten der KFM Deutsche Mittelstand AG tendenziell ebenfalls zu einer Verlagerung der Bewegungen auf die Schiene bei. Mit 39,4 Mio. Euro habe der Segmentumsatz "Container" im Jahr 2019 ebenfalls gesteigert werden können (2018: 32,2 Mio. Euro). Das positive Umsatzwachstum spiegele sich nach Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG auch in den Ertragskennzahlen wider.
So habe sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2019 auf Konzernebene mit 84,6 Mio. Euro nach 52,2 Mio. Euro im Vorjahr um 62% verbessert. Die EBITDA-Marge habe sich 2019 auf 72,4% nach 67,2% im Jahr 2018 erhöht. Aufgrund des starken Wachstums bei nahezu gleichbleibenden Fixkosten habe das um Währungseffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2019 auf 51,7 Mio. Euro um 65% gesteigert werden können (Vorjahr: 31,2 Mio. Euro). Dem gegenüber stehe aufgrund von Darlehensaufnahmen zur Finanzierung neu erworbener Assets ein gestiegener Zinsaufwand in Höhe von 37,2 Mio. Euro nach 20,0 Mio. Euro im Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses ergebe sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 14,5 Mio. Euro (2018: 11,2 Mio. Euro). Der operative Cashflow im Jahr 2019 habe sich auf 80,0 Mio. Euro nach 51,0 Mio. Euro im Vorjahr erhöht und die liquiden Mittel zum 31.12.2019 würden 30,9 Mio. Euro betragen.
Die Muttergesellschaft des Aves-Konzerns, die AVES One AG, habe im Jahr 2019 einen Umsatzrückgang von 6,73 Mio. Euro auf 3,65 Mio. Euro erzielt. Die Umsatzerlöse bestünden im Wesentlichen aus Weiterbelastungen administrativer Verwaltungskosten an die BSI Logistics GmbH sowie an weitere Tochtergesellschaften. Die höheren Weiterbelastungen im Vorjahr seien überwiegend mit dem Erwerb der Nacco Luxembourg Sa.r.l. verbunden. Auf der Aufwandsseite seien die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 6,4 Mio. Euro auf ca. 2,8 Mio. Euro gesunken, was ebenfalls auf den Erwerb der Nacco Luxembourg S.a.r.l. im Vorjahr zurückzuführen sei.
Die Umsätze des ersten Quartals 2020 auf Konzernebene würden 33,7 Mio. Euro betragen und hätten sich damit gegenüber dem ersten Quartal 2019 mit einem Umsatz in Höhe von 27,2 Mio. Euro um 24% verbessert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich im ersten Quartal 2020 mit 21,7 Mio. Euro nach 20,6 Mio. Euro im Vorjahr leicht verbessert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das erste Quartal 2020 erreiche 12,7 Mio. Euro nach 13,2 Mio. Euro im Vorjahres-Quartal. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) für das erste Quartal 2020 betrage 1,8 Mio. Euro nach 3,4 Mio. Euro im Auftaktquartal des Vorjahres. Für den leichten Rückgang seien neben Wechselkurseffekten insbesondere Anlagenabgänge im Container-Segment, die das EBITDA um 1,2 Mio. Euro verringert hätten, ursächlich. Im ersten Quartal 2020 seien Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 25,8 Mio. Euro getätigt worden, wovon 24,7 Mio. Euro Güter- und Kesselwagen und EUR 1,1 Mio. Euro Wechselbrücken betreffen würden.
Für das Geschäftsjahr 2020 insgesamt plane AVES One auf Konzernebene trotz der Herausforderungen der Covid-19 Pandemie Umsatz und EBITDA zumindest auf dem Niveau von 2019 zu erreichen, sprich über 117 Mio. Euro Umsatz bzw. ein EBITDA von mehr als 84 Mio. Euro. Nach Erachten der KFM Deutsche Mittelstand AG werde das Verkehrsvehikel "Schiene" auch langfristig politischen Rückenwind erhalten. Es werde sicherlich in manchen Bereichen als Folge der Corona-Krise temporäre Auslastungseinbußen geben, andere Bereiche der Logistikbranche würden aber profitieren.
Aufgrund des "Waggonmixes", des Alters und der Kundenstruktur der "AVES Rail" gehe die AVES One AG nicht davon aus, dass es zu signifikanten Mieteinbußen in Folge der Corona-Pandemie kommen werde. Im Gegenteil solle die Situation genutzt werden, um als Investor Wagenparks zu übernehmen und von möglichen Kaufrücktritten bei Herstellern zu profitieren. Laut Harrison Consulting hätten die verminderte Produktion von Containern im Jahr 2019 sowie die Schließung von Fabriken durch das Corona-Virus, insbesondere in China, dazu geführt, dass sich die Containerkapazitäten weiter verknappt hätten. Dadurch seien die Preise für neue Container von USD 1.800 Anfang des Jahres auf USD 2.100 Ende März 2020 gestiegen.
Die nicht nachrangige und unbesicherte Anleihe der AVES Transport 1 GmbH & Co. KG mit einem Emissionsvolumen von 2,999 Mio. Euro und einer Stückelung von 1.000 Euro sei mit einem Zinskupon von 5,25% p.a. (Zinstermin halbjährlich am 20.05. und 20.11.) ausgestattet und habe eine Laufzeit vom 20.11.2019 bis zum 19.11.2024. Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten der Emittentin seien in den Anleihebedingungen zum 19.11.2021 und zum 19.11.2022 jeweils zum Nennwert vorgesehen.
Die Europäische Kommission strebe ein höheres Landfrachtvolumen auf der Schiene bis 2050 an. Das Containergeschäft werde nach Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG bereits seit vielen Jahren durch die Tendenz des Outsourcings an Leasinggesellschaften beflügelt, sodass sich die Reedereien verstärkt auf das Kerngeschäft des einfachen Transports konzentrieren würden. Für die zurzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sieht die KFM Deutsche Mittelstand AG das Unternehmen gut aufgestellt.
Aufgrund der hohen Vermietungsquote und lukrativer Mietraten im Güterwagen- und Containermarkt, die in den stark verbesserten Konzernzahlen der AVES One ihren Ausdruck finden, in Verbindung mit der Rendite von 7,27% p.a. (auf Kursbasis 93,01% an der Börse Frankfurt am 07.07.2020 bei Berechnung bis zur Endfälligkeit am 19.11.2024) wird die 5,25%-AVES Transport 1 GmbH & Co. KG mit Laufzeit bis 2024 (WKN A2YN2F) als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) eingeschätzt, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (08.07.2020/alc/n/a)
Die Emittentin AVES Transport 1 GmbH & Co. KG sei eine mittelbare Tochtergesellschaft der im Prime Standard börsennotierten AVES One AG. Die AVES One AG sei als Konzernholding tätig und daher maßgeblich von der Entwicklung Ihrer Tochtergesellschaften (66 vollkonsolidierte Unternehmen) abhängig, da sie kein eigenes operatives Geschäft habe, sondern nur reine Holdingtätigkeiten wahrnehme. Die Ursprünge der AVES One AG würden in das Jahr 1898 zurückreichen, gegründet als Bremisch-Hannoversche Kleinbahn AG. Anfang 2000 habe das Unternehmen das Eisenbahngeschäft für Kleinstrecken aufgegeben und sich mit der Verwaltung des ehemals für die Bahntätigkeit genutzten Immobilieneigentums befasst. Im Jahr 2015 sei die Gesellschaft in das Bahngeschäft zurückgekehrt, ehe sie im Jahr 2016 in AVES One umfirmiert habe und die ERR Rail Rent Vermietungs GmbH und ihr Güterwagenportfolio erworben habe.
Das Kerngeschäft des AVES-Konzerns bestehe seitdem in der Bestandshaltung von "Logistik-Assets" mit dem Fokus auf Güter- und Kesselwaggons für den Schienenverkehr. AVES One baue seitdem das zyklischere Containergeschäft kontinuierlich ab und den Bestand im stabileren Güterwagen-Vermietungsgeschäft weiter aus. Im Jahr 2019 habe der Konzern seinen Wachstumskurs mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 156 Mio. Euro weiter fortgesetzt. Mit diesen Akquisitionen sei der Bestand an Güter- und Kesselwaggons auf ca. 11.100 gestiegen, wobei anzumerken sei, dass die Rail-Assets vor dem Erwerb grundsätzlich nahezu vollständig vermietet seien und somit quasi auch neue Mietverträge eingekauft würden. Der Gesamtportfoliowert des AVES-Konzerns inklusive der Container (s.u.) betrage zum 31.12.2019 rund 923 Mio. Euro.
Der Anteil der Güterwaggons am gesamten Anlagevermögen betrage ca. 71%. Zum Portfolio würden außerdem ca. 125.000 Seecontainer (ca. 24% Portfolioanteil) gehören, wobei der Bestand der weniger nachgefragten 40-Fuß-Standardcontainer stark reduziert worden sei. Der Rest verteile sich auf Spezial-Equipment wie 8.745 Wechselbrücken (austauschbare Ladungsträger, die sich auf verschiedene Trägerfahrzeuge wie z.B. LKW wechseln lassen würden), deren Hauptmieter aus dem Bereich Kurier-, Express- und Paket-Dienst stammen würden (Hauptkunde: Hermes Germany GmbH). Der Kurier-, Express- und Paket-Markt wachse seit Jahren nach Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG insbesondere durch den zunehmenden Online-Handel. Der Bundesverband Paket und Expresslogistik e. V. erwarte bis zum Jahr 2023 ein weiteres Wachstum des Sendungsaufkommens von 4,7% p.a. auf insgesamt 4,4 Mrd. Sendungen.
Die Nutzungsdauern der unterschiedlichen Logistik-Assets lägen zwischen 12 und 45 Jahren. Bei AVES One betrage das Durchschnittsalter der Güter- und Kesselwagen ca. 16 Jahre (Deutsche Bahn im Vergleich rd. 30 Jahre) und der Seecontainer ca. 9 Jahre. Der Bestand sei mit gezielten Zukäufen weiter verjüngt worden; insbesondere im Rail-Segment habe der Wachstumskurs durch die Akquisition von Neubauwaggons und gebrauchten Portfolios konsequent fortgesetzt werden können. Das AVES-Portfolio sei am 31.12.2019 zu mehr als 95% vermietet gewesen.
Die Gesellschaft bediene sich zur Führung der Geschäfte anerkannter Asset-Manager wie Wascosa (Luzern), ERR European Rail Rent (Duisburg), Axis Intermodal (Köln), Textainer (San Francisco), Florens (Hong Kong) und CAI International (San Francisco), um nur die Größten zu nennen. Die Asset-Manager würden die Güter- und Kesselwagen im eigenen Namen betreiben, aber auf Rechnung des AVES-Konzerns. Die Logistik-Assets seien an europäische Staatsbahnen, internationale Logistikunternehmen und weltweite Reedereien mit den langfristigen Laufzeiten vermietet. Zu den Mietern würden namhafte Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die österreichische ÖBB, die französische Bahn SNCF und Hapaq-Lloyd zählen. Die derzeitigen Mietverträge hätten größtenteils eine Dauer von drei bis fünf Jahren.
In Europa gebe es rund 40 private Güter- und Kesselwagenvermieter, allerdings werde der Vermietungsmarkt von nur wenigen Unternehmen wie VTG, Ermewa, GATX und Wascosa dominiert. Zusammen hätten die Vermieter einen Marktanteil von 36%. Deutschland sei der größte Schienengüterverkehrsmarkt. Hierzulande würden 28% der europäischen Gesamtleistung (in Milliarden Tonnenkilometer) erbracht. Weitere bedeutende Länder seien Polen, Frankreich, Österreich, Italien und die Schweiz. Der AVES-Konzern erziele seinen Rail-Umsatz aktuell im Wesentlichen in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) plus Frankreich.
AVES One konzentriere sich auf die Bestandshaltung und Vermietung von Logistik-Assets. Auf Konzernebene habe der Umsatz im Jahr 2019 auf 116,8 Mio. Euro gesteigert werden können. Damit sei der Umsatz des Vorjahres in Höhe von 77,7 Mio. Euro deutlich übertroffen worden. Hierbei sei zu beachten, dass im Umsatz der Verkauf einer als Finanzinvestition eingestuften Logistik-Immobilie in Höhe von ca. 11,1 Mio. Euro enthalten sei. Der Umsatz des Segments "Rail" habe dabei mit 76,1 Mio. Euro nach 40,6 Mio. Euro im Vorjahr fast verdoppelt werden können. Der nominal stabil wachsende Schienengüterverkehr und der Ausbau der Infrastruktur mit politischer Förderung des Schienenverkehrs würden diese Entwicklung begünstigen.
So habe sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2019 auf Konzernebene mit 84,6 Mio. Euro nach 52,2 Mio. Euro im Vorjahr um 62% verbessert. Die EBITDA-Marge habe sich 2019 auf 72,4% nach 67,2% im Jahr 2018 erhöht. Aufgrund des starken Wachstums bei nahezu gleichbleibenden Fixkosten habe das um Währungseffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2019 auf 51,7 Mio. Euro um 65% gesteigert werden können (Vorjahr: 31,2 Mio. Euro). Dem gegenüber stehe aufgrund von Darlehensaufnahmen zur Finanzierung neu erworbener Assets ein gestiegener Zinsaufwand in Höhe von 37,2 Mio. Euro nach 20,0 Mio. Euro im Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses ergebe sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 14,5 Mio. Euro (2018: 11,2 Mio. Euro). Der operative Cashflow im Jahr 2019 habe sich auf 80,0 Mio. Euro nach 51,0 Mio. Euro im Vorjahr erhöht und die liquiden Mittel zum 31.12.2019 würden 30,9 Mio. Euro betragen.
Die Muttergesellschaft des Aves-Konzerns, die AVES One AG, habe im Jahr 2019 einen Umsatzrückgang von 6,73 Mio. Euro auf 3,65 Mio. Euro erzielt. Die Umsatzerlöse bestünden im Wesentlichen aus Weiterbelastungen administrativer Verwaltungskosten an die BSI Logistics GmbH sowie an weitere Tochtergesellschaften. Die höheren Weiterbelastungen im Vorjahr seien überwiegend mit dem Erwerb der Nacco Luxembourg Sa.r.l. verbunden. Auf der Aufwandsseite seien die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 6,4 Mio. Euro auf ca. 2,8 Mio. Euro gesunken, was ebenfalls auf den Erwerb der Nacco Luxembourg S.a.r.l. im Vorjahr zurückzuführen sei.
Die Umsätze des ersten Quartals 2020 auf Konzernebene würden 33,7 Mio. Euro betragen und hätten sich damit gegenüber dem ersten Quartal 2019 mit einem Umsatz in Höhe von 27,2 Mio. Euro um 24% verbessert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich im ersten Quartal 2020 mit 21,7 Mio. Euro nach 20,6 Mio. Euro im Vorjahr leicht verbessert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das erste Quartal 2020 erreiche 12,7 Mio. Euro nach 13,2 Mio. Euro im Vorjahres-Quartal. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) für das erste Quartal 2020 betrage 1,8 Mio. Euro nach 3,4 Mio. Euro im Auftaktquartal des Vorjahres. Für den leichten Rückgang seien neben Wechselkurseffekten insbesondere Anlagenabgänge im Container-Segment, die das EBITDA um 1,2 Mio. Euro verringert hätten, ursächlich. Im ersten Quartal 2020 seien Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 25,8 Mio. Euro getätigt worden, wovon 24,7 Mio. Euro Güter- und Kesselwagen und EUR 1,1 Mio. Euro Wechselbrücken betreffen würden.
Für das Geschäftsjahr 2020 insgesamt plane AVES One auf Konzernebene trotz der Herausforderungen der Covid-19 Pandemie Umsatz und EBITDA zumindest auf dem Niveau von 2019 zu erreichen, sprich über 117 Mio. Euro Umsatz bzw. ein EBITDA von mehr als 84 Mio. Euro. Nach Erachten der KFM Deutsche Mittelstand AG werde das Verkehrsvehikel "Schiene" auch langfristig politischen Rückenwind erhalten. Es werde sicherlich in manchen Bereichen als Folge der Corona-Krise temporäre Auslastungseinbußen geben, andere Bereiche der Logistikbranche würden aber profitieren.
Aufgrund des "Waggonmixes", des Alters und der Kundenstruktur der "AVES Rail" gehe die AVES One AG nicht davon aus, dass es zu signifikanten Mieteinbußen in Folge der Corona-Pandemie kommen werde. Im Gegenteil solle die Situation genutzt werden, um als Investor Wagenparks zu übernehmen und von möglichen Kaufrücktritten bei Herstellern zu profitieren. Laut Harrison Consulting hätten die verminderte Produktion von Containern im Jahr 2019 sowie die Schließung von Fabriken durch das Corona-Virus, insbesondere in China, dazu geführt, dass sich die Containerkapazitäten weiter verknappt hätten. Dadurch seien die Preise für neue Container von USD 1.800 Anfang des Jahres auf USD 2.100 Ende März 2020 gestiegen.
Die nicht nachrangige und unbesicherte Anleihe der AVES Transport 1 GmbH & Co. KG mit einem Emissionsvolumen von 2,999 Mio. Euro und einer Stückelung von 1.000 Euro sei mit einem Zinskupon von 5,25% p.a. (Zinstermin halbjährlich am 20.05. und 20.11.) ausgestattet und habe eine Laufzeit vom 20.11.2019 bis zum 19.11.2024. Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten der Emittentin seien in den Anleihebedingungen zum 19.11.2021 und zum 19.11.2022 jeweils zum Nennwert vorgesehen.
Die Europäische Kommission strebe ein höheres Landfrachtvolumen auf der Schiene bis 2050 an. Das Containergeschäft werde nach Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG bereits seit vielen Jahren durch die Tendenz des Outsourcings an Leasinggesellschaften beflügelt, sodass sich die Reedereien verstärkt auf das Kerngeschäft des einfachen Transports konzentrieren würden. Für die zurzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sieht die KFM Deutsche Mittelstand AG das Unternehmen gut aufgestellt.
Aufgrund der hohen Vermietungsquote und lukrativer Mietraten im Güterwagen- und Containermarkt, die in den stark verbesserten Konzernzahlen der AVES One ihren Ausdruck finden, in Verbindung mit der Rendite von 7,27% p.a. (auf Kursbasis 93,01% an der Börse Frankfurt am 07.07.2020 bei Berechnung bis zur Endfälligkeit am 19.11.2024) wird die 5,25%-AVES Transport 1 GmbH & Co. KG mit Laufzeit bis 2024 (WKN A2YN2F) als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) eingeschätzt, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (08.07.2020/alc/n/a)


