Erweiterte Funktionen
Ukraine kurz vor langersehntem Schuldenschnitt
12.10.15 11:14
Börse Stuttgart
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Ende August ist es der Ukraine gelungen, sich mit den wichtigsten Gläubigern des Krisenlandes auf eine Schuldenerleichterung zu einigen, so die Börse Stuttgart.
Die Kreditgeber hätten sich mit einem Forderungsverzicht von 20 Prozent einverstanden gezeigt. Der langersehnte Schuldenschnitt solle die Staatsfinanzen in den nächsten vier Jahren um 15 Milliarden US-Dollar erleichtern. Das ukrainische Parlament habe dem Schuldenschnitt bereits zugestimmt und die formellen Abstimmungen sollten am 14. Oktober in London stattfinden. Laut Finanzministerin Natalia Jaresko solle die Umschichtung von Krediten im Volumen von 18 Milliarden Euro bis Ende Oktober abgeschlossen sein und die Vereinbarung mit den Vorgaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) übereinstimmen. Der Fonds habe die erfolgreiche Umschuldung zur Voraussetzung dafür gemacht, dass er 40 Milliarden Dollar Finanzhilfen gewähre.
Die Umschuldung sehe konkret eine Abschreibung von 20 Prozent auf den Nominalwert der Anleihen, eine Ausweitung der Laufzeit um vier Jahre und einen Kupon von 7,75 Prozent vor. Letzte Woche habe die Ukraine dann speziell ein Umtauschangebot für den am 13. Oktober auslaufenden, 600 Millionen schweren Euro-Bond (ISIN XS0232329879 / WKN A0GGXG) vorgelegt. Für 1.000 Euro nominal biete der Staat 800 Euro einer neuen Anleihe zuzüglich 200 Euro einer an der Wirtschaftsleistung orientierten Anleihe plus Stückzinsen.
Da die beiden im Tausch angebotenen Anleihen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zu 100 Prozent notieren würden und die Entwicklung der GDP-Anleihe zudem unkalkulierbar sei und die Einbußen damit höher sein dürften, als es zunächst aussehe, könnten sich viele Anleger nicht mit dem vermeintlich guten Angebot arrangieren und hätten sich in der letzten Handelswoche verstärkt von dem Papier getrennt, nachdem der Kurs vergangene Woche bis auf 82 Prozent gestiegen sei. Am Freitag notiere die Anleihe bei 79,5 Prozent. (Ausgabe 39 vom 09.10.2015) (12.10.2015/alc/n/a)
Die Kreditgeber hätten sich mit einem Forderungsverzicht von 20 Prozent einverstanden gezeigt. Der langersehnte Schuldenschnitt solle die Staatsfinanzen in den nächsten vier Jahren um 15 Milliarden US-Dollar erleichtern. Das ukrainische Parlament habe dem Schuldenschnitt bereits zugestimmt und die formellen Abstimmungen sollten am 14. Oktober in London stattfinden. Laut Finanzministerin Natalia Jaresko solle die Umschichtung von Krediten im Volumen von 18 Milliarden Euro bis Ende Oktober abgeschlossen sein und die Vereinbarung mit den Vorgaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) übereinstimmen. Der Fonds habe die erfolgreiche Umschuldung zur Voraussetzung dafür gemacht, dass er 40 Milliarden Dollar Finanzhilfen gewähre.
Die Umschuldung sehe konkret eine Abschreibung von 20 Prozent auf den Nominalwert der Anleihen, eine Ausweitung der Laufzeit um vier Jahre und einen Kupon von 7,75 Prozent vor. Letzte Woche habe die Ukraine dann speziell ein Umtauschangebot für den am 13. Oktober auslaufenden, 600 Millionen schweren Euro-Bond (ISIN XS0232329879 / WKN A0GGXG) vorgelegt. Für 1.000 Euro nominal biete der Staat 800 Euro einer neuen Anleihe zuzüglich 200 Euro einer an der Wirtschaftsleistung orientierten Anleihe plus Stückzinsen.
Da die beiden im Tausch angebotenen Anleihen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zu 100 Prozent notieren würden und die Entwicklung der GDP-Anleihe zudem unkalkulierbar sei und die Einbußen damit höher sein dürften, als es zunächst aussehe, könnten sich viele Anleger nicht mit dem vermeintlich guten Angebot arrangieren und hätten sich in der letzten Handelswoche verstärkt von dem Papier getrennt, nachdem der Kurs vergangene Woche bis auf 82 Prozent gestiegen sei. Am Freitag notiere die Anleihe bei 79,5 Prozent. (Ausgabe 39 vom 09.10.2015) (12.10.2015/alc/n/a)


