durch eine Kräftigung der Beinbeuger und Beinstrecker, sowie der Unterschenkelmuskulatur, wird in gewisser weise schon erstmal die Bewegungsqualität des Kniegelenk in Teilen verbessert. Doch reden wir beim Kniegelenk bzw. Knieapparat allerdings über mehrere Komponenten. Und zwar die beiden Kreuzbänder (Vordere, hintere [stabilisieren das Knie in der Beugung] ), die unterhalb der Kniescheibe (Patella) überkreuz das Kniegelenk durch Verbund von Oberschenkel- und Unterschenkelknochen bilden, die dazwischen liegenden Menisken (Innerer und Äußerer) und das Innen- und Außenband [stabilisieren das Knie in der Streckung]. Doch inerhalb der Kapsel ist die Qualität der Bewegung nicht nur durch ein gute Durchblutung und Stiffness der Bänder, sondern insbesondere der hyaline Knorpel an der Außenseite der Knochen, die am Kopfende quasi in den Menisken enden (bildlich)...
Somit kann eine gut trainierte Muskulatur bspw. gewisse Bandinstabilitäten (Zerrungen, Teilanrisse, Komplettrisse - wie bspw. Kreuzbandriß) bei manchen spontanen Bewegungen, die eine Instabilität forcieren würden, durch Innervations- und Kraftaspekte diese teilweise bis ganz kompensieren. So gesehen natürlich sehr positiv.
Allerdings ist Laufen sicherlich nicht die optimalste Bewegung um die Oberschenkelmuskulatur zu kräftigen, das nur mal am Rande. Obwohl. Es mündet ja letztlich schon auch in meiner nun folgenden Erläuterung, wieso das Laufen aber auch nicht unbedingt so zu empfehlen ist, wenn externe Bedingungen (u.a. Bodenbeschaffenheit, Schuhwerk) und interne (hohes Übergewicht, evtl. Vorschädigungen am Knie- /Fußgelenk) vorherrschen. Wir haben neben den Bändern im Knie nämlich eben auch die oben beschriebenen passiven Strukturen, die aus Knorpelgewebe besteht. Knorpelgewebe nutzt sich über die Zeit durch zu häufige Reibung, wenn man es sich menschanich vorstellen möchte, einfach immer weiter ab. Es kann neben allgemeiner Sehenentzündungen der Patella (das ist das breite feste Teil, was von der Kniescheibe an den vorderen Schienbeinknochen zieht), Schmerzen der Patella als solche UND insbesondere die Schädigung der Menisken. Diese haben einen verdammt hohen Anteil an dem "reibungslosen" Ablauf bei einer Laufbewegung. Schädigungen (diverse Mikrotraumen) können in verschiedenstenen Formen - Seiteneinrisse, Innenrisse, Quetschungen etc. - bei den Menisken auftreten - ausgelöst durch bspw. falsche Lauftechniken, Schuhwerk, Untergrund, Übergewicht... ...Problem ist, dass dieser invasive EIngriff mittlerweile zwar nur ein müdes Lächeln abringt, doch weiß man nie wie letztlich verfahren wird - Glätten, Nähen, Abschneiden, Rausnehmen? je nach Schwere eben individuell abzuwägen. Allerdings reiben eben dann bei schlechter Mensikenqualität/ -quantität die Knochen im Kniegelenk aneinander und der hyaline Knorpel reibt sich immer mehr ab, bis hin zur Knochenglatze. Da winkt dann die Arthrose und das Ende des Laufens...
also, mal kurz erläutert. ;-) |